Vampirfilme


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Die sieben goldenen Vampire
Action/Martial Art
GB, Hongkong, 1974, Farbe, 88 min
Roy Ward Baker
Don Houghton, Vee King Shaw
James Bernard
Don Houghton
Peter Cushing, David Chiang, Julie Ege
18
Transsylvanien 1804
Kah, Hohepriester des Kultes der 7 goldenen Vampire ist am Ziel angelangt: Das Mausoleum von Graf Dracula. Er erweckt den Vampir zu neuem Leben und schlägt ihm einen Pakt vor. Doch Dracula will Rache, bemächtigt sich Kah's Körpers. In China erhofft er, mit Hilfe der 7 goldenen chinesischen Kollegen ein neues Schreckensregime aufbauen zu können.
Lange Zeit kann er sich so spielen, bis Hsi, ein Bauer, dessen Tochter ebenfalls von den Vampiren geraubt wurde, erhebt und einen der Blutsauger tötet. Natürlich kostet ihn das sein Leben und sein Dorf leidet noch mehr.
100 Jahre danach ist Van Helsing, mit seinem Sohn Leyland auf Vorlesungsreise. Er referiert über das Thema des Vampirismus, die Studenten können das aber nicht ganz ernst nehmen. Nur Ching glaubt ihm, der Enkel Hsi's.
Er und seine 6 Brüder, sowie seine hübsche Schwester, wollen dem Terror ein Ende machen. Van Helsing ist natürlich mit von der Partie. Was folgt sind etliche Martial Arts Schlachten, bis sich Van Helsing und Dracula wieder einmal gegenüberstehen.

Ein umstrittenes Werk. Man wollte einfach was Neues und versuchte sich an einer Mischung Europa-Asien. Hammer Film und Shaw Brothers, zwei bekannte und große Firmen taten sich hier zusammen und schufen etwas ziemlich Einzigartiges. Die ganze Exotik kann aber über Logikfehler ebenso wenig hinwegtäuschen, wie das völlige Durcheinanderbringen von verschiedensten Daten. Die besseren Parts haben hier eindeutig die Asiaten - gut, spielt ja auch in Asien.
Wer aber gerne Kung-Fu und Shaw Brother Filme mit europäischem Einschlag mag, der wird diesen Film sicher ins Herz schließen.
 

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Die Abenteuer des Young Indiana Jones - Von Istanbul nach Transsilvanien
Action/Thriller USA 1999, Episoden von 1993) Farbe, 90 min
Mike Newell/Dick Maas 
Rick Mc Callum
Laurence Rosenthal, Curt Sobel
Rosemary Anne Sisson/Jonathan Hensleigh
Sean Patrick Flanery, Katherine Butler, Kieth Szarabajka
-
Für den französischen Geheimdienst führt Indy im Ersten Weltkrieg eine strengstens geheime Mission in der Türkei aus. Er entdeckt dabei eine geplante Verschwörung.
Doch damit nicht genug. Als er dann durch Transsylvanien reist, begegnet er dem blutrünstigen Vlad, der mit seiner Armee lebender Toter die Erde zu übernehmen gedenkt. Schier aussichtslos scheint die Situation, in der er sich bald darauf befindet.

Beginnend mit den drei Filmen, folgte schließlich auch eine Serie um den jungen Indiana Jones, die recht gut gemacht war. Wenngleich die Episoden wohl eher nur Indy-Fans in Erinnerung bleiben werden. Während die Serie selber versucht die Zeit in der sie spielt rüberzubringen, die passende Musik und Kleidung durchaus gewählt sind, so fällt bisweilen auf, daß man einzelnen Charakteren einfach keine Möglichkeiten gibt. Ist normal bei einer Serie, keine Frage, dennoch, da baut man einen Vampir ein, noch dazu Vlad Tepes, und dann so etwas.
Dieser jedoch ist ziemlich blutleer und leblos geworden. Er soll brachial rüberkommen, doch die wenigen Sequenzen, die man ihm zubilligt, geben dem Schauspieler nicht gerade die Möglichkeit seine Rolle wirklich auszuleben. Die Idee selber ist recht gut, aber in diesem Fall happert es einfach an der Ausführung und den Möglichkeiten, schade, denn auf die Kürze hätte man wesentlich mehr machen können.
 

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Andy Warhol's Dracula  (Blood for Dracula) 
Thriller  Frankreich/Italien 1974, 103 Min.
Paul Morrissey
Andrew Braunsberg
Claudio Gizzi
Paul Morrissey
Udo Kier, Joe Dallesandro, Vittorio de Sica
18
Dracula benötigt das Blut von Jungfrauen, denn nur dieses Blut verträgt er. Allerdings sind solche in Rumänien Anfang 20. Jahrhunderts kaum noch zu finden. So reist er also mit seinem Diener nach Italien, da hier doch die Frauen durch die Kirche noch zu Keuschheit erzogen werden.
Von der Familie des Grafen Di Fiori wird er begeistert aufgenommen. Er ist zwar verarmt, aber immer noch adelig und so sehen sie in ihm einen standesgemäßen zukünftigen Gatten für eine der Töchter. Zwei der Mädchen beteuern ihre Unschuld, was sie prompt vor die Zähne des Vampirs bringt, doch die Enttäuschung ist groß, denn die Unschuld hat bereits Mario, der Hausdiener an sich gebracht.
Dieser ist überzeugter Sozialist und somit gegen Dracula gleich mißtrauisch. Für Dracula bleibt somit nur noch die 14jähirige Perla, doch auch hier ist der Diener wieder schneller. Der Verfall des Vampirs scheint nicht mehr aufzuhalten.

Einerseits kann dieser Film, wie immer wieder betont wird, als Sieg des Arbeiters über den Adel gesehen werden, andererseits ist es einfach nur ein Vampirfilm, allerdings ein ungewöhnlicher. Ist normalerweise der Vampir der Starke, so ist er hier schwach, herrscht sonst der Adel, so tut es hier das Proletariat, zu dekadent ist der Adel geworden. Überhaupt gibt Udo Kier einen genialen Dracula ab, eben weil er ihn ganz anders darstellt, als der Vampir sonst ist.
Die anderen Charaktere wirken etwas blaß. Was ein wenig stört ist der Schönling Dallessandro, der mehr nackte Haut zeigt, als die Frauen, was zugegeben, für den Film allerdings notwendig ist.
Im Übrigen war der erste Drehtag gleich im Anschluß an den letzten Drehtag von "Andy Warhols Frankenstein" und die Besetzung praktisch ident.
 

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Angel of the night (Nattens Engel) 
Action/Thriller Dänemark 1998, Farbe, 95 min
Sharky Gonzalez
Thomas Stegler Lorentzen
Soren Hyldgaard
Lars. C. Detlefsen, Shaky González, Stafano González
Maria Karlsen, Mette Louise Holland, Thomas Villum Jensen
18
Die junge Rebecca erbt ein altes Haus am Rande Kopenhagens. Natürlich besichtigt sie dieses, zusammen mit zwei Freunden.
Ihre verstorbene Großmutter hatte sich vor allem mit okkulten Dingen befaßt.
Ein weiteres Erbe ist das alte Buch, in dem sich die Geschichte Rico's befindet, quasi eine Art Familienchronik.
Dieser schaffte es einen mächtigen Vampir zu vernichten, trat aber ungewollt in dessen Fußstapfen. Bis jetzt war es ihm gelungen der Vernichtung zu entgehen. Das, was sie im Keller findet ist das Skelett einer großen Fledermaus, das einzige, das von Rico übrig geblieben war.
Während ihre Freunde das alles nur irgendwie albern finden, lieber in die angesagte Disco gehen würde, ist Rebecca von allem fasziniert, sie unternimmt den Versuch Rico wieder ins Leben zurück zu holen, was ihr auch wirklich gelingt...

Die Charaktere wirken bisweilen ein wenig farblos und "stereotyp" und aus der Geschichte hätte man sicher noch mehr machen können.
Die Story selber ist relativ simpel, aber dennoch recht gut durchdacht und die eingestreuten Gags sowie die Art der Ausführung könnte eine Geschichte aus der "World of Darkness" darstellen. Dekadenz und Action, untermalt mit passender Musik und guter Schnittechnik machen aus einem einfachen Konzept etwas Kurzweiliges, das man nicht unbedingt so rasch vergißt.
Die Kostüme sind gut gewählt, lediglich was die Schauspieler betrifft, hätten ein paar ausgetauscht gehört, denn nicht jeder bringt seine Rolle so rüber, wie er es hätte tun können.
 

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Angriff der Weltraumvampire (Teenage Space Vampires) 
Abenteuer  Kanada, Rumänien, USA, 1998, Farbe, 90 min
Martin Wood 
Cris Andrei
Jack Lenz
Martin Wood, Alon Kaplan
Robin Dunne,  Mak Fyfe, James Kee
-
In Knollwood, Californien geschehen sehr seltsame Dinge. Billy, Horrorfan, sieht ein Flugobjekt, erzählt aber nur seinem Freund Kevin davon.
Kurz darauf entdeckt er in einem Vorort beim Zeitungsaustragen, daß dort osteuropäische Einwanderer leben und in ihrem Garten eine seltsame Skulptur steht. Billy ist klar, daß es sich dabei ums UFO handeln muß, das er kurz vorher gesehen hat.
Es dauert nicht lange und einige der Stadtbewohner fangen an seltsame Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Ein SETI-Team erscheint, welches auf eine alte Mine stößt. Um diese Mine gibt es eine Legende von einem seltsamen Stein und ein dazugehöriges Unglück. Die Geister einst verstorbener Bermänner sollen sich im Bergschacht befinden.
Und so kommt es, wie es kommen muß, außerirdische  Vampire wollen die Erde übernehmen. Doch Billy spielt da nicht mit. Zusammen mit Hank, einem Mitarbeiter aus dem SETI Team, machen sie sich an die Arbeit die Weltherrschaftspläne der Vampire zu unterwandern.

Von der Geschichte her könnte dieser Film aus den 60ern/70ern stammen - böse Außerirdische, die die Erde übernehmen wollen und noch dazu Vampire sind. Eine herrlich durchschnittliche Familie, die durchschnittlichen Dingen nachgeht und ein durchschnittliches Leben führt....
Was als witzige Idee durchgeht ist der Junge, der ein Horrorfan ist, und das Team der SETI, was nicht oft vorkommt. Genauso wie "I was a Teenage Werewolf" oder ähnliche Machwerke wurde dieser Film wohl nur produziert um in der Welle der Teenie-Horror-Filme mitzuschwimmen. Weder die Musik, noch die Geschichte selber oder die Schauspieler sind von bleibendem "Wert", sprich bleibender Erinnerung. Einmal ansehen ist durchaus drin, aber ein zweites Mal muß nicht unbedingt sein.


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Baron of Darkness  
Erotik  Ungarn, 1998, Farbe, 85 min
Max Bellocchio
-
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Max Bellocchio
Madalina Ray, Zenza Raggi, Ron Jeremy
18
Eine junge Frau rennt, scheinbar ziellos, durch den Park. Einst war sie eine Schönheit, viel ist davon ja nicht übrig geblieben. Das Einzige, das sie immer wieder ruft ist ein Name: Pierre!
Sie ist in ihrer Vergangenheit versunken.
1640 - Jean-Pierre, ein junger Baron, wächst völlig unbeschwert auf mit allem, was dazu gehört, auch mit Frauen. Eines Tages findet er die große Liebe. Bald schon will sie ihn zu einem Blutsauger machen, doch ihre Liebe verhindert es schließlich, der grausame Fürst von der Holen vollendet schließlich ihr Werk.
Mehr als 400 Jahre später begegnet er der Modedesignerin Catherine, die gerade in einer Trennungsphase steckt. Mit ihr will er die Liebe wieder auferstehen lassen.

Der Film wurde mit großem Aufwand gedreht, hat auch einen Preis bekommen. Doch auch, wenn man versucht hat zeitlich Kostüme und ähnliches korrekt zu wählen, so wurden dennoch manche Faux-Pas begangen. (zB die Stöckelschuhe, die im 17. Jahrhundert nicht existierten und schon gar nicht solche für Frauen - schade).
Doch das eigentlich Unangenehme ist der Ton. Ist dies zwar einer der wenigen Sex-Filme, die tatsächlich so etwas wie eine Handlung aufweisen, so ist der Tonfall und die Tonstärke so grauenhaft gewählt, daß manche Textstellen nicht verstanden werden. (Bei Videos kennt man das ja, wenn oft genug einzelne Stellen gespielt wurden, aber bei DVD's?) Gleiches gilt auch an manchen Stellen für die Musik, die eigentlich kaum verständlich ist. Sicher, die meisten werden sich den Film wohl eher wegen einzelner Szenen zulegen, doch damit auch einfahren, denn die Sexszenen sind - im Gegensatz zu anderen Erotikproduktionen hier doch relativ spärlich eingesetzt. Eigentlich ist es auf diese Weise gesehen nichts Halbes und nichts Ganzes, schwingt irgendwo dazwischen. Dafür hat man aber die Riege der Erotikdarsteller genommen.
Ansonsten aber ist es eine doch recht gelungene Adaption des Vampirthemas (mal ehrlich, Vampire und Sex wird doch in vielen Filmen immer wieder angedeutet, hier wird es eben auch dargestellt).
 

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Beiß mich, Liebling
Soft-Erotik BRD, 1970, Farbe, 85 min
Helmut Förnbacher
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Charly Nissen
Martin Roda Becher/Helmut Förnbacher/W. H. Riedl
Eva Renzi, Patrick Jordan, Amadeus August
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Engelmann, seines Zeichens Briefträger, fällt einem Kinderstreich zum Opfer und bricht sich das Bein. Nun muß Peter für ihn einspringen, ein junger Mann, der bald die Damenwelt erobert. Doch wegen ihm bleibt die Praxis des Sexualtherapeuthen nun leer, was diesen veranlaßt ihn aus dem Weg zu räumen, wenigstens würde er das gerne.
Sabrina, die Nichte des Försters, schafft es, ihn zu ehelichen und erzählt ihm auch von ihrem Familiengeheimnis, denn einer ihrer Vorfahren war ein Karpatenvampir. Bald schon steht auch besagter Vampir vor der Wohnung und nährt sich von Peters Blut. Sabrina erkennt schließlich, was geschehen ist und macht gemeinsam mit dem Pfarrer Jagd auf den Vampir.

Dieser Streifen ist mit Abstand einer der schlechtesten Vampirfilme. Eigentlich ist der Vampir nur "Deckung" um einen feucht-fröhlichen Streifen im Stil der 70er Jahre zu drehen, worin auch so mancher, heute ehrbar gewordene deutsche Schauspieler ein Stelldichein hat. Die "Gags" sind allseits bekannt und überhaupt kann man seine Zeit mit Besserem vergeuden als mit diesem Film und grundelt im Niveau der "Lederhosenfilme" herum, die damals ja so gerne als Soft-Erotik gedreht wurden.
Das einzig Gute daran mag vielleicht noch die Musik sein, die in angenehmem Dahinplätschern die Zeit etwas vertreibt und bisweilen fast als Schlaflied gelten mag.
Empfohlen sei er nur denen, die Freude daran  haben heute sittsam gewordene Schauspieler von einer Peinlichkeit in die nächste schlüpfen zu sehen.
 

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Besucher aus dem Jenseits - sie kommen bei Nacht 
Abenteuer USA, 1997, Farbe, 125 min
Peter Werner 
Michael R. Joyce, Scott Whit
Don Davis
J. B. White
Adrian Pasdar, Greg Wise, Teri Polo
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LA wird von einem Serienkiller heimgesucht. Der "Mitternachts-Ripper", so haben ihn die Medien benannt - und keiner hat auch nur eine Ahnung, um wen es sich dabei handelt.
Im selben Zeitraum werden Grace Dawkins und ihr Arbeitskollege von einem wilden Wolf angegriffen. Das Tier kann fliehen, Grace ist verletzt und ihr Kollege tot. Der Cop Coyle kann allerdings nicht so recht an einen Wolfsangriff glauben, sind die Wunden doch zu schwer für ein einzelnes Exemplar der Gattung.
Parallel dazu wird im ewigen Eis des Nordpols eine Gestalt ausgegraben und nach LA verschifft. Hier soll das Monster als neueste Attraktion in Grimes Nachtclub ausgestellt werden, doch diese erwacht zu neuem Leben und will so gar nicht dabei mitspielen.
Grace erleidet eine neuerliche Wolfsattacke, doch diesmal ist Cyole davor. Langsam scheint sich die Vermutung, daß es sich um einen Werwolf handeln könnte, doch zu bestätigen - geht man nach der Anthropologie Professorin Shauna Kendall.
Crace stellt seltsame Veränderungen an sich fest, Veränderungen, die den Legenden durchaus entsprechen könnten.
Und Grimes stellt sich als Vampir heraus, der auch den Werwölfen befiehlt, doch wer soll dem Cop Glauben schenken? Hat man das Monster doch inzwischen gestellt und als Täter festgehalten....

Gedreht als Hommage an die alten Monsterfilme, als TV-Zweiteiler 1997 realisiert.
Die Horrorelemente sind kindgerecht adaptiert, es wird eher auf Stimmung gearbeitet. Entsprechende Effekte und verschiedene Kameraeinstellungen unterstreichen eine leicht düstere Stimmung. Die Musik wirkt nicht unbedingt billig, aber sie paßt gut zum Gesamtkonzept.
Wirkt der Film leicht altmodisch so ist es durchaus verständlich, wenn man ihn als "Verbeugung vor dem Gestern" sehen möchte. Die Masken und Kostüme hätten durchwegs besser sein können, dafür ist man hier aber auch vor zu viel Computertechnik verschont. Die Darsteller jedoch behält man nicht unbedingt lange im Kopf, sie zählen eher zu den Dutzendschauspielern. Auch die Logik bleibt bisweilen auf der Strecke. Aber was soll's, für ein paar Stunden am Nachmittag ist es ein ganz netter Zeitvertreib, zu mehr reicht der Streifen aber auch nicht.
 

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Beverly Hills Vamp  
Action/Softerotik USA, 1988, Farbe, 86 min
Fred Olen Ray
Grant Austin Waldman
Chuck Cirino
Ernest D. Farino
Eddie Deezen, Britt Ekland, Tim Conway Jr.
-
Sie sind jung, aus der Provinz und wollen unbedingt ins Filmgeschäft. Tatsächlich kommen sie an einen Produzenten, der ihr Drehbuch verfilmen möchte, natürlich gehört das gefeiert - in einem eindeutigen Etablissement. Kyle bekommt Skrupel, wartet doch seine Freundin auf ihn, also verabschiedet er sich.
Seine beiden Freunde sind ab nächsten Morgen nicht mehr aufzutreiben. Doch Brock, einer der zwei, kommt dann doch wieder, allerdings ist er wirklich stark verändert.
Kyle braucht aber doch eine gewisse Zeit, um herauszufinden, was mit Brock geschehen ist. Langsam fängt er an auch zu glauben, was er sieht. Mit Unterstützung macht er sich schließlich auf  die Blutsauger zu vernichten. Überzogene Gags, eine sehr teeniehafte Handlung im pubertären Spielfeld angelegt dient dieser Film eher dazu nackte Tatsachen zu zeigen. Die Dialoge tun eigentlich nur noch weh. Viel Köpfchen hat man nicht gerade in den Film investiert.  Anstatt gewollt lustig ist der Film eher öde gehalten. Nichts, dessen man sich lange nach dem Ansehen noch erinnert. Hätte man sich gleich entschieden, einen "normalen" Teenie-Film zu drehen, so wäre vielleicht sogar was aus dem Drehbuch geworden, so jedoch grundelt er ziemlich tief unten am Boden der Niveaulosigkeit. Nicht einmal der Humor ist bissig und schwarz genug, um dieses Niveau wieder zu heben. 
 

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Der Biß der Schlangenfrau (The Lair of the White Worm)
Thriller UK 1988, Farbe, 94 min
Ken Russell
Ken Russell
Stanislas Syrewicz
Ken Russell
Amanda Donohoe, Hugh Grant, Catherine Oxenberg
-
Der Archäologiestudent Angus Flint entdeckt bei Ausgrabungen neben ein paar römischen Münzen den Schädel eines Sauriers - so wirkt es wenigstens.
Am Abend geht es mit den Trenton-Schwestern zum Gutshof von Lord D'Amptom. Eine Party wird gefeiert. Der Lord freundet sich rasch mit dem Trio an. Sie beschließen gemeinsam das Verschwinden des Trenton-Paares zu klären, von denen seit mehr als einem Jahr keiner mehr was gehört hat.
Gleichzeitig schlägt die seltsame Lady Sylvia Marsch auf, bald schon stellt sich heraus, daß sie eine Hohepriesterin des heidnischen Schlangenkultes ist. Mit ihren übernatürlichen Kräften fällt ihr nicht nur ein junger Pfadfinder in die Hände, sondern auch der Constable wird zu ihrem willenlosen Diener. Eve Trenton wird von ihr entführt, sie benötigt die Jungfrau als Opfer. Lord D'Ampton, Nachkomme eines legendären Drachentöters, nimmt den Kampf gegen sie auf.

Aus der originalen Geschichte von Bram Stoker hat man hier etwas wirklich Feines gezaubert. Beim ersten Ansehen ist er vielleicht ein wenig verwirrend, dennoch ist alles gut aufeinander abgestimmt und zu allem kommen die Traumsequenzen, die seltsam scheinen, aber vieles erklären, wenn man genauer hinsieht. Diese wirken ein wenig surreal, geben dem Film aber das, was er braucht - Irrealität.
Die Darsteller sind durchwegs mit Freude an der Sache, die Musik ist gut abgestimmt und die Dialoge hätten zwar etwas besser gestaltet sein können, jedoch ist das ein kleines Manko, über das man durchaus hinwegsehen kann.
Die meisten Filme, die auf recht kurzen Geschichten beruhen, flachen ab, bei vielen könnte man mehr herausholen. Bei dieser Verfilmung ist es wirklich gelungen mehr zu machen, als das Original bietet. Es sind einige originelle Ideen eingeflossen und eine Vampirgestalt, die man so nur bedingt erwartet.
Die Vampirin ist recht gut gespielt, aber im Gegensatz zu vielen anderen Vampirfilmen lebt der Film nicht nur von diesem Charakter, sondern vom Zusammenspiel aller anwesenden Charaktere.
 

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Blade 
Action    USA 1998, Farbe, 120 min
Stephen Norrington
Peter Frankfurt, Wesley Snipes, Robert Engelman
Mark Isham
David S. Goyer
Wesley Snipes, Stephen Dorff , Kris Kristofferson
-
Blade  ist Vampirjäger und ein Mischling, halb Mensch, halb Vampir.
Doch mit seinem Willen und Unterstützung kann er die Schwächen seiner vampirischen Seite so weit im Griff halten um unter den Blutsaugern der Stadt so richtig aufzuräumen. Der Rebell Deacon Frost, Vampir, übersetzt eine Vampirbibel, will er doch den Blutgott La Magra beschwören. Durch die darauf folgende Apokalypse hofft er zum Herrscher über alle aufzusteigen.
Das einzige, das er noch braucht ist das Blut eines Daywalkers a la Blade.
Dieser kann natürlich nicht zulassen, daß er die Beschwörung auch erfolgreich durchzieht.

Nach einer Comic-Vorlage, gedreht, ist es praktisch ein reiner Action-Streifen.
Die Story selber ist zwar logisch, aber unausgereift, ohne Action und Kampfszenen wäre der Film nur die Hälfte. Viel Liebe steckt nicht gerade drinnen, dafür aber umso mehr Geld. Blade ist vielleicht zu sehen als Beginn einer unguten Entwicklung in den amerikanischen Studios - viel Action und Computeranimationen, pompöse Musik, aber fehlende Story und Lieblosigkeit. Wenngleich man ihm zugute halten muß, daß die Actionszenen recht gut gemacht sind.
Und über allem steht der Charakter Blade. Viel Spielraum für die anderen Charaktere bleibt nicht, man merkt, daß die Schauspieler weit unter ihrem eigenen Talent agieren. Und das ist wirklich schade. Hätten die anderen Charaktere mehr Spielraum, wäre vielleicht der Film auch etwas besser geworden.
 

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Blood Hunter  
Action    USA 1995, Farbe, 79 min
Rick Jacobson
Ashok Amritraj
Terry Plumeri
William C. Martell
Don "The Dragon" Wilson, Melanie Smith, Nicholas Guest
18
Die letzten Vampire der Erde warten auf die nächste Sonnenfinsternis, denn nur während dieser können sie Nachwuchs schaffen.
Das jedoch kann Jack Cutter, Vampirjäger aus Familientradition nicht zulassen. Mit der Schrotflinte ist er hinter den letzten Überlebenden her.

Im Grunde ist das nichts anderes als ein Action-Streifen. Wem's genügt, der möge glücklich werden damit, aber von einem Vampirfilm erwartet man sich doch ein bißchen was anderes. Die Vampire wären ganz leicht austauschbar gegen Diebe, Kriminelle oder alternativ noch gegen Cops.
Cutter sieht man prinzipiell nur in Kämpfen oder mit bösem Gesicht und einer Schrotflinte in der Hand, als wäre das seine eigene Bibel. Die Vampire sind auch nicht gerade das, was man als elegant oder charmant bezeichnet, sie wirken eher wie Überbleibsel einer Mafiaorganisation der 20er Jahre.
Die Kameraführung könnte wesentlich besser sein und auch die Story könnte etwas mehr Logik vertragen. Auch, wenn logisch erklärt wird, wie er zum Vampirjäger wird, so ist es doch eine Ironie, daß er gerade mit einer Schrotflinte auf die Jagd geht. Nicht nur der Jäger zeigt kaum Profil, auch dessen Gegner wirken blaß und leblos, da helfen alle Kampfszenen nichts. Viel bleibt ja nicht hängen, lediglich ein schaler Nachgeschmack und der Gedanke, nächstes Mal gleich zu einem Action-Film zu greifen, wo die Charaktere oftmals mehr Profil haben.
 

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Bloody Marie (Innocent Blood)  
Action/Thriller USA 1992, Farbe, 108 min
John Landis
Lee Rich, Leslie Belzberg
Ira Newborn
Michael Wolk
Anne Parillaud, Robert Loggia, Anthony LaPaglia
18
Marie ist schon so lange Vampir, sie lebt eigentlich nur noch fürs "Essen", wobei sei italienische Küche bevorzugt und Sex. Allerdings war das in letzter Zeit ziemlich mager, denn ihre Grundsätze stehen ihr einfach im Weg. Als sich ein Mafiakrieg anbahnt sieht sie wieder ihre Zeit gekommen. Bei einem Mafiosi passiert ihr das Mißgeschick, daß sie nicht zu Ende bringt, was sie angefangen hat. Dadurch wandelt dieser sich ebenfalls zum Vampir.
Dummerweise verliebt sich Marie in Joe, einen getarnten Cop. Gemeinsam gehen sie gegen den Vampirmafiosi vor. Zum "Showdown" kommt es in einem Stripclub, wo sie ihn aufstöbern.

Hat John Landis mit "American Werwolve" einen großen Coup gelandet und  das Werwolfsgenre praktisch "modernisiert". So ist "Bloody Marie" eher Durchschnitt, wenn auch mit interessanten Ansätzen. Im Gegensatz zu seinem Meisterwerk, das bis heute unvergessen ist, wird dieser Vampirstreifen das wohl nicht so weit bringen. Dafürgehalten werden muß allerdings auch, daß der Film herauskam im Zuge von Streifen wie "Interview mit einem Vampir" oder "Bram Stokers Dracula".
Witz und Amusement kommen hier nicht zu kurz, bissiger schwarzer Humor läuft unterschwellig mit. Einzelne gelungene Szenen machen den Film durchaus sehenswert, aber als Gesamtwerk erwartet man sich einfach mehr, als man schließlich serviert bekommt.
Die Musik ist durchaus passend gewählt, unterstützt harmonisch das Geschehen und hilft zu einem besseren Gesamteindruck, während man sich von den Charakteren vielleicht ein wenig mehr Lebendigkeit erwartet, sieht man mal von den Hauptcharakteren ab.
 

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Blut für Dracula (Dracula - Prince of Darkness)
Horror   GB 1965, Farbe, 86 min
Terence Fisher
-
James Bernard
John Sansom
Christopher Lee, Barbara Shelley, Andrew Keir
12
Charles und Alan Kent sind mit ihren Frauen Diana und Hellen auf Urlaub. Von einem abergläubischen Kutscher werden sie mitten im Wald ausgesetzt und sind heilfroh, als sie eine Kutsche mit Pferden, aber ohne Kutscher finden. Ein seltsamer Bursche empfängt sie, hat bereits Essen gerichtet.
In der Nacht, die sie in Gästezimmern verbringen, wird Alan in die Gruftgewölbe gelockt. Der Diener ermordet ihn. Durch das frische Blut erwacht Dracula wieder, sein erstes Opfer ist Helen.
Charles und Diana flüchten in ein Kloster. Deren Abt stellt sich ihm entgegen und versucht sich als "Van Helsings" Nachfolger.

Im Gegensatz zum Vorgänger fiel dieser Film gewalttätiger aus, spielt 10 Jahre nach dem ersten Teil. Die Texte, die der Hammer-Dracula haben sollte sind ja nicht immer die besten. Was ein Wunder, daß er hier nicht einmal ein paar Worte hat, dafür spielt er mit seiner Präsenz, seine Gestik, Mimik und sein Blick, werden jedem Vampirfan unvergessen sein. In diesem Film wirkt er ausgereifter, hat mehr Persönlichkeit als im Originalfilm. Es ist verständlich, daß Lee nicht unbedingt jeden Schwachsinn sprechen wollte und sich bei einem Film sogar weigerte den Text zu sprechen, den man ihm aufdrücken wollte.
Wieder sind Blut und Gewalt zu sehen, nackte Haut, soweit es für die 60er dem normalen Publikum "zumutbar" schien, aber auch an der erotischen Komponente wird nicht gespart.
Musik und Stimmung sind passend aufeinander abgestimmt, die Kulissen gewohnt "altmodisch" gehalten aber gut gewählt für die Zeit, in der dieser Film spielt. Dieser Film ist sicher nicht der beste aus dem Hause Hammer, aber bis heute ganz sicher unvergessen.
 

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Bordello of Blood 
Action/Erotik  USA, 1989, Farbe, 86 min
Gilbert Adler
Gilbert Adler
Chris Boardman
Bob Gale/Robert Zemeckis/Al Katz/Gilbert Adler
Dennis Miller, Erika Eleniak, Angie Everhart
18
Madame Lilith und ihre Damen haben am Rande der Stadt ein wirklich exquisites Bordell. Sie bieten Besonderes, nehmen aber nicht nur Geld, sondern auch das Blut ihrer Kunden.
Der Detektiv Rafe ist bereits den Damen auf der Spur. Bald schon muß er nicht nur gegen sie vorgehen, sondern auch gegen den Fernsehprediger Jimmy Durrent, welcher das Publikum so gut wie kein zweiter ausnimmt.
Moderiert wird diese Story vom allseits geliebten Creeptkeeper in absolut unvergleichlicher Manier.

"Geschichten aus der Gruft" sind ein lieb gewordener Serienfun, der es schließlich auf Filmformat geschafft hat. Natürlich ist es so, daß der Creeptkeeper ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Serie ist und genauso läuft es auch bei diesem Film. Ganz im Stil der Serie ist dieser Film boshaft, witzig und amüsant - und die "Damen der Nacht" spielen ihre Rollen wirklich mit Biß. Aber auch die anderen Charaktere wirken durchwegs lebendig, energiegeladen und vor allem der schmierige Durrent bleibt einem noch lange im Gedächtnis.
Blut und Splatter sind hier nicht zu finden, dafür aber Action und schwarzer Sinn für Humor untermalt von Erotik in gewollter sowie ungewollter Variante. Die Musik ist gut gewählt, ganz im Sinne der Serie, unterstützt, aber übertreibt nicht so maßlos, wie es in anderen Filmen der Fall ist.
Alles in allem ein netter Film für den frühen Abend, wenn man müde von der Arbeit nach Hause kommt, zum Relaxen und Entspannen.
 

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Bram Stoker's Dracula 
Romantik    USA 1992, Farbe, 123 min
Francis Ford Coppola
-
Wojciech Kilar
James V. Hart
Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins
18
15. Jahrhundert, Dracula ist unterwegs in der Schlacht, seine Frau bringt sich um, weil man ihr eine falsche Nachricht zukommen ließ. Daraufhin schwört er Rache.
500 Jahre später findet er eine Spur seiner Geliebten. Diese ist wiedergeboren in der Verlobten seines Immobilienmaklers, Jonathan Harker. Nun hält ihn erst recht nichts mehr in seiner Heimat und er beschleunigt die Abfahrt.
In London sucht er nicht nur Lucy, Mina's beste Freundin auf, sondern auch sie. Eine zarte Romanze beginnt, Mina erinnert sich an mehr und mehr aus ihrem früheren Leben, erahnt ihre einstige Existenz. Zugleich kümmern sich Draculas Bräute um Jonathan, der den Klauen doch entkommt. Mina reist zu ihm, während versucht wird ihrer Freundin zu helfen, die Dracula praktisch ausblutet. Doch damit ist nicht genug, bald schon beginnt die Jagd nach Dracula, die in einem finalen Showdown in Rumänien endet.

Man merkt die Freude, die die Schauspieler während der Dreharbeiten hatten. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen wurde hier Wert auf die Schauspieler  und ihre Rollen und Kostüme gelegt, weniger auf die Effekte und das Drumherum.
Die Effekte sind weniger aus dem Computer, sondern noch aus der Anfangszeit der Filmemacherei. Die Kostüme, gestaltet von Aiko Ishioka, hat dieser, ob der unkonventionellen Art, sogar einen Oscar eingebracht. Jeder der Charaktere hat eine eigene Kleiderfarbe zugeteilt bekommen, sie hat versucht auf die Persönlichkeit der Rollen und deren Darsteller einzugehen.
Der Film wirkt in sich stimmig. Es wurde versucht den realen Dracula darzustellen, ihn als liebevollen Mann dargestellt, nicht als das Monster, das die Propaganda einst und heute so gerne dargestellt hat.
Nach Murnau's Werk liegt dieser Film am nächsten bei den Vorlagen, denn Dracula ist eine sehr sinnliche, blutig-erotische Liebesgeschichte, die einen mit den Charakteren so richtig verbunden fühlt. 
Unverkennbare, pompöse Musik und geniale Kostüme sind die letzten Bausteine für einen besonderen Film der Meisterklasse. Coppola bietet hier einen wahren Bilderrausch, brillante Schauspieler und damit ein wahres Meisterwerk.
 

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Brennen muß Salem  (Salem's Lot)
Horror  USA 1979, Farbe, 170 min
Tobe Hooper
Richard Kobritz
-
Paul Monash
David Soul, James Mason, Lance Kerwin
16
Autor Ben Mears kehrt nach langen Jahren wieder zurück nach Salem's Lot.
Nun will er über das Marsten-Haus schreiben, ein altes Spukhaus des Ortes, das bereits wieder vermietet wurde. Seit der Antiquitätenhändler Straker eingezogen ist, häufen sich die Todesfälle. Bald merkt Ben worum es sich eigentlich handelt und stellt sich einem wenig aussichtsreichen Kampf. Das Buch von Stephen King hat sehr gute Möglichkeiten, die man in einen Film einbauen hätte könnte, doch das wurde hier nicht getan. Was bei "Friedhof der Kuscheltiere" recht gut funktioniert hat, das ist hier mißlungen.
Blut und Splatter sind nicht zu finden, einige gute Szenen gibt es schon, was die Stimmung betrifft, aber dennoch sind sie irgendwie Mangelware. Einige Szenen, die man aus dem Buch hätte übertragen können, die für Atmosphäre gesorgt hätten, wurden praktisch übergangen.
(Aber irgendwie scheint das ein Problem für die meisten Stephen King Verfilmungen zu sein.)
Die Schauspieler wirken bisweilen überfordert. Das Make-up ist, gelinde gesagt, eher amüsant als unheimlich, das Einzige, das halbwegs passend ist, scheint die Musik zu sein. Selbst die Stimmung, die man sich doch irgendwie erwartet, ist nicht vorhanden. Freut man sich bei vielen Filmen auf die "Directors Cut" Version, so ist hier schon die normale Länge zu viel und man hofft auf ein baldiges Ende, denn einschlafen möchte man doch eigentlich eher im eigenen Bett und nicht unbedingt auf der Couch vor dem Fernseher.
Alles in allem ist das nicht unbedingt ein Film, den man sich ein zweites Mal ansehen wird.
 

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Children of the night  
Thriller  USA, 1992, Farbe, 86 min
Tony Randel
Christopher Webster
Daniel Licht
Nicolas Falacci
Karen Black, Peter DeLuise, Ami Dolenz
18
Mark Gardner ist sehr überrascht, als ihm Father Frank Aldin Beweise liefert für eine Geschichte, die er ihm gerade erzählt hat: Zwei Vampire, seine Nichte Cindy und deren Mutter Karen.
Er bittet Gardner nach Allburg zu fahren und nach dem Rechten zu sehen, denn von dort stammen die beiden.
Cindy und Lucy hatten beim Schwimmen in einer überfluteten Krypta versehentlich den Vampirlord Czakyr geweckt, dieser war einst getarnt als Priester nach Allburg gekommen, in der Kirche hatte er sich selbst gerichtet, als man erkannte, was er wirklich war.
Zwischenzeitlich besteht fast die ganze Stadt aus Vampiren. Gerade noch kann er Cindy aus der Hand der Großmutter retten. Beide werden gefangen genommen und von einem Trinker gerettet, in einem ganz besonderen Van. Gemeinsam wollen sie den Vampiren den Garaus machen, dann würden die Vampirisierten wieder zu Menschen werden. Der Van wird umgerüstet und man macht sich auf den Weg zum Ursprung der Katastrophe.

Ein Film von Fans für Fans, mitproduziert von Fangoria.
Man hat hier einige interessante Ideen eingeflochten, ungewöhnliche Ansätze gefunden, aber man hätte mehr draus machen können. Die Schauspieler sind nicht gerade die besten, wenngleich sie sich doch bemühen.
Die Stimmung kommt recht gut rüber, die Atmosphäre wirkt an den richtigen Stellen ent- oder angespannt.  Was eher stört ist, daß einige wirklich gute Ideen kaum weiter gesponnen werden und man als Zuseher sich praktisch manches aus den eigenen Fingern saugen muß. zB die Art, wie die Vampire dargestellt werden ist nicht gerade "normal" für einen Film.
Bisweilen gibt es Anleihen an manche Filme aus anderen Genres wie dem Splatter- oder Zombiefilm, wo ja auch nicht immer alles bis ins kleinste Detail erklärt wird.
Passend wäre der Film vor allem dann zu sehen, wenn man mal neue Aspekte des Vampirischen finden möchte.
 

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Corman's Dracula (Dracula Rising)  
Abenteuer USA 1992, Farbe, 78 min
Fred Gallo
-
Ed Tomney
Rodman Flender, Daniella Purcell
Christopher Atkins, Stacey Travis, Dong Wert 
16
Sie soll in einem osteuropäischen Kloster ein paar Gemälde zu restaurieren. Dort trifft sie auf Alec und den geheimnisvollen Vlad, den sie auf einer Vernissage kennen gelernt hatte. Während Alec die junge Frau bluten lassen möchte, so will Vlad dies verhindern.
Alec jagt sie durch die Katakomben. Vlad jedoch will verhindern, daß ihr ein Leid geschieht, war sie doch vor mehreren Jahrhunderten die Frau, die er liebte, was ihm als Mönch aber nicht zugestanden wurde. Schließlich kommt es zu einem Duell zwischen den Vampiren um das Herz und das Leben der jungen Frau.

Beinahe zeitgleich mit Bram Stoker's Dracula fertig geworden, ist es kein Wunder, daß es dieser nicht in die Kinos geschafft hat. Im Gegensatz zum anderen, fehlt hier eindeutig die Liebe zum Film. Billig gemacht, kaum recherchiert und einfach nur einen Namen als Aufhänger genommen, ist es kein Wunder, wenn man diesen Film relativ rasch wieder vergißt. Spannung und Action fehlen hier ebenso wie auch Blut oder Splatter.
Der einzige, der ein wenig Profil an den Tag legt ist Alec, ihm nimmt man seinen Part durchaus ab, was bei den anderen Darstellern nur bedingt der Fall ist. Vlad, eigentlich lieb und harmlos, gepeinigt von seiner Existenz, ist mit sich selber nicht so ganz im Reinen und so ambivalent, wie er sich darstellt, kann man zu ihm keinen wirklichen Bezug aufbauen.
Stimmung und Atmosphäre sind distanziert gehalten, man wähnt sich eher wie in einer Art Theaterstück. Und die Frau, um die es geht, ist nicht viel mehr als ein hübsches Gesicht, das einem auch nicht lange im Gedächtnis bleibt. Sie wirkt eher wie ein Teenager, der seine Reife noch nicht gefunden hat und deswegen auf der Suche ist, wonach? Das weiß sie wahrscheinlich selber nicht. Allerdings liegt das weniger an der Schauspielerin, als vielmehr an der Figur.
Leider hat man den Schauspielern nicht viele Möglichkeiten gegeben um ihre Charaktere lebendig gestalten zu können.
 

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Cronos 
Thriller    Mexiko,1993, Farbe, 94 min
Guillermo Del Toro
-
Javier Álvarez
Guillermo Del Toro
Federico Luppi, Ron Perlman, Claudio Brook
18
Die Zeit der Verfolgungen. Unter den Flüchtigen ist auch ein Alchimist, der nach Amerika auswandert.
In Mexiko entwickelt er einen Apparat, Cronos, der ihm ewiges Leben beschert.
400 Jahre danach findet er endlich Frieden, unter den Trümmern eines einstürzenden Hauses wird sein Leib gefunden. Doch der Cronos ist verschwunden.
Im hohlen Sockel einer Marienstatue findet der Antiquitätenhändler Jesus Gris einen faustgroßen, metallenen Gegenstand, dieser ist wie ein Scarabäus geformt. Er löst einen Mechanismus aus und ein Stachel des Käfers injiziert ihm ein seltsames Sekret - das Cronos. Er ist erst erschrocken, doch bald beginnt er sich jünger und stärker zu fühlen. Immer öfter setzt er ihn an, doch ein Segen kann bisweilen auch zum Fluch werden, das merkt er bald schon. Außerdem fühlt er als eine Veränderung an sich, Blutdurst.
Der todkranke de la Guardia ist ebenfalls hinter dem Cronos her, will er doch ein längeres Leben. Als er den Apparat nicht bekommt, wendet er Gewalt an, durch die Gris stirbt. Doch vor der Einäscherung erwacht dieser. Er ist tot und das weiß er. Der einzige, der ihm helfen kann ist de la Guardia. Die Antwort ist, er braucht menschliches Blut. Im folgenden Kampf stürzt de la Guardia. Sein Neffe sieht eine willkommene Gelegenheit den Onkel zu beerben und bricht ihm das Genick. Doch der Zeuge, Gris, muß natürlich auch verschwinden - was aber nicht so ganz einfach ist. Im folgenden Kampf stirbt der Neffe.
Gris will nicht ewig leben und so zertrümmert er den Cronos, was seinen Tod zur Folge hat.

Ein überraschend guter Film. Mit billigen Mitteln und Effekten sowie wenig Geld versehen, wurde etwas besonderes daraus, dem man das wenige Budget kaum anmerkt.
Blutige Szenen sucht man hier vergebens, ebenso wie kaum Action zu finden ist. Atmosphärisch und mit passender Musik unterlegt ist er nicht nur originell von der Geschichte her, sondern bringt auch etwas frischen Wind ins Vampirgenre.
Der ganze Film ist von einer ungewohnt mächtigen Melancholie durchzogen, düster, morbide bisweilen und man leidet mit Gris mit. Die Schauspieler spielen mit Freude und Engangement,  das merkt man auch.
Gris ist zwar Vampir, aber nicht glücklich darüber. Gut, das gibt es mehr als genug, doch in diesem Film wird das alles ein wenig anders - vielfach besser dargestellt. Und die bissigen, schwarzen Szenen tun ein übriges dazu den Film zu einem Vergnügen zu machen, dem man sich gerne mehr als einmal aussetzt.
 

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Dark Prince - the true story of Dracula 
Historien/Biographie   USA 2000, Farbe, 88 min
Joe Chappelle
Butch Kaplan
Frankie Blue
Tom Baum
Rudolf Martin, Peter Weller, Roger Daltrey
16
Sein Vater wurde verraten und lebendig begraben, er schmachtete jahrelang in türkischen Kerkern und sein Bruder Radu wurde zum Geliebten des Sultans. Nachdem man angenommen hatte ihn gebrochen zu haben, wurde er losgeschickt, zurück in die Heimat, doch jetzt hatte er die Möglichkeit für Rache und dafür sein Volk und seine Heimat zu befreien von Joch und Unterdrückung.
Tausende fallen seiner Brutalität und Grausamkeit zum Opfer, als Abschreckung stellt er die Gepfählten öffentlich aus. Pflichtvergessenheit zählen ebenso zu Gründen fürs Pfählen wie Betrug oder Diebstahl. Vor ihm sind alle gleich, wirklich alle!

Vlad Tepes, Held in seiner Heimat und im russischen Raum, Monster in Westeuropa. Die Propaganda hat gute Wirkung geleistet und dank Stoker wurde er nicht vergessen.
Was er getan hat, das tat er für sein Volk und für dieses ist er immer noch ein Volksheld. Außerdem war er auch nicht grausamer als andere Herrscher seiner Zeit und im Gegensatz zu den meisten anderen handelte er nicht aus reiner Willkür.
Mit Liebe gemacht, mit sehr guten Schauspielern versehen (die nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entsprechen und gerade deswegen glaubhafter wirken) und einer Bildgewalt unterworfen, die das 15. Jahrhundert lebendig werden lassen machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem.
Gewiß fehlen manche Fakten, von den politischen, gesellschaftlichen bis hin zu Personen wie Vlad's älterem Bruder, Mircea, der ja mit seinem Vater gemeinsam lebendig begraben wurde. Doch auch so ist seine Handlungsweise verständlich und daß er gar nicht anders reagieren konnte. Dieser Film kann durchaus auch als Hommage an Vlad Tepes verstanden werden und ist bisher die beste Verfilmung zu seinem Leben.
Was vielleicht nicht unbedingt reinpaßt ist der Schluß, obwohl auch dieser sich harmonisch einfügt und durchaus auch auf alten Schriften wieder zu finden ist. 
 

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Daughter of darkness
Thriller  USA, Ungarn, 1989, 90 min. 
Stuart Gordon
Andras Hamori
-
-
Anthony Perkins, Mia Sara
18
Cathy Stevens wird von furchtbaren Alpträumen verfolgt. Sie ist sich sicher, daß diese Träume mit ihrem Vater zu tun haben und so macht sie sich auf die Suche nach ihm nach Rumänien.
Während ihrer Nachforschungen wird ihr nicht nur gesagt, daß ihr Vater eigentlich verstorben sei, sie taucht in einen tiefen Sumpf ein, der ihr beinahe zum Verhängnis wird.
Und schließlich stellt sie fest, daß ihr Liebhaber ein Vampir ist. Der Schrecken sitzt tief, doch das was darauf folgt ist noch erschreckender für sie, als sie es sich je hätte träumen lassen.

Die Schauplätze zeigen ein Rumänien, wie es vor noch nicht so langer Zeit war.
Enge Straßen, Häuser, die der Renovierung bedürften und Menschen, denen die Angst im Nacken sitzt. Auf der Suche stößt Cathy immer wieder an Grenzen.
Dieses und die dazu passende Musik zeichnen ein erschreckendes Bild einer verarmten Gesellschaft.
Die Schauspieler wirken in ihren Rollen durchaus passabel, bisweilen steht aber eine eigenartige Distanz zwischen ihnen und dem Zuseher, was allerdings recht gut paßt und den Eindruck unterstreicht, den auch die Schauplätze schon vermitteln.  (Irgendwie fühlt man sich an die Verfilmung von 1984 erinnert, Stimmung und Atmosphäre wirken ähnlich distanziert und fremd, man fühlt sich leicht unwohl.)
Die Dialoge scheinen klar und deutlich, aber über allem steht eine ganz eigenartige Zweideutigkeit, die bisweilen mehr als nur durchschillert.
Der ganze Film steht unter dem Zeichen der Angst, die in Rumänien lange Zeit herrschte und vermittelt damit eine Welt, die nur die wenigsten von uns "Wohlstandsbürgern" wohl kennen gelernt haben. (Sicher hätte man auch das noch deutlicher darstellen können, aber an mehr als einer Stelle wirkt der Film beinahe wie Kritik am System, wenngleich der Regisseur das so vielleicht nicht unbedingt beabsichtigt hatte.
 

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Dinner with the vampire (A cena col vampiro)
Parodie   Italien, 1988, Farbe, 90 min
Lamberto Bava
Dania und Devon Film
Simon Boswell
Lamberto Bava
George Hilton, Patrizia Pellegrino, Riccardo Rossi
18
Sie sind jung, Schauspieler und haben ein Arbeitsangebot bekommen, bei DEM Horrorregisseur, Yalek. Was keiner weiß ist, daß es sich bei ihm um einen Vampir handelt. Der ist noch nicht im Hause, also zeigt man ihnen einen alten Film von ihm, der aber kurz vor dem Ende reißt. Schließlich trifft Yurek doch ein.
Er möchte endlich sterben, die Schauspieler sollen ihn töten, doch er warnt auch gleich vor seinem Selbsterhaltungstrieb. Wenn sie es nicht rechtzeitig schaffen, werden die Schauspieler getötet. Doch dummerweise funktionieren weder Kreuze noch Knoblauch und bald schon stehen sie vor einem praktisch unlösbaren Problem.

Die Idee ist durchaus originell zu nennen. Ganz ausgereift ist der Streifen nicht, es gibt Stellen, die man verbessern könnte, aber alles in allem ist es etwas besserer Durchschnitt und einer der originelleren Streifen von Mario Bava (kommt aber bei weitem nicht an "Die Stunde, wenn Dracula erwacht", heran.).
Atmosphäre und Stimmung sind leicht altertümlich gehalten, was aber paßt. Action ist kaum zu finden, aber die ist auch nicht notwendig, gespielt wird eher mit der Stimmung und Atmosphäre. Die Charaktere selber wirken leider ein wenig flach, hätten mehr Persönlichkeit durchaus vertragen, doch daran Schuld haben auch die Schauspieler, die sich etwas mehr ins Zeug hätten legen können. Bisweilen stellt sich eine Art Leichtigkeit ein, die hier unangebracht ist.
Dieser Film ist vorzugsweise als schwarze Parodie zu verstehen. Anspielungen auf verschiedenste Filme und Serien sind hier ebenso zu finden wie ein ausgesprochen schräger Sinn für Humor, was dem ganzen Film aber ausgesprochen gut tut.
 

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Dracula
Klassiker Horror USA, 1930, SW, 75 min
Tod Browning
-
Peter Tschaikowsky/Richard Wagner
Garret Fort
Bela Lugosi, David Manners, Helen Chandler
14
Renfield, Geschäftsman, kommt in ein weit abgelegenes transsylvanisches Dorf. Mit einer Kutsche möchte er über den Borgo-Paß zu Draculas Schloß. Die Dörfler sind entsetzt, doch er macht sich keinerlei Bedenken.
Die bald darauf auftauchende Kutsche geht in rasender Fahrt über die Bergstraßen. Als er um langsamere Fahrt bitten möchte, sieht er lediglich eine Fledermaus über der Kutsche schweben.
Wenig später steht die Kutsche vor dem Schloß. Renfield erhält Einlaß. Das Schloß ist alles andere als einladend, die Gestalt, die ihn erwartet, unheimlich. Renfield wird bewirtet, allerdings schläft er, durch das Betäubungsmittel, das im Wein war, ein.
Renfield versinkt durch das nachfolgende Geschehen in den Wahn, Dracula fährt nach England.
Dort ist er bald schon in der High Society. Die Familie Seward und ihr Anhang steht auf seiner Liste. Mina wird das erste Opfer, doch auch Lucy ist nicht völlig sicher vor ihm. Nur Van Helsing und Harker scheinen Schlimmeres verhindern zu können.

Nach einer Vorlage von Bram Stoker/Hamilton Deane/John L. Baderston, quasi als Adaption der Bühnenversion gedacht.
Als erster Vampirfilm mit Ton und durch die Präsenz von Bela Lugosi sollte er bis heute unvergessen sein, was vielen Filmen aus den 30ern ja nicht gerade beschieden war.
Vieles von dem, was im Buch steht, hat Browning ja passend für Bühne und Film verändert und adaptiert. Die Charaktere machen zum Teil das, was eigentlich anderen Charakteren des Buches passen würde.
Im Grunde stellt dieser Film ein Kammerstück dar. Allerdings gibt es etliches an guten Szenen, die das Buch anbietet, was Browning verschenkt hat, wobei allerdings auch nicht vergessen werden darf, daß damals die Zensur einfach stärker war als heutzutage und Amerika steckte damals in der Prohibition.
Der Film arbeitet vor allem mit Worten und passender Atmosphäre, senkt Dracula den Mund zum Biß, so sinkt ein Vorhang und verhüllt alles, vieles bleibt der Phantasie überlassen. Doch das, was den Film eigentlich unvergessen macht, ist der Mythos, der bald schon um Lugosi gewoben wurde. Ließ dieser sich doch schließlich in seinem Filmcape sogar beerdigen.
 

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Dracula (The Horror of Dracula)
Horror/Action   GB 1958, Farbe, 81 min
Terence Fisher
-
James Bernard
Jimmy Sangster
Peter Cushing, Michael Cough, Melissa Striebling
-
Jonathan Harker, Vampirforscher und sein Assistent Van Helsing besuchen das Schloß des Grafen Dracula. Sie wollen ihn in die Schranken verweisen.
Doch Dracula ist schlau, er schafft es Harkers Pläne zu vereiteln. Diesem  gelingt es die Braut des Vampirs zu erledingen, wofür jener  nach Rache sinnt.
Nach Harkers Tod übernimmt Van Helsing die Fäden. Er überbringt die Todesnachricht Harkers Verlorbter, Lucy. Doch auch hier kommt er zu spät, Dracula hat Lucy bereits besucht. Sie wird zum Vampir. Das nächste Opfer soll Mina sein, doch hier kann Van Helsing das Schlimmste noch verhindern.
Im Schloß kommt es schließlich zum finalen Kampf zwischen den beiden.

Nachdem er bereits als Frankensteins Monster gute Figur machte, übernahm Christopher Lee nun die Rolle des Blutsaugers, was ihm bis heute irgendwie geblieben ist. (Im Gegensatz zu anderen Schauspielern konnte er sich aber vom Vampirklischee doch mehr oder weniger gut loseisen.) Lee und Cushing, das Filmteam und beste Freunde, spielten hier in ihrem ersten Film um Dracula und Van Helsing.
Fisher schaffte es Dracula weitaus härter und erotischer darzustellen, als man bisher gesehen hatte. Es wurde weit mehr gezeigt, als bisher üblich, mehr Blut, mehr Zähne und mehr Deutlichkeit in der Darstellung und das alles in Farbe. Natürlich sorgte das für ziemlichen Aufruhr. Doch gegen die Proteste von Kirche und konservativen Kreisen liebte das Publikum die neue Darstellung, der Film wurde begeistert aufgenommen.
Und Christopher Lee hatte es geschafft, mit einem Mal war er berühmt geworden, etwas, wovon auch heute noch viele Leute träumen - über Nacht weltberühmt zu werden. Denkt man an Dracula, hat man meistens sein Gesicht vor Augen. Durch sein Aussehen und Auftreten konnte er den Grafen aber auch gut darstellen, woran vielleicht nicht ganz unschuldig seine adelige Hälfte war, da er zur Hälfte aus gräflicher Familie stammt.
Und auch sein Gegenspieler, Peter Cushing, hatte die Paraderolle seines Lebens gefunden. Durch die Freundschaft, die sie verband, konnten sie auch inniger spielen.
Ihre Darstellung prägte lange Zeit das, was das Publikum sich vorstellte.
Die Kulissen, passende Kostüme und die viktorianische Ausstattung zeugen von Sorgfalt und Detailarbeit. Die Musik als passende Untermalung bleibt einem im Gedächtnis haften und zog sich ja auch durch die meisten nachfolgenden Streifen.
Auch, wenn Lee sich für einen Karpatenadeligen etwas andere Gewandung vorgezogen hätte, so bleibt er doch in dieser Kleidung unvergessen (immerhin ist es ja nicht unbedingt so, daß ein solcher Adeliger tatsächlich einen Frack wie für die Oper normal und regulär trägt).
Lee selber, ein großer Fan des Romans, war auch mit der Schlußsequenz der gekreuzten Kerzenständer nicht ganz zufrieden, eine Idee von Cushing, aber auch das sollte sich auf spätere Literatur und Filme auswirken. (Nur gut, daß noch kein Regisseur auf die Idee kam den Vampir Furcht vor Fensterkreuzen oder ähnlichem anzudichten.)
 

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Dracula
Thriller/Romantik  USA 1979, Farbe, 110 min
John Badham
-
John Williams
W. D. Richter
Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence
-
Ein Schoner trifft praktisch in Einzelteilen bei Whitby ein. Der einzige Überlebende ist Graf Dracula. Umgehend bezieht er sein neues Heim, Carfax Abby. Rasche Aufnahme findet er auch bei der Familie Seward. Der Doktor kümmert sich zugleich um das örtliche Irrenhaus.
Mina van Helsing stirbt, dahingesiecht. Zur Beerdigung der Tochter reist auch Dr. Van Helsing an. Die beiden Ärzte hegen einen Verdacht, der sich rasch manifestiert, als Van Helsing seiner eigenen Tochter den Garaus machen muß.
Doch noch bevor sie Dracula vernichten können hat der sich bereits mit Lucy auf den Weg zurück in seine Heimat gemacht, was die Männer aber nicht davon abhält ihm nachzureisen und zu stellen. Mit einer hochgezogenen Seilwinde verendet Dracula im gerade aufgehenden Sonnenlicht.

Badham hat im Grunde eine völlig neue Version der alten Geschichte gemacht. Vieles ist anders als im Original. (Auch, wenn das bei einem Stoff wie "Dracula" ohnehin dutzende Male passierte.) Während Dracula sonst das böse Monster ist, handelt es sich hier um einen charismatischen, faszinierend erotischen Vampir, der eigentlich auf der Suche nach Gesellschaft (und wieder mal nach Liebe) ist. Er bemüht sich um eine, für damalige Verhältnisse, sehr starke Frau, der keinesfalls die Opferrolle alleine behagt und bald schon wird er zu ihrem Liebhaber.
Während die Stimmung und die Atmosphäre des Filmes durchgehend düster und bedrohlich gehalten wird, zeigen die Szenen, in denen er sich um Lucy bemüht, eine ganz andere Welt, ein ganz anderes Flair.
Die Musik untermalt die entsprechenden Szenen auf ganz eigene Art und Weise.
Dieser Film ist einer der genialsten Dracula-Versionen, wenn nicht die beste überhaupt (bitte nicht gleich steinigen *g*), was nicht zuletzt an Frank Langella liegt. Wie einst Lugosi stellte auch er lange Zeit Dracula auf der Theaterbühne dar und wanderte schließlich auch in die Kinosäle.
 

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Dracula 2000 
Action   USA, 2000, Farbe, 127 min
Patrick Lussier
-
Marco Beltrami
Joel Soisson und Patrick Lussier
Christopher Plummer, Jonny Lee Miller, Gerald Butler
-
Mehr als 100 Jahre liegt Dracula bereits hinter dicken Tresortüren in einer Antiquitätenhandlung in London. Einst war hier Carfax-Abbey und alles wird bewacht von Prof. Van Helsing. Er spritzt sich Draculas Blut, das er ihm immer wieder abzapft, denn einst hatte er geschworen so lange zu leben, bis Dracula tot ist.
Eines Nachts wird eingebrochen und der Sarg gestohlen. Man ist unterwegs nach New Orleans, wo van Helsings Tochter in einem Virgin Megastore Laden arbeitet.
Bald schon hat er genug Helfer, die Van Helsing das Leben schwer machen, der nachgereist ist. Dracula stöbert Mary auf, tötet ihren Vater. Doch die Vampirjagd ist noch nicht zu Ende.

Die Hintergrundgeschichte, die man hier auftischt ist ein recht origineller Ansatz und hat sogar einen gewissen Sinn - wenn man der christlichen Religion einen solchen Einfluß zubilligt. Butler ist auch nicht gerade ein Dracula, der einem lange im Kopf bleibt, obwohl er seine Sache gar nicht mal schlecht macht. Aber seine Art Rollen sind vielleicht in anderen Genres zu finden. Und auch die anderen Schauspieler wirken nur bedingt überzeugend, fast so, als hätten sie einfach nicht die Möglichkeit ihrer Rolle entsprechend Ausdruck zu verleihen.  Leider bleibt einem der Streifen nicht allzu lange im Kopf, obwohl man sich durchaus bemüht hat.
Die Stimmung wirkt düster, bisweilen aber gekünstelt.
Die Musik selber ist ungewohnt für einen Dracula-Film, sehr modern gehalten,  nicht so klassisch und stimmungsvoll. Modern wie auch der Film versucht rüberzukommen. Man hat wohl versucht neue Wege zu beschreiten, herausgekommen ist etwas, das wie ein Experiment wirkt, wenngleich einige Szenen durchaus zu überzeugen vermögen. Aber ein Film, bei denen nur einige wenige Szenen interessant genug sind,  da fehlt einfach was.
 

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Dracula braucht frisches Blut
Thriller GB, 1973, Farbe, 87 min
Alan Gibson
-
John Cacavas
Don Houghton
Christopher Lee, Peter Cushing, Barbara Yu-LIng
-
Dracula möchte sterben und um das zu erreichen will er die Menschheit auslöschen, mit neuen Pesterregern.
Mit Hilfe von ein paar hochrangigen Persönlichkeiten hat er sich ein Refugium als D.D. Denham geschaffen, feiert mit ihnen Blutrituale und benutzt sie für seine Zwecke. Van Helsing kommt ihnen auf die Spur, gerade noch rechtzeitig verhindert er das Chaos und das Ende der Menschheit.

Es gibt bei weitem schlimmere Vampirfilme, aber man merkt diesem Streifen an, daß weder großes Publikumsinteresse vorhanden war, noch die große Begeisterung von früher.
Die Idee ist nicht schlecht, wer will denn schon ewig leben? Aber dafür dann verhungern, anstatt sich einfach der Sonne auszusetzen? Da hat der Autor nicht gerade viel Logik angewandt. Herr über eine leblose Welt zu sein, mag auch einem Vampir nicht unbedingt entsprechen...
Der Film wurde versucht modern umzusetzen. Was dabei dann herauskam ist eine Art Intrigenspiel zwischen sehr einflußreichen Persönlichkeiten. Die gleichen Personen, aber eine andere Zeit und andere Grundvoraussetzungen.
Die Atmosphäre wirkt bisweilen leicht gezwungen, etwas gekünstelt und ein wenig unglaubwürdig in manchen Sequenzen, aber man nimmt Dracula durchaus ab, daß er lebensmüde ist, eigentlich nicht mehr möchte - und die Menschheit soll leiden, genauso wie er. Gemeinsam sollen sie untergehen, doch er möchte nicht ohne Königin an seiner Seite existieren und so kürt er eine Frau aus, die an seiner Seite über die Toten herrschen soll. Diese ist niemand anderer als die Enkelin von Van Helsing.
Natürlich kann dieser das - wieder mal  - nicht zulassen.
Irgendwie ein klassisches Szenario, das aber doch schon mal besser umgesetzt wurde.
 

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Dracula jagt Mini-Mädchen (Dracula a.d. 1972)
Thriller     GB, 1971, Farbe, 96 min
Alan Gibson
-
Michael Vikkers
Don Houghton
Christopher Lee, Peter Cushing, Michael Coles
-
1872, Dracula wurde gepfählt. Ein Reiter packt die Asche und seinen Siegelring ein und entschwindet.
100 Jahre danach veranstalten einige junge Leute eine schwarze Messe, vor genau der gleichen Kirche, nur ist sie nun verfallen. Der junge Alucard holt den Ring und die Asche hervor, belebt damit Dracula wieder. Das ist zu viel und die Gruppe zerstreut sich. Eines der Mädchen wird am nächsten Tag tot und blutleer aufgefunden.
Man zieht Prof. Lorimar van Helsing hinzu. Der erkennt nicht nur die große Gefahr, sondern auch, daß seine Enkelin darin verstrickt ist.
Bald schon ist sie bei Dracula. In Trance verfallen scheint sie ihm hörig.
Das kann ihr Großvater natürlich nicht dulden, mit Weihwasser und Pflock geht er, wie einst sein eigener Vorfahre, gegen Dracula vor.

Dafür kommt umso mehr Peter Cushing zum Zuge. Man merkt aber doch, daß nicht mehr Fisher die Regie geführt hat. Im Grunde hätte man die Geschichte auch anders anpacken können. Dadurch, daß Dracula erst sehr spät auftaucht hätte man das auch anders lösen können. Bisweilen wirkt das alles ziemlich gekünstelt und lieblos hingeworfen, dann wieder merkt man Liebe zum Detail. Gibson hat sich wohl nicht so ganz entscheiden können, was er nun konkret machen wollte.
Was die Stimmung und das Flair der 70er betrifft, das ist ihm recht gut gelungen umzusetzen. Das betrifft sowohl die Musik, als auch die Kleidung oder das Rebellische. (Welch Wunder, wurde in diesem Jahrzehnt ja auch gedreht.) Man hat versucht den Hauch einer bestimmten Zeit einzufangen, Musik und Stimmung, wie sie damals war.
Interessant ist vor allem Johnny als Charakter, dem man mehr Möglichkeiten und Zeit schenkte, als Dracula bekommen hatte. Er wirkt sogar bisweilen lebendiger als der Untote, hat dafür aber ein ziemlich unrühmliches Ende.
 

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Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (Dracula vs. Frankenstein)
Action/Krimi    USA 1971, Farbe, 90 min
Al Adamson 
-
-
William Pugsley, Samuel M. Sherman
J. Carroll Naish, Lon Chaney, Anthony Eisley
-
In einem Vergnügungspark gibt es ein Panoptikum, ein "Haus des Schreckens". Jedoch fordert es Opfer, bisweilen kommen Leute ums Leben.
Eigentlich handelt es sich dabei ja auch nur um Tarnung für einen verrückten Wissenschaftler, der dahinter ein Labor betreibt und bisweilen Leichen braucht. Graf Dracula taucht eines Tages auf und zwingt Frankenstein dessen Kreatur wieder zum Leben zu erwecken. Als das klappt, beschließen sie gemeinsam gegen Feinde vorgehen.

Angefangen vom Make-up bis hin zur Story ist der Film ein ziemlicher Reinfall. Unlogische Szenen (Seit wann kann das Frankenstein Monster mit Frauenblut wieder belebt werden?), die einem die Schuhe ausziehen und ein scheinbar schmales Budget reißen einen als Zuseher nicht gerade vom Hocker.
Ein Panoptikum als Spielplatz ist eine durchaus gelungene Idee, hat doch eine ähnliche Adaption im "Wachsfigurenkabinett" der 30er Jahre schon einmal gut funktioniert,
Die Schauspieler wirken überfordert, was bei einem Film dieses Niveaus irgendwie schon überrascht. Der Titel ist alles andere als vielversprechend, dafür hält der Film aber, was der Titel verspricht, mehr wird auch nicht geboten. Dieser Trash-Streifen ist nicht gerade anspruchsvoll und bisweilen einfach nur komisch, wo er gruseln soll. In einer Zeit der "Gruselfilmschwemme" erzeugt versuchte er wohl einfach nur im Sog dessen zu Publikum zu kommen. Wäre er ein paar Jahre später gedreht worden, hätte wohl kein Hahn mehr danach gekräht. So ist es ein weiterer minderer Film in einer Reihe von ziemlich langweiligen Streifen, den man sich ganz sicher kein zweites Mal antut.
 

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Draculas Hexenjagd (Twins of Evil) 
Abenteuer/Historien    GB, 1971 , Farbe, 87 min
John Hough
Harry Fine, Michael Style
Harry Robinson
Tudor Gates
Peter Cushing, Madeleine Collinson, Mary Collinson
-
Gustav Weil, fanatischer Puritaner und Anführer einer Bruderschaft lebt in Karnstein, einem kleinen, abgelegenen Ort.
Diese Bruderschaft ist hinter Hexen und Magier her, die sie auf den Scheiterhaufen bringen können.
Vor allem junge Mädchen geraten in ihre Fänge.
Graf Karnstein ist nicht gerade entzückt von diesem Treiben, ist er doch ein Teufelsanbeter, der seine Rivalen tötet, durch seine politischen Verbindungen ist er jedoch geschützt vor Weil und dem Mob. Eines Tages beschwört er seine verstorbene Ahnin Mircalla Karnstein herbei und durch diese wird er in einen Vampir verwandelt.
In diesem Zeitraum treffen Maria und Frieda, Weils Nichten, in Karnstein ein, sie sollen bei ihm und dessen Frau bleiben nach dem Tod der Eltern. Obwohl sie Zwillinge sind, ist Maria brav und folgsam, Frieda jedoch das genaue Gegenteil. Bald hält sie es im Haus des Onkels nicht mehr aus und flieht auf Karnsteins Schloß, wo auch sie zur Vampirin wird.
Nun reicht es Weil - er ruft auf zur Hexenjagd. Maria soll an Friedas Stelle sterben, im letzten Moment kann Anton, der Dorflehrer, den Irrtum klären und sie vor den Flammen retten. Der letzte Kampf gegen den Grafen und seine Leute steht kurz bevor.

Der letzte Teil von Hammers sogenannter "Karnstein-Trilogie", frei nach den Motiven von LeFanu.
Wenn der Film nach moralischen Grundsätzen hinterfragt werden würde, dann käme man vielleicht auf eine etwas gefährliche Aussage. Da dieses aber beim Drehen wohl nicht Grundfrage war, entstand einfach ein besonderer Film.
Identifikationsfigur gibt es zwar keine, wenn dann wäre fraglich, wen man sich lieber "zuordnen" würde, dem Blutsauger oder dem Inquisitor...
Religiöser Fanatiker gegen Vampire und dazwischen stehen die Zwillingsschwestern im Sog des so gerne gespielten Verwechslungsstiles.
Ein guter Film aus dem Hause Hammer, mit den typischen Stilelementen. Hough gelingt es Stimmung zu erzeugen, Cushing als Hexenjäger stellt den Fanatiker so dar, daß es einem bisweilen eine Gänsehaut verursacht.
Splattereffekte, heftig für die 70er, nackte Haut der Zwillinge (welche sich dann auch im Playboy wiederfanden) und passende Musik untermalen den Charme und die Atmosphäre dieses Filmes.
Gewiß gibt es Filme aus dem Hause Hammer, die besser sind, aber dieser Streifen ist schon alleine deswegen etwas Besonderes, weil es einen Hexenjäger, der an seine Berufung glaubt, als "Hauptcharakter" hat. Und wer wäre für diese Rolle besser gewählt als Peter Cushing?
 

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Draculas Rückkehr  (Dracula has risen from the grave)
Abenteuer    GB, 1968, Farbe, 92 Minuten
Freddie Francis 
Alda Young
James Bernard
John Elder
Christopher Lee, Rupert Davies, Veronica Carlson
-
Draculas Unwesen wird nicht gerne gesehen, mehrere Leute sterben in dem kleinen Karpatendorf. Doch lange wollen sich das die Bewohner nicht mehr bieten lassen. Sie rotten sich zusammen, haben aber keine Chance
Der Monsignore, der das Dorf schließlich besucht, ist wild entschlossen mit dem "Unsinn" aufräumen und zusammen mit dem völlig verängstigten Pfarrer der Gemeinde macht er sich auf den schweren Weg zum Schloß. Der Priester verletzt sich und bleibt auf halbem Wege zurück. Das Blut, das aus seiner Wunde tropft, trifft auf Draculas Leichnam und erweckt den Vampir zu neuem Leben.
Der Monsignore versiegelt das Schloß derweil mit riesigen Kruzifixen, kehrt dann ins Dorf zurück und entschwindet in seine Heimatstadt. Der Graf ist alles andere als erfreut darüber, was Monsignore getan hat und zusammen mit dem Priester reist er Monsignore hinterher.
Er kümmert sich um Maria, die unschuldige Nichte des Monsignore. Diese hat einen Freund, Paul, Student und Atheist, was Monsignore aber gar nicht gerne sieht und ihm gar die Tür weist.
Doch durch seine Liebe zu ihr, steht Paul im Kampf der jungen Frau bei.

Eine weitere Darstellung Draculas, die gelungen ist, vielleicht liegt es ja auch an der inzwischen vorhandenen Erfahrung, daß der Vampir hier sogar besser rüberkommt, als die Filme davor. Ungewohnt brutal wirken manche Szenen, als Dracula in der großen Stadt die junge Frau in ihrem Schlafzimmer bezirzt. Fast scheint es so, als wäre hier für Christopher Lee endlich der Funke gesprungen. Fast so, als wäre dies der erste seiner Dracula-Filme, in denen er den Vampir wirklich verkörpert und nicht einfach ihm nur seine Gestalt leiht.
Kulissen und Kostüme sind gut gewählt, was sich auch auf die Stimmung auswirkt. Beeindruckend sind die Bilder durchaus, gewohnt düster und gotisch-unheimlich angehaucht. Und als Ersatz für Cushing wirkt der Monsignore auch nicht schlecht.
Alles in allem merkt man die Bemühungen. Und auch, wenn der Funken nicht so ganz überspringen mag, so ist es doch einer der besseren Dracula-Filme aus dem Hause Hammer.
 

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Draculas Witwe (Draculas Widow) 
Abenteuer    USA, 1988, Farbe, 82 Minuten
Christopher Coppola
Stephen Traxler
Campbell
Tom Blomquist
Sylvia Kristel, Lenny von Dohlen, Josef Sommer
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Raymond Everett, Betreiber eines klassischen Grusel-Wachsfigurenkabinetts, bekommt eine neue Lieferung direkt aus Rumänien. Doch statt der erwarteten fünf, sind es gar sechs Kisten.
Tatsächlich finden sich keine Gegenstände in der Kiste, sondern ein echtes Monster: Vanessa - Draculas Gattin. Sie diniert erst mal richtig. Als sie wieder zurückkehrt, entdeckt sie zwei Einbrecher, die sie sich ebenfalls einverleiben möchte, wovon einer jedoch entkommen kann. Raymond kann sich bald schon ihrer Faszination nicht mehr entziehen, daß sie Vampirin ist, das akzeptiert er halt mehr oder weniger mit Zähneknirschen.
Detective Lannon beginnt unangenehme Fragen zu stellen und auch ein Nachkomme van Helsing taucht auf. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach der Vampirin.

"Draculas Witwe" ist ein seltsamer Film. Bisweilen fehlt es an Thrill und Atmosphäre, eine Komödie ist er aber auch nicht, als Trash ist er zu überladen und für eine Hommage fehlt ihm einfach der richtige Kick. Ob das nun aus Absicht ist oder nicht, sei einmal dahin gestellt.
Ein Wachsfigurenkabinett selber bietet eine große Anzahl an Möglichkeiten um ein stimmungsvolles Ambiente zu bieten, jedoch scheint Coppola das nicht so ganz geschafft zu haben und auch aus Raymond hätte man sehr viel mehr machen können, was aber eher am Schauspieler liegt, denn an der eigentlichen Rolle und seiner Art der Darstellung finden sich immer wieder Szenen, die einen zum Lachen bringen.
Aber als Charakter ernst genommen zu werden, das will ihm so gar nicht überzeugend gelingen.
Kristel schafft es einfach nicht ihre Vampirin als erotische Blutsaugerin wirken zu lassen, kommt zwar schon als Dame der Nacht herüber, aber nicht unbedingt als Blutsaugerin, ob das wohl an ihren früheren Projekten liegt?
Alles in allem wirkt der Film einerseits zusammengeschustert und so, als wäre er von verschiedenen Regisseuren gemacht, auch, wenn sich vieles verbessern ließe, die Logik fehlt bisweilen, dafür kann sich allerdings die Stimmung durchaus sehen lassen. Das alleine vermag allerdings auch nicht das Niveau des Streifens richtig zu heben und so bleibt er nicht viel mehr als nur unterer Durchschnitt.
 

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Dracula und seine Bräute (The Brides of Dracula)
Thriller    Spanien, 1972, Farbe, 90 min
Terence Fisher
Hammer Productions
Malcolm Williamsen
Jimmy Sangster
Peter Cushing, David Peel, Martita Hunt
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19. Jahrhundert, Transsylvanien
Marianne Danielle, Lehrerin, ist unterwegs nach Badstein. Dort soll sie eine Stelle in einem Mädcheninternat antreten. Sie übernachtet bei Baronin Meinster. In der Nacht erblickt sie die schattenhafte Gestalt eines jungen Mannes. Die Baronin, darauf angesprochen, meint, es sei ihr Sohn, doch der wäre geisteskrank und deswegen eingesperrt.
Die Baronin und die alte Dienerin Greta haben sich zurückgezogen. Marianne sieht ihn wieder auf ihrem Balkon. Bald merkt sie, daß man ihn angekettet hatte. Er erzählt ihr, seine Mutter wolle ihm das Erbe vorenthalten, er sei eigentlich gesund.
Sie besorgt die Schlüssel und befreit ihn. Gemeinsam wollen sie fliehen.
Marianne flüchtet entsetzt, als sie die Baronin tot auffindet, die alte Dienerin hysterisch lachend über sie gebeugt.
Im Wald bricht sie zusammen. Dr. Van Helsing findet sie. Er bringt sie nach Badstein, macht sich selber auf zum Schloß, dieses jedoch ist verlassen.
Der Baron taucht bei Marianne auf, bittet sie, ihn zu heiraten. Sie stimmt zu, noch rechtzeitig trifft Van Helsing ein, der den Baron vertreiben kann. In einer alten Windmühle stöbert er ihn auf, wird attacktiert und vom Baron gebissen. Dann flieht der Baron.

Dracula kommt im Film nicht vor. (Andererseits, wie viele Filme führen den Namen Dracula im Titel, ohne, daß er tatsächlich auftaucht?) Dennoch stört es nicht wirklich, denn der Film ist durchaus gelungen. Der Film selber ist blutig und actionreich gehalten. Und es ist eine recht einzigartige Szene darin enthalten. (Wo drückt sich ein Vampiropfer schon selber ein glühendes Eisen an den Hals um den Vampirkeim abzutöten?)
Hier ist noch gut die Qualität der Hammerfilme zu spüren, jedoch düsterer, als die meisten gehalten und spannend zugleich. Schön unterstützt von der Musik, die hammer-typische Klänge aufweist und fast schon als eine Art Erkennungszeichen gewertet werden kann. Die Kulissen wirken passend für die Firma und die Szene in der Windmühle ist unvergesslich.
Die Darsteller spielen durchwegs glaubwürdig, bringen Leben in ihre Charaktere und zeigen gutes schauspielerisches Können, allen voran natürlich Cusching, der wieder ein mal die Möglichkeit hat zu glänzen, wobei dies vielleicht sogar eine seiner besten Rollen gewesen sein dürfte. Wenngleich dennoch sein Gegenpart - Dracula - fehlt. Dieser Punkt mag vielleicht als Minus gelten, denn Cushing spielt ein wenig anders, wenn Lee mit von der Partie ist.
Aber alles in allem handelt es sich bei diesem Film dennoch um ein gutes Werk und durchaus empfehlenswert. 
 

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Die drei Gesichter der Furcht (I Tre volti della Paura) 
Horror   Italien/Frankreich, 1963, Farbe, 90 min
Mario Bava 
Emmerpi-Galatea-Lyre
Roberto Nocolosi
Macello Fondato, Alberto Bevilacqua, Mario Bava
Boris Karloff, Mark Damon, Suzy Andersen
-
Drei Geschichten:
Karloff moderiert - mit seiner Präsenz als Erzähler agierend - und wendet sich direkt ans Publikum,  warnt vor dem Schrecklichen, das nun folgen möge.
Das Callgirl (literarische Vorlage nach Motiven von Guy de Maupassant):
Rosy, Callgirl, wird nächtlich mit Telefonaten terrorisiert. Eine unbekannte Stimme verkündet ihren Tod, kommentiert ihre Bewegungen und das, was sie tut. Schließlich vermutet sie dahinter ihren ehemaligen Lebensgefährten und wendet sich hilfesuchend an Maria eine Freundin, ohne zu ahnen, daß sie die Anruferin ist.
Der Wurdelak (literarische Vorlage von Tolstoi):
Gorca, Familienoberhaupt, zieht los, um den gefürcheten Mörder und Räuber Alibek zu erledigen. Er soll ein sogenannter Wurdelak sein. Sollte er nicht binnen 5 Tage zurück sein, so solle ihn seine Familie nicht mehr ins Haus lassen, ja ihm sogar einen Dolch ins Herz stoßen, da er dann nicht mehr er selber wäre.
Der junge Adelige Vladimier entdeckt am Flußufer eine kopflose Leiche, in deren Brust ein Dolch steckt. Alibek dürfte damit das Zeitlich gesegnet haben. Vladimier bittet um Quartier für die Nacht. Die junge Sdenka verliebt sich in ihn und auch Gorca taucht wieder auf. Jedoch verhält er sich merkwürdig. In der Nacht entführt er sein Enkelkind Ivan, tötet es. Denn die Wurdelak müssen immer die töten, die sie lieben und wandeln sie auf diese Weise auch.
Vladimir und Sdenka können fliehen, werden aber von ihrer Sippe verfolgt, die inzwischen nicht mehr menschlich ist.
Der Wassertropfen (literarische Vorlage von Anton Tschechow):
Krankenschwester und Leichenwäscherin Helen wird nachts ins Haus der verstorbenen Spiritistin Madame Perkins gerufen. Die verängstigte Dienstmagd erzählt, daß sie bei einer Seance verstorben sei. Das Haus selber ist nichts für zart besaitete Gemüter. Die Augen der Toten lassen sich nicht schließen, das Gesicht ist eine verzerrte Fratze. Trotzdem hat Helen keine Skrupel ihr einen kostbaren Ring vom Finger zu ziehen.
Zu Hause hat sie dann ein merkwürdiges Gefühl von tropfendem Wasser, das sie zu verfolgen scheint.
Zurück bei der Toten entdeckt sie eine aufgeschlitzte Puppe auf dem Tisch und sieht den Geist der Toten. Am nächsten Morgen findet man Helen tot auf mit einem bläulich verfärbten Finger.
Abgeschlossen mit einer Schlußsequenz mit Karloff.
Er rät um Vorsicht auf dem Heimweg, was die Nacht bringt, das kann man nicht so genau sagen.

Ein Meisterwerk von Mario Bava. Die unheimliche Atmosphäre spürt man regelrecht. Durch das Ausleuchten der Szenerien und dem Nachbearbeiten mit Farbe ist ihm ein genialer Film gelungen. Und Karloff als Erzähler - es hätte keine bessere Wahl getroffen werden können.
Die Musik unterstützt und hilft eine unheimliche Stimmung aufzubauen und bis zum Ende durchzuziehen. Genau an den richtigen Stellen wird sie eingesetzt. Jede einzelne Geschichte hat etwas für sich, macht Angst, verschafft einem eine Gänsehaut, jede ist für sich etwas ganz Besonderes. Das Schöne an diesem Film ist, daß die einzelnen Episoden nicht unbedingt typisch gewählt sind, im Gegenteil. Ungewöhnliche Geschichten, düster und bisweilen makaber aufbereitet, ziehen den Zuseher in ihren Bann.
Das Callgirl - was in den 60ern vom Hintergrund her besonders Schrecklich war, stellt sich auch heute noch alles andere als angenehm dar, dennoch gewöhnt man sich langsam an die ständige Überwachung. Man akzeptiert allmählich, daß man nie weiß, wer einen nun wirklich beobachtet und wer weiß, vielleicht wird es irgendwann wie in 1984 sein, daß man ständig unter Beobachtung steht.
Doch hier wird mit der Angst gespielt, wer schon mal Telephonterror hatte, der vermag wohl besonders gut nachzuvollziehen, wie sie sich fühlt.
Der Wurdalak - diese Vampire sind klassisch, wenn auch nicht unbedingt im Sinne der Filmgeschichte. Sie sind nicht unbedingt schön oder besonders mächtig, dafür aber ziehen sie die nach, die sie im Leben besonders geliebt hatten - so, wie es einst war, als man Militärärzte mit der Aufklärung der realen Vampirvorfälle beauftragte.
Der Wassertropfen - ein einzelner Tropfen fallenden Wassers, ansonsten vielleicht nur ein störender Faktor, verursacht hier Furcht. (So gut schafft ein einzelner Tropfen es erst wieder in "Dark Water" zu überzeugen.) Und Geister können einen lange verfolgen, bis sie das von einem bekommen, das sie unbedingt haben möchten, ganz egal, worum es sich dabei auch handeln mag.
Selbst, wenn man abgebrüht genug ist, so schafft die Stimmung dennoch einem eine Gänsehaut zu verursachen, wenngleich doch kaum etwas geschieht. Und genau das ist es, was Bava so meisterhaft versteht. Wehende Vorhänge und tropfende Wasserhänge schrecken einen doch nicht wirklich, oder?
 

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Dynastie Dracula (La Dinistia De Dracula)
Horror    Mexiko, 1981, Farbe, 90 min
Alfredo B. Crevenna
-
-
Jorge Patino
Silvia Manriquez, Magda Guzman, Ruben Rojo
18
Graf Orloff wird 1595 von der hl. Inquisition, nach einem Prozeß, gepfählt und in ungeweihter Erde begraben.
Seine Geliebte, die Hexe Kostoff, schwört Rache. Diese geht nach Europa, kehrt allerdings 300 Jahre später zurück. Im Anhang ist der Baron VanHelsing, wobei es sich hier um einen isländischen Vampir handeln soll. Die beiden mieten sich auf der Hazienda von Orloffs Nachfahren ein.
Bald schon beginnt blutiges Treiben, blutleere Leichen werden gefunden. Der Mediziner Dr. Fuentez und Padre Juan entdecken im Krichenarchiv ein altes Dokument, das über Orloff und seine Machenschaften berichtet und ziehen ihre Schlüsse, daß der Vampir wieder zurück sei. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen den Vampir auf, was dem Padre das Leben kostet.

Crevenna, Regisseur von ca. 140 Filmen, hat diesen Streifen relativ lieblos gedreht. Geplagt von Zeit- und Geldmangel ist leider gerade mal Durchschnitt draus geworden. Zeitweise fühlt man sich an die Hammer-Filme erinnert, nicht nur deswegen, weil der Vampir genauso gesprächig scheint, wie seinerseits Lee in seiner Rolle. Ans Vorbild reicht dieser Streifen jedoch bei weitem nicht heran. (Und außerdem ist die Altersfreigabe von 18 selbst für die 80er ziemlich stark übertrieben.)
Die Stimmung und Atmosphäre leiden merklich unter der Lieblosigkeit und der Farblosigkeit von Charakteren und Schauspielern, die wohl lieber etwas anderes gedreht hätten. Zeitdruck tat das seinige dazu und schlußendlich sitzt man als Zuseher vor nichts anderem als Dutzendware. Spannung tritt kaum auf, man fühlt sich bemüßigt die Augen zu schließen um alles rascher hinter sich zu bringen. Nervenzerfetzend ist allenfalls der Gedanke, wie lange das alles noch dauert. Leider merkt man aber auch, daß nur sehr wenig Geld für gute Kulissen vorhanden war.) In einer Zeit, als viele Vampirfilme gedreht wurden, ragt dieser hier nicht wirklich heraus und ist bald schon ziemlich rasch in der Masse untergegangen.  Manche Streifen muß man wirklich nicht wieder ausgraben und dieser gehört dazu.
 

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From Dusk till Dawn
Action/Splatter    USA 1996, Farbe, 108 min
Robert Rodriguez
-
Graeme Revell
Quentin Tarantino, Robert Kurtzman
Harvey Keitel, George Clooney, Quentin Tarantino
18
Seth und Richard Gecko flüchten mit ihrer Beute aus dem Banküberfall, mit einer Geisel im Kofferraum fliehen sie nach Mexiko. Unterwegs machen sie eine Raststätte dem Erdboden gleich und ihre Geisel bekommt ein Freifahrtticket in den Himmel.
Sie kidnappen einen Priester mit dessen Tochter und Adoptivsohn. Mit ihrer Hilfe gelangen sie leicht über die Grenze. In einer Bar in der Wüste, mit dem Namen "Titty Twister", wollen sie ihren Kontaktmann treffen, er soll ihnen neue Papiere besorgen, dann würden sie die jetzigen Geiseln freilassen. Doch natürlich kommt es anders. Nach dem Einbruch der Dunkelheit werden die Anwesenden zu Vampiren. Kidnapper und Geiseln müssen sich zusammenraufen, gegen die Blutsauger zur Wehr setzen und ihre Waffen sind ausgesprochen effektiv. Nicht nur die Vampire müssen Verluste einstecken, auch die Menschen schließlich erleben nur Seth und des Priesters Tochter den nächsten  Morgen.

Kurz zusammengefaßt ist der Film ziemlich abgedreht. Zwar ein wenig unlogisch (wieso sind die Vampire untertags menschlich?), ansonsten aber ausgefüllt mit jeder Menge Splatter und noch mehr Action, Tote kann der Film auch genug aufweisen.
Rodriguez und Tarantino haben jedoch etwas geschaffen mit diesem Film, was man praktisch als modernen Klassiker beschreiben kann. Sie haben es geschafft das Vampirgenre auf eine Art und Weise zu bereichern, die zwar hernach oft kopiert wurde, aber nicht erreicht.
Der schräge, schwarze Sinn für  Humor ist überreichlich vorhanden. Bei den Dialogen bleibt einem bisweilen echt die Spucke weg. Die Selbstverständlichkeit, mit der die beiden Gangster losballern sagt aber auch genug über die Charaktere aus um zu wissen, daß die beiden erst handeln und dann denken, dennoch tut das dem Spaß keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. So wirken sie lebendig und farbenfroh in den verschiedensten Facetten.
Die trockene Straße, das kleine Kaff und schließlich die Bar - gute Plätze (erinnert einen stellenweise schon irgendwie an "Near Dark"), um viel Spaß zu haben, ohne große Zusehermassen anzuziehen. Und über allem steht die Musik, die im Stakkato der Pistolenschüsse dem Zuseher einhämmert und ihn mitreißt. Zum Langweilen kommt man hier nicht unbedingt, ganz im Gegenteil, im Nu ist die Zeit vorbei und man fragt sich ernsthaft, wieviel Badewannen voller Blut mögen da wohl drauf gegangen sein?
 

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Graf Dracula
Thriller  USA 1974, Farbe, 100 min
Dan Curtis
-
Robert Cobert
Richard Matheson
Jack Palance, Pamela Brown, Nigel Davenport
16
Die Geschichte selber ist bekannt. Matheson hat den Roman passend adaptiert, wie so viele andere Drehbuchautoren auch. Doch erst Coppola sollte das wiederholen, was Matheson tat, nämlich den Vampir im Film mit dem historischen Vorbild zu verbinden. 

Die eigentlich filmische Heimat Palance ist ja ein ganz anderes Genre, umso überraschender die gelungene Darstellung seines Vampirs. Zeugt es doch wohl auch von Mut des Besetzenden. Vielleicht schafft er gerade dadurch einen ganz anderen Grafen darzustellen. Dennoch hinderte das nicht daran, daß der Film lange Zeit nur wenigen Fans bekannt war, zu übermächtig war Lee in seiner Verkörperung.
Möglicherweise ist auch ein Faktor, daß dieser Streifen eigentlich als Fernsehfilm produziert wurde. Das dürfte auch der Grund sein, warum kaum Gewalt dargestellt wird sowie mit Blut ziemlich gespart wurde. Umso mehr Augenmerk wurde dafür auf die Optik gelegt. Eigentlich wirkt es fast wie ein Kostümfilm, wie sie in den 70ern doch mehrfach gedreht wurden, wie eine Märchenadaption. Dennoch sind einige der eingefügten Szenen und Ideen völlig neu und wurden bisweilen später auch für andere Filme und Geschichten adaptiert.
Die Schauspieler wirken durchwegs überzeugend, wenngleich einige sich etwas mehr hätten bemühen können. Die Locations, die gewählt wurden, sind zum Teil schon überraschend, fügen sich schließlich aber doch recht gut ins Gesamtkonzept.
Die Musik nimmt leichte Anleihen an Klassik und untermalt damit den Eindruck, den der Regisseur zu erzeugen gewillt war.
 

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Hemoglobin
Thriller  USA, Farbe, 88 min
Peter Svatek
Pieter Kroonenburg
Alan Reeves
Charles Adair
Roy Dupuis, Rutger Hauer, Kristen Lehman
18
John und Kathleen  ziehen an die Ostküste der USA. In John’s Heimat versuchen sie Informationen über seine Blutkrankheit zu finden, denn allmählich wird diese lebensbedrohend. Die Anfälle, die John plagen werden immer heftiger und brutaler. Wieder erfolgt einer, woraufhin Kathleen ihren Mann zu Dr. Marlow bringt.
Dieser vermutet, John könne von der Sippe abstammen, die schon seit Ewigkeiten die Gegend unsicher macht. Die Symptome dieser Krankheit sprechen eine deutliche Sprache. John droht zu einem Monster zu werden und bekommt schließlich sogar Besuch von seiner „Familie“.

Leichte Anklänge an andere Vampirfilme sind durchaus vorhanden, alles in allem jedoch steht der Film durchwegs für sich allein, bringt auch selber Ansätze mit.
Oft genug handeln Geschichten von Dhampiren, von Nachkommen der Vampire, jedoch wie sieht das dann wirklich aus? Sind sie genauso mächtig? Genauso stark wie ihre Eltern? Oder leiden sie einfach nur unter einer Schwäche, wie John. Eine seltene Blutkrankheit, eine Erbkrankheit, so wird in solchen Fällen immer wieder betont und tatsächlich scheint es etwas zu sein, daß die Gene mit sich bringen oder das Blut in den Adern.
Die Familie selber weiß wohl, wie sie damit umzugehen hat, aber nicht John, der sichtlich leidet.
Die Rolle ist gut gespielt und wirkt überzeugend. John ist nicht der starke Mann, den so manche Frau so gerne an ihrer Seite sehen würde, im Gegenteil, er ist selber jemand, der Hilfe braucht und Unterstützung um mit seinem "Erbe" klar zu kommen.
Auch, wenn das Ende nicht unbedingt überraschend ist, so scheint fraglich zu sein, ob es gut oder schlecht für ihn ist, daß es mit ihm so weit kommt.
Die Stimmung und Atmosphäre passen zu seiner Rolle, die aber niemals ausfallend alleine das Bild beherrscht, wäre bei einem solchen Charakter auch nicht gerade passend, wäre eher affektiert und aufgesetzt.
So ist die Verteilung der Aufmerksamkeit gut gelöst, die Charaktere haben wechselnde Wichtigkeit und die Spannung ist durchwegs doch vorhanden. Müdigkeit und dem Tode nahe, fühlt man sich John zwar nicht unbedingt zugehörig, versteht aber durchaus, wie es in ihm aussieht - und das ist bisweilen ziemlich erschreckend.
Sanft wiegt die Musik in Richtung Tod, in die alles drängt und zieht, ohne viel Aufhebens und untermalt damit alles das, was der Film zu zeigen willens ist.
 

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Herkules - Blutdurst
Action   USA, 50 min
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Kevin Sorbo
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Herkules und sein Begleiter Iolaos werden um Hilfe gebeten - wieder einmal. Also machen sie sich auf den Weg nach Thrakien.
Dort erfahren sie die Angst und die Furcht der Menschen. Sie kommen an einem Gräberfeld vorbei (nunja, sieht man mal davon ab, daß die Toten hoch über der Erde auf Pfählen stecken.)
In der Nacht werden sie angegriffen von Vampiren.
Als sie in der Burg des Freundes eintreffen, merken sie bald schon, daß Vlad sich sehr starkt verändert hat - seit sie gemeinsam in einer Schlacht gekämpft haben. Und es dauert nicht lange, bis die beiden merken, daß es sich bei Vlad eigentlich um die Seuche handelt, die in der Gegend herrscht.

Die Serie um Herkules hat ja einige Highlights geschafft. Humor und Bissigkeit sind ebenso vorhanden wie durchwegs amüsante, gute Schauspieler.
Was aber mehr überrascht ist, daß die Amis es tatsächlich mal geschafft haben, halbwegs gut für eine Serie in der Geschichte zu recherchieren, wenngleich sie es dann doch wieder abgewandelt haben.
Dafür gelang es einen Darsteller zu engangieren, der Vlad sogar ähnlich sieht - geht man mal von den Portraits aus - und der noch dazu spielen kann.
Abgesehen von der Welt der Germanen, ist das eine der düstersten Episoden der Serie, die aber nicht mit Ironie spart. (Man denke da nur an Iolaos, der ja soooo gerne Herkules Blut trinken würde.)  Nicht nur für Fans der Serie interessant, auch für Freunde des hisorischen Dracula durchaus sehenswert.
 

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Horrortrip (La Llamada del Vampiro)
Softerotik/Abenteuer Spanien, 1972, Farbe, 90 min
Jose M. Elorrieta
Enrique Gonzalez Macho, de Lacy
Ricardo Vazquez
G. DeLuca/Vittorio Gelmetti/Angelo Francesco Lavagnino/Joaquin Torres
Nicholas Ney,  Diana Sorel, Marisa Tovar
18
Nachdem der alte Arzt verstorben ist, kommt eine junge Ärztin in die Praxis. So manch einer verschied in den letzten Tagen, die Bevölkerung munkelt, es handle sich um Vampire. Bald schon wird sie zum Schloß von Baron Ryssenberg gerufen, zusammen mit Schwester Erika macht sie sich auf den Weg.
Doch sie kommen noch nicht zu spät. Carl, der Sohn des Baron, bittet beide über Nacht zu bleiben, für den Fall der Fälle. Carl erweist sich bald schon als Vampir, der weibliches Blut hoch einschätzt. Auch Erika gehört zu den Opfern und sie soll nchit die letzte sein. 

Im Grunde geht es bei diesem Film einmal mehr darum, daß man viel nackte Haut zu sehen kriegt. Wenngleich man da auch gleich zu einem "normalen" Erotikfilm greifen könnte, da würde im Prinzip sogar mehr von den "nackten Tatsachen" geboten.
Die Schauspieler sind nicht gerade die besten, man hätte durchaus mehr erwarten können. Sie wirken einerseits gekünstelt, andererseits leicht übertrieben, bisweilen auch blasiert und das stört einfach.
Spannung sucht man vergebens und was die Logik betrifft, die bleibt bisweilen ziemlich auf der Strecke. Blutige Szenen vermißt man ebenso wie Sinn und akzeptable Handlung. Fast scheint es so, als wäre das Skript lieblos runtergetippt worden und man hätte einfach jemanden, der nicht viel Sinn für diese Dinge hat, drangesetzt, um im Wettstreit mit vielen ähnlichen Machwerken den schlechtesten zu küren und "Horrortrip" ist ein guter Anwärter auf diesen Preis.
Apropo Horrortrip, der einzige an diesem Streifen ist lediglich, daß man seine Zeit vergeudet sieht und hinterher sich fragt, warum man nicht stattdessen lieber seine Steuerabrechnung gemacht hat....
 

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Interview mit einem Vampir 
Historien/Action/Drama  USA 1994, Farbe, 118 min
Neil Jordan
Stephen Wooley / David Geffen
Elliot Goldenthal, Joseph Haydn, Georg Friedrich Händel, Ludwig Van Beethoven
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Tom Cruise, Brad Pitt, Antonio Banderas
16
Einem jungen Reporter gelingt der Coup seines Lebens, das Interview mit einem echten Blutsauger. Dieser erzählt ihm seine Lebensgeschichte.
Louis, der mit 25 starb und nun bereits seit 200 Jahren Vampir ist, freut sich nicht gerade über seine Vampirexistenz. Er will keine Menschen töten, hält sich lange Zeit nur an Ratten und anderes Getier. Mit der kleinen Claudia, die wohl ohnehin ein Opfer der Pest geworden wäre, finden sie sich bald als das Trio Infernale. Einziges Problem, das sie hat ist, daß sie nicht erwachsen werden kann und das nimmt sie Lestat bald schon ziemlich übel. Sie verbrennt ihn, läßt ihn im Sumpf zurück.
Um ihn zu vergessen machen sie sich auf nach Europa, wo sie in Paris schließlich auf andere Vampire treffen. Louis findet in Armand seinen Lehrmeister, doch man findet heraus, daß sie Lestat ermordet haben und verhängt über sie die Todesstrafe. Denn das einzige Verbrechen, das ein Vampir begehen kann ist, einen anderen Vampir zu ermorden. 
Claudia stirbt im Sonnenlicht, während Armand Louis retten kann. Louis vernichtet die anderen Vampire aus Rache. Doch in sich ist der Rest gestorben und so treibt er durch die Zeit, bis er nach New Orleans zurückkehrt und dort wieder auf Lestat trifft.

Erster Teil aus der "Chronik der Vampire". Obwohl dieser Film gerade wegen Cruise stark verrissen wurde, ist er dennoch eine sehr gute Verfilmung des Buches. 
Die düster-melancholische Stimmung und Atmosphäre sind gut dargestellt, auf die jeweilige Stimmung von Louis angepaßt. (Ist er doch der Erzähler.) Die Musik wirkt pompös bis sanft, gerade so, wie sie benötigt wird. Ein weiterer Faktor sind die herrlichen Kostüme, die einen Bilderreigen aus den verschiedensten Jahrhunderten darstellen. So weit zu sehen, hielten sich die Macher an die entsprechenden Schnitte der jeweiligen Zeit. Auch für das Make-up hat man sich einiges überlegt, wirkt in allem logisch und verständlich, nicht übertrieben, sondern gerade so, daß es nicht zu viel wird.
Make-up, Kostüme, Musik und die Special-Effekte sind harmonisch aufeinander abgestimmt und auch auf den schwarzen, bissigen Sinn für Humor wird nicht vergessen, ganz im Gegenteil, ein boshaftes Blitzen der Augen, ein einzelnes, verlorenes Wort, es sind oft nur Kleinigkeiten, die den Humor tragen und damit den Film auf ein gutes Niveau heben.
Die Darsteller spielen durchwegs überzeugend, ihnen liegen die Rollen und damit hat man wohl ziemlich viele Leute überrascht, die mit so etwas nicht unbedingt gerechnet haben. Überraschenderweise jedoch ist es die kleine Claudia, die am übezeugendsten wirkt. Sollte sie doch ein Kind von wenigen Jahren spielen, so fand man bei der Besetzung halt die, ein paar Jahre ältere Kirsten Dunst, welche eine bravouröse Wahl darstellt und praktisch von allen hinreißend gefunden wurde in ihrer Rolle, denn ihr oblag noch eine gewisse Unschuld, die gut in der Darstellung Claudias rüberkam.
Man kann getrost sagen, daß - auch wenn Anne Rice nicht so ganz damit einverstanden war - der Film bemüht ist um Authentizität und Niveau und auch um Nähe zum Buch. (Und mal ehrlich, welche Verfilmung hält sich schon 100 Prozent an das Original?)
 

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John Carpenter's Vampire  
Action    USA 1999 Farbe, 102 min
John Carpenter
Sandy King
John Carpenter
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Daniel Baldwin, James Woods, Thomas Ian Griffith
18
Sie erheben sich aus ihren Gräbern, schlagen Beute und haben kaum Gegner, die sich ihnen wirklich in den Weg stellen können.
Bis auf den besessenen Jack Crow, der nicht seinen Aufträgen nachgeht, sondern einer Berufung, die ihn brutal und hart vorgehen läßt. Schlußendlich kommt es natürlich zu einem Showdown zwischen ihm und dem „Obervampir“ Valek.

Carpenter hat einige geniale Horrorfilme geschaffen, doch das, was er mit diesem Film bietet ist wahrlich enttäuschend. Hauptsächlich geht es um Actionszenen, Vampire, die nicht die geringste Chance haben und einem Vampirjäger, der auch die Frauen nur als Objekte behandelt. Crow wirkt unsympathisch und machohaft, eine Beziehung zu ihm aufzubauen ist nicht einfach, auch, wenn man ein paar Dinge aus seiner Vergangenheit erfährt, die seine Arbeit verständlich machen. Der einzige, der ein wenig Lebendigkeit ausstrahlt ist Valek und selbst der wirkt ziemlich vernachlässigt.
Gut gemacht sind, ganz ohne Frage dafür die Actionszenen, von denen in diesem Streifen nicht gerade wenig vorhanden sind. Die Atmosphäre wirkt ein wenig gekünstelt, die Schauspieler könnten besser agieren, als sie es tun. Es gäbe so vieles, was an diesem Film noch hinzugefügt werden könnte. Angefangen von ein paar Szenen, die mehr Wert auf Charme oder Stimmung legen, bis hin zu Charakteren, mit denen man mitleiden und mitfühlen kann.
An Streifen wie "From Dusk till dawn" kommt dieser Film hier ganz sicher nicht heran, der hatte in seiner actionorientierten Wildheit wenigstens Charme und schwarzen, bissigen Sinn für Humor. Doch alles das ist hier nicht zu finden,  wirkt er doch fast wie ein billiger Abklatsch, mit möglichst vielen Kampf- und Actionszenen, um nur ja das entsprechende Publikum anziehen zu können. 
Action und Atmsophäre, unterstützt von Charme und lebendigen Charakteren muß sich ja nicht unbedingt wiedersprechen, wie so mancher gut gemachter Film zeigt, aber dieser hier ... vereint nichts von alledem auf sich, sieht man mal von den Kampfszenen und ähnlichem ab, aber um das zu sehen, kann man sich auch einen x-beliebigen anderen amerikanischen Film ansehen und bekommt das gleiche Menü serviert.
Empfehlenswert ist dieser Streifen somit eher für die Zuseher, die sich mehr an Action als an Handlung erfreuen können.  
 

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Kindred - Clan der Vampire
Thriller  USA, 1996, Farbe, 110 min
Peter Medak
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John Leekley
C. Thomas Howell, Kelly Rutherford, Jeff Kober
18
Eine Handvoll Vampire kümmert sich um die eigentlichen Geschäfte, die in San Francisco laufen was natürlich nicht ohne Reibereien abgeht. Ihr Herr, Julian Luna, steht für Integrität, hat aber auch einen Hauch des Mysteriösen um sich, was ihn ins Blickfeld des Polizisten Fank Kobanek bringt. Dieser hält ihn für den Boß der Mafia, da Luna's Name immer wieder in Zusammenhang mit seltsamen Vorkommnissen fällt. Sein Kollege versucht ihn abzubringen von den Nachforschungen, weiß dieser doch, daß Luna ein Vampir ist und nicht gerade harmlos, wenn man sich ihm in den Weg stellt.
Doch nicht nur mit der menschlichen Neugier hat Luna Ärger und Probleme, sondern auch mit den aggressiven Brujah, die ihn um die Macht bringen wollen. 

Basierend auf dem Rollenspiel "Vampire - the masquerade" wurde diese Serie, die sich komplett auf der Doppel-DVD befindet, gedreht. Hier ist noch der Charme zu finden, den die früheren Ausgaben ausstrahlten. Inzwischen ist das leider verloren gegangen.
Man tut sich vielleicht etwas einfacher die Serie zu sehen, wenn man das Spiel kennt, allerdings ist dies nicht zwingend notwendig, da vor allem für spätere Einsteiger wiederum manches fehlt. Man war überlegt einen Film an die Serie noch dranzuhängen, doch wollte man genau diesen Prinzen. Der allerdings verstarb wenig zuvor bei einem Verkehrsunfall. Und das Amüsanteste ist, daß gerade die häßlichen Nosferatu den attraktivsten Darsteller haben, eine kleine Ironie am Rande.
Stilvoll und elegant präsentiert sich das Ambiente um Luna, der versucht Frieden, Ruhe und Ordnung in seinem Bereich zu halten, wenn das auch nicht immer einfach ist. Denn so, wie es bei den Menschen der Fall ist, streben gerade Vampire umso mehr nach Macht und Herrschaft, was durch die Brujah so wunderbar zu Geltung kommt.
Die Charaktere wirken durchwegs lebendig und facettenreich, dennoch hätte mancher Figur ein wenig mehr Lebendigkeit nicht schaden können. Die einzelnen Clans gehen zum Teil zwar ineinander über, man  war aber bemüht die Eigenheiten der einzelnen Clans hervorzuheben und sie beizubehalten, allerdings nicht in übertriebenem Maße.
Recht gut dargestellt wird, daß auch ein Vampir zu seiner menschlichen Familie durchaus noch eine Beziehung haben kann, sich liebevoll um sie zu kümmert und trauert, wenn jemand daraus stirbt. Diese Vampire sind nicht böse, sie sind nur einfach anders, dennoch bemüht ihr wahres Wesen nicht zu vielen zu erkennen zu geben.
Die Musik findet sich eher im Hintergrund, dezent gehalten und als Unterstützung eingefügt. Atmosphäre und Stimmung wirken zwar bisweilen ein wenig distanziert, jedoch schadet das der Serie nicht.
Dennoch fühlt man sich irgendwie an diverse Soap-Operas erinnert, die vor allem in Amerika so gerne gedreht werden.
 

Titel:
Genre:
Regie:
Produzent:
Musik:
Drehbuch:
Darsteller:
ab:
Bewertung:
Kiss my blood  
Action / Romanze  Deutschland, 1998, Farbe, 80 min
David Jazay
TMO Film/HFF Muenchen
-
David Jazay/Douglas Dryburgh
Anya Fisher, Nadja Rieger,  Benno Fuermann
18
Celina ist 700 Jahre alt und Nachts auf der Suche nach Opfern. Doch das alles langweilt sie nur noch, sie ist einsam. Als sie auf Jane trifft, verlieben sich beide ineinander und eine kurze Zeit des Glücks beginnt. Sie zieht als Untermieterin bei ihr und John ein. Dieser rastet - wie so oft aus - wofür er bald in der Spree landet. Die kurze Zeit, die ihnen nun vergönnt ist, genießen sie, bis der Inspektor, ein Vampirjäger, der ohnehin schon lange hinter Celina her ist, sie heimsucht. Die Schlinge wird immer enger gestrickt um die beiden Frauen, bis es keinen Ausweg mehr zu geben scheint.

"Kiss my Blood" weist eine sehr eigene Stimmung auf. Leicht distanziert vom Zuseher spielt er seine Geschichte ab, der Ton ist nicht gerade der beste, oft zu laut gehalten und hier könnte so manch einer die nächste Scream-Queen finden.
Die Musik wirkt bisweilen sehr seltsam und unterkühlt.
Von den Kostümen her hat man wohl einfach nur in den eigenen Kleiderkasten gegriffen, gut, spielt ja auch in der jetzigen Zeit. Es sind keine teuren Designerklamotten (obwohl man die ohnehin bisweilen kaum von den normalen Sachen unterscheiden kann).
Die Schauspieler sind gut gewählt, sie wirken bemüht, dennoch fehlt etwas. Der richtige Kick kommt einfach nicht rüber. Man kann sich nicht wirklich fallen lassen beim Sehen, zu weit weg wirkt alles. Hinzu kommt noch die Farbgebung, die einen alles seltsam erscheinen läßt, unwirklich wirkt. Bisweilen scheint alles ein wenig surreal.
Dennoch ist es ein Film, den man sich durchaus mehrmals ansehen kann, zum Teil vielleicht sogar sollte, um alles so erkennen zu können, wie der Regisseur es vielleicht gedacht hatte.
Aber zu verhehlen ist trotzdem nicht, daß bisweilen ein sehr eigener Nachgeschmack hängen bleibt.
 

Titel:
Genre:
Regie:
Produzent:
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Drehbuch:
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ab:
Bewertung:
Der kleine Vampir
Kinderfilm
Uli Edel
Richard Claus
Nigel Clard / Michael Csanyi-Wills
Karey Kirkpatrick / Larry Wilson
Jonathan Lipnicki, Rickard E. Grant, Jim Carter
6
Der kleine Tony hat es nicht leicht. Ist es schon schwer genug den Umzug zu bewältigen mit Schulwechsel und Verlust der Freunde, hat er seit neuestem Alpträume – und darin wimmelt es von Vampiren! Und Schottland ist ja nicht gerade berühmt dafür. Als ihm dann ein echter Vampir begegnet, der Junge Rüdiger, traut er erst seinen Augen nicht, doch dann befreunden sich die beiden und werden bald unzertrennlich, fast jedenfalls. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem magischen Stein, der Vampire wieder zu Menschen machen kann.
Doch was sie vergessen haben ist der Vampirjäger „Geiermeier“, dem können sie nicht entkommen.

Angela Sommer-Bodenburg schrieb einst die Romanserie um Anton und Rüdiger – den kleinen Vampir. Diese wurde auch sehr schön verfilmt, als Serie und im Kinderprogramm gebracht.
Leider reicht dieser Film bei weitem nicht an die alte Serie heran. Es fehlt der Charme der Serie. Man hätte aus dem Film so viel mehr machen können.
Das Ende bietet eine negative Überraschung, wenngleich doch alles drauf hinarbeitet.
Die Schauspieler wirken zum Teil durchaus bemüht, dennoch hätten sie mehr bieten können. Sieht man mal von den beiden Jungen ab, wirken die anderen Charaktere ziemlich blaß und leblos.
Die Idee mit den Kühen ist sicher mal was Neues, aber so verschieden das Vampirische auch sein mag, das ist einfach nur lächerlich.
Das Einzig wirklich Positive sind die Kostüme. Im Gegensatz zur Serie sind sie sogar besser gewählt, aber um solche Dinge zu sehen, kann man sich auch einen Kostümfilm reinziehen.
Alles in allem gesehen ist das  Prädikat „besonders wertvoll“ wohl nur unter dem Aspekt zu sehen, daß der Film scheinbar harmlose Schonkost für Kinder bietet.
 

Titel:
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Drehbuch:
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Die Königin der Verdammten
Action    USA 2001, Farbe, 103 min
Michael Rymer
Scott Abbott, Michael Petroni
Jorge Saralegui
Stuart Townsend, Aaliyah Marguerite Moreau, Vincent Perez
16
Lestat ist der Einsamkeit und des langen Schlafes überdrüssig. Neue Klänge wecken ihn.
Diese Zeit wirkt neu, frech und aufregend, er schließt sich einer Gothic-Metalband an und bald schon feiern sie Erfolge. Lestat wird zum Musikstar. In seinen Texten erzählt er die Wahrheit, auch, was er ist, doch man glaubt, es sei einfach nur gute Textarbeit, nette Geschichten. Jedoch die anderen Vampire kennen die Wahrheit und wirklich einverstanden sind sie mit seiner Handlungsweise nicht.
Am Death Valley gibt er ein großes Konzert, hier soll ihn die Rache treffen. Doch Akasha, die Ahnin mischt sich ein und will, mit Lestat als Gefährten, die Herrschaft übernehmen. Erst wähnt er sich am Ziel seiner Träume, erkennt aber dann doch, daß es falsch ist, was sie plant und so beginnt er gegen sie zu arbeiten.

Als eigenständiger Film ist er sicher ganz gut geworden, aber als Buchverfilmung sollte das Werk nicht gesehen werden.
Und auch ein Fan der Bücher wird sich schwer tun.
Nicht nur, daß der dritte Teil statt des erwarteten zweiten verfilmt wurde, fehlen hier praktisch ganze Kapitel. Klar ist es nicht einfach ein mehrere Hundert Seiten dickes Buch in knapp 100 min. unterzubringen, aber warum hat das dann bei "Interview mit einem Vampir" doch so problemlos funktioniert, während das hier nicht geklappt hat?
Wenn der Film eigenständig steht, fehlen wiederum viele Erklärungen, werden nicht beantwortet. Irgendwie ist er nett zum Ansehen, ansonsten aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Schade!
Dafür sind die Rollen aber recht gut besetzt. Dennoch hätte man den Schauspielern noch viel mehr machen können, zum Teil agieren sie einfach weit unter Wert. (Dennoch wird er wohl unvergessen bleiben, starb die Akasha Schauspielerin doch noch während der Dreharbeiten und man mußte mit ihrem Bruder nachsynchronisieren, da sie eine durchaus ähnliche Stimme haben.)
Eine bisweilen leicht distanzierte Kameraführung und gut gewählte Kostüme bieten ein entsprechendes Flair, auch die Auswahl der Musik scheint passend. Ist es doch kein Wunder, bildet die Musik ja auch einen wichtigen Eckpfeiler in diesem Streifen. 
Doch trotz all der Bemühungen, die man dahinter gesetzt hat, kann "die Königin der Verdammten", bei weitem den Tiefgang des Vorgängers nicht erreichen.
 

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Krieg der Vampire (Vampiros en La Habana)  
Zeichentrick/Action    Kuba/Deutschland/Spanien, 1985, Farbe, 75 min
Juan Padrón 
Paco Prats
Rembert Egües
Juan Padrón und Ernesto Padrón
-
-
Amadeus Werner, Vampir und Wissenschaftler, entwickelt eine Formel, mit der es Vampiren möglich wird, auch tagsüber unterwegs zu sein.
Getestet wird es am Familienoberhaupt, Dracula. Allerdings verfällt dieser zu Staub. Woraufhin die Verbannung folgt. Mit Josef, seinem Neffen, zieht er nach Kuba. Der Junge kriegt das Präparat regelmäßig. Er wird erwachsen und Jazzmusiker, der keine Ahnung von der vampirischen Existenz seines Onkels hat.
Amadeus ist nun überzeugt, daß das Präparat funktioniert und nimmt zu seinen alten Kameraden Kontakt auf. Mit diesem "Vampisol" will er seinesgleichen helfen, kostenlos. Doch die Mafiosi wollen dafür Geld sehen. Jeder Vampir will nun nach Kuba und das Mittel an sich bringen.

Ein äußerst ungewöhnlicher Zeichentrickfilm, der sowohl das Vampir- als auch das Gangstergenre parodiert. Slapstick sowie brachialer Humor begleiten ihn bis zum bitteren Ende. Die Idee hat schon was, wenn man jahrhundertelang die Sonne meiden mußte und nun die Hoffnung besteht, endlich wieder im Tageslicht spazieren zu gehen .... wirkt wohl ähnlich wie das Geld auf die Menschen ... man möchte es unbedingt sein Eigen nennen. Und genauso agieren die Charaktere hier. Zum Teil wirken sie ziemlich überzogen. Möglicherweise war auch nie gedacht eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen.
Eigentlich ist der Film ein netter Unterhaltungsstreifen, mit einigen interessanten Aussagen, aber das war es auch schon, woran sicher auch der Zeichnungsstil das Seine dazu tut - ähnlich wie es bei den Manga/Anime der Fall ist, mag den Stil nicht jeder.
Dennoch darf nicht vergessen werden, egal, ob der Stil nun gefällt oder nicht, in seiner Heimat ist der Zeichner eine Berühmheit.
 

Titel:
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Liebe auf den ersten Biss (Love at first bite)  
Parodie/Komödie    USA, 1979, Farbe, 96 min
Stan Dragoti
-
Charles Bernstein
Robert Kaufman
George Hamilton, Susan Saint James, Richard Benjamin
16
Dracula wird aus seinem Schloß verjagt und landet schließlich in NY. Dort beginnt eine Freundschaft mit dem Modell Cindy, in das er sich verliebt. Deren Freund jedoch ist davon alles andere als begeistert und möchte ihm die Hölle heiß machen. Die einzige Konsequnz ist lediglich, daß man ihn schließlich für einen Irren hält. Denn, wer glaubt heutzutage noch an Vampire?
So gerät er selber in den Verdacht all die Dinge zu tun, die da immer wieder passieren.

Wirklich gute Parodien auf das Vampirgenre gibt es nicht viele. Bei diesem Film handelt es sich allerdings um eine solche: Eine schräge Komödie mit Biß, die das Genre nicht so ganz ernst nimmt, allerdings auf eine Art und Weise, die man durchaus akzeptieren kann. Als Fan des Genres wird man hier nicht veralbert, sondern ernst genommen und ein wenig Humor schadet ja bekanntlich nicht. Mit Bedacht gewählt, bringt einen selbiger immer wieder zum Schmunzeln.
Vor allem sind hier nicht unbedingt die vampirischen Gestalten die Verlierer, sondern deren Jäger, zu charmant ist Mr. Vampir, als daß man ihm ernstlich böse sein könnte.
Stimmungsvoll gemacht und amüsant gedreht bietet sich hier ein Klassiker des Genres. Die Liebe zum Film ist nicht zu übersehen und Dracula mal so ganz ohne spitze Eckzähne - für die 70er Jahre nicht unbedingt üblich.
Man amüsiert sich über den armen Tropf, der glaubt Dracula den Garaus machen zu können und dabei kläglich versagt, während dieser sich um seine Freundin kümmert.
Stimmung und Atmosphäre wirken ungekünstelt, leicht kurzweiliger Fun wird geboten und als Gesamtwerk ist er eher für Zwischendurch geeignet, eine harmlose Komödie für Nachmittage, es wird nicht viel Nachdenken gefordert. 
 

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Liebe mit Biß (My best Friend is a Vampire)
Komödie USA, 1986, Farbe, 90 min
Jimmy Huston
Kingsroad
-
Tab Murphy
Robert Sean Leonard, Cheryl Pollak, Cecilia Peck
12
Der junge Jeremy ist mehr als nur glücklich, endlich der Frau seiner Träume zu begegnen.
Das Glück jedoch dauert nicht lange. Mit Kreuz und Pfahl bewaffnet stürzen sich ein seltsamer Professor und dessen nicht weniger seltsamer Assistent auf sie.
Diese Nacht aber hat alles verändert. Er mag keinen Knoblauch mehr, anstelle von Coke bevorzugt er Blutkonserven. Er kann sich nicht erklären, was vorgefallen ist - und warum er sich so seltsam fühlt.

Auch, wenn der Film einige nette, witzige Szenen hat, so handelt es sich hierbei eher um einen Teenie-Film, der nicht viel Nachdenken erfordert. Anspruchsvoll ist er ganz und gar nicht, eher im Gegenteil. Und kaum gesehen, ist er schon wieder vergessen, es bleibt nicht sonderlich viel hängen. Eine Story, wie viele andere auch. Leider hat er nichts, das ihn aus der Masse der Teenie-Vampirfilme wirklich rausreißt.
Auch, wenn sich die Darsteller durchaus bemühen, so fällt dennoch auf, daß sie nicht viel Möglichkeiten haben, ihren Charakter interessant genug zu gestalten. Somit vergißt man auch diese relativ leicht und rasch.
Die Musik ähnelt ähnlichen Produkten und auch die Stimmung und Atmosphäre erinnern eher an Cheerleader-Filme, denn an einen interessanten Vampirstreifen.
Man kann seine Zeit wesentlich besser nutzen, als diesen Streifen zu sehen, wenngleich es wesentlich schlechtere Werke gibt, als diesen hier.
 

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The Living Dead Girl
Jean Rollin  Frankreich, 1982, Farbe, 87 min
Helena Roulet/Jean Rollin
Les Films A.B.C./Films Aleriaz/Films Du Yuka
-
-
Francoise Blanchard, Marina Pierro,  Carina Barone
18
Drei Ganoven möchten Giftmüll in alten Schloßkatakomben entsorgen. Sie kommen auf die Idee die Särge zu öffnen, die Toten könnten ja auch Schmuck bei sich haben, das wären dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dummerweise fällt der Inhalt des Giftfasses auf die erst kürzlich verstorbene Catherine. Was ansonsten aus Toten eher Zombies macht, wandelt diese in einen Vampir, die auch gleich ihre ersten Opfer auf dem Silbertablett dazu serviert bekommt.
Gemeinsam mit ihrer alten Freundin Helene versucht sie ein zweites Leben. Von ihr wird Catherine auch mit Opfern versorgt. Eines der Mädchen jedoch möchte sie erst nicht umbringen, wird aber von ihrer Natur dann doch dazu getrieben, schließlich greift sie auch ihre Freundin an, kann sie es doch nicht ertragen ein "Monster" zu sein.

Manche der Filmpassagen hätten durchaus kürzer sein können, hier spürt man manchmal lange Strecken, wo nichts geschieht, wo die Stimmung ziemlich abflacht. Ansonsten ist diese aber relativ gut gelungen. Auch, wenn man sie versucht hatte stimmungsvoll zu gestalten, so erinnert einen das dann doch eher an die Literatur früherer Jahrhunderte, wo bisweilen Landschaftsbeschreibungen die Hälfte der ganzen Story ausmachen.
Die Schauspieler hätten besser gewählt werden können, ein hübsches Gesicht steht ja nicht unbedingt für Talent. (Auch, wenn es im Show- und Filmgeschäft wohl oft genug so abläuft.)
Daß Rollin selber ja eine ganz eigene Art hat bestimmte Filme zu drehen, das ist bekannt, vielleicht wäre er besser bei seinem Stil geblieben, anstatt herumzuexperimentieren. Denn auch, wenn er vielleicht einfach mal was anderes machen wollte, so schlug er im Ende doch wieder in die gleiche, altbekannte Kerbe, ohne sonderlich neue Aspekte einfließen zu lassen.
Und auch, wenn Liebesgeschichten zwischen Frauen sicherlich ihre Fans haben, so hätte man aus diesem Streifen dennoch wesentlich mehr machen können.
 

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The Lost Boys 
Action  USA 1987, Farbe, 92 min
Joel Schumacher
-
Thomas Newman
Jeffrey Boam, Janice Fisher, James Jeremias
Gorey Haim, Jason Patric, Dianne Wiest
16
Mit seiner Mutter und seinem Bruder zieht Michael nach Santa Clara. Die Mutter findet bald einen Job in einer Videothek. Sam tut sich mit zwei Comic-Freaks zusammen, während sich Michael der örtlichen Motorradgang anschließt. Nachdem er aus einer, ihm angebotenen Flasche trinkt, beginnt er langsam sich zu einem Vampir zu wandeln. Immerhin soll er doch ganz wie die anderen werden: ein Blutsauger.
Sam und seine beiden Freunde wissen Bescheid wie sie ihm helfen können, lesen sie doch genug Vampircomics. Tatsächlich schaffen sie es, ihn wieder zurückzuwandeln, hat er doch bisher kein Blut getrunken. Die anderen jedoch gehen ihrem unweigerlichen Ende entgegen...

"Lost Boys" sind inzwischen zum Kult und Klassiker avanciert, zu Recht. Dieser Film hat den Vampir aus dem verstaubten, viktorianischen Ambiente in eine moderne, neue Zeit geholt. Vampire essen und trinken wie normalsterbliche Menschen, zeigen Temperament und bieten vieles an Action, nicht nur den Charme und das Ambiente früherer vampirischer Werke.
Der Film ist temporeich gestaltet, wenngleich die Action bei weitem nicht so stark ausgeprägt gezeigt wird, wie zB in "From Dusk till dawn". Für moderne Vampire durchaus angemessen ist die Atmosphäre, die die moderne Welt zeigt, hart und brutal zugleich aber auch konsequent.
Die Musik ist stimmungsvoll gewählt, der Bogen geht von klassisch bis modern, entsprechend gut gewählt zu den einzelnen Szenen. Jedoch zeigen die Schauspieler nicht unbedingt ihr ganzes Können, da wäre sicher noch mehr möglich gewesen.
Die Story selber weist einiges an Lücken auf, doch das fällt nur dann auf, wenn man genauer hinsieht. Somit zwar nicht total logisch, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch.
 



 
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George Romero's Martin
Horror USA, 1977, 95 min.
George Romero
Richard Rubinstein
Donald Rubinstein
George A. Romero
John Amplas, Lincoln Maazel, Christine Forrest
18
Ein junger Mann sucht die Kabine einer Schlafenden auf. Er verpaßt ihr Drogen, wodurch er ungestört das bekommt, was er gerne hätte - ihr Blut. Doch ist er schlau genug danach alles so herzurichten, als hätte sie sich selber die Pulsadern aufgeschnitten.
Am nächsten Morgen wird er von seine Großcousin Cudar am Bahnhof in Pittsburgh abgeholt. Bei ihm wird er in Zkunft nicht nur leben, sondern auch arbeiten. Cudar jedoch ist der felsenfesten Meinung, der Junge sei ein Vampir, was auf einen alten Familienfluch zurückzuführen ist - und er möchte ihm helfen.
Mit Kreuzen, Knoblauch und einem Exorzismus versucht er dessen Seele zu befreien, aber alles vergebliche Liebesmüh.
Die einzige, mit der Martin halbwegs reden kann ist seine Cousine Christina, eine moderne junge Frau, die für den alten Kram nichts übrig hat. Ab und an ruft er auch in einer Talkshow an, doch auch da findet er kein Verständnis.
Obwohl er langsam sein Leben in den Griff zu kriegen scheint, erwacht in ihm wieder die Unruhe, neue Opfer müssen her.  Aber er findet auch eine Kundin, mit der er bald schon so etwas wie eine Freundschaft beginnt. Als sie sich aber eines Tages selber richtet, zieht Cudar die Konsequenzen. Er beschließt Martin auf klassische Art und Weise zu richten: mit Pflock und Hammer...

Ist Martin nun ein echter Vampir oder nicht? Diese Antwort gibt Romero nicht. Die Rückblenden aus alter Zeit helfen da auch nicht bei der Wahrheitsfindung, genauso gut könnten es Wahnvorstellungen sein. Düster wie die Filme um „Henry“, spielt Romero mit der Tristesse des Alltags, aber auch mit den alten Ängsten der Menschen und wie beeinflußbar der Mensch doch eigentlich ist. Natürlich gibt es Filme, die entfernt eine Verwandtschaft zu diesem aufweisen, jedoch bleibt "Martin" ziemlich einzigartig.
Der Film selber bleibt auf seltsame Weise distanziert, doch das tut der Darstellung des Gezeigten sogar ganz gut. Die düstere Musik und das bisweilen blutige Geschehen zeigen Tiefen im Menschen an, die wohl jeder von uns in sich trägt.
Martin ist eine tragische Gestalt, die von einer Ecke in die andere geschoben wird, keiner hört ihm zu, keiner versucht ihn auch nur halbwegs zu verstehen. (Das kennt doch fast jeder.)
Bei ihm kommt noch hinzu, daß er diesen "Familienfluch" mit sich trägt und somit eigentlich kaum Möglichkeiten sieht um seinem vorgegebenen Leben zu entgehen, die Rechnung dafür bekommt er bald schließlich präsentiert.
Was zurück bleibt ist ein mulmiges Gefühl, das einem noch lange nach dem Sehen folgt.
 

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Mein Nachbar der Vampir (Fright Night II)   
Parodie/schwarze Komödie  USA, 1989, Farbe, 99 min
Tommy Lee Wallace
Herb Jaffe und Mort Engelberg
Brad Fiedel
Tim Metcalfe, Micuel Tejada-Flores, Tommy Lee Wallace
Roddy McDowall, William Ragsdale, Traci Lin
16
Vor drei Jahren haben Charly und Peter gegen den Vampir Jerry Dandridge gekämpft.
Nun ist Charly am College, hat neue Freunde gefunden und eine Freundin, Alex, angehende Psychologin. Nach einer Therapie ist er der Meinung, daß es keine Vampire gibt und Dandridge war nur ein wahnsinniger Mörder, der einem seltsamen Kult verfallen war.
Mit Alex besucht er Peter Vincent. Dabei beobachtet er, wie sarggroße Kisten in Peters Haus gebracht werden und eine Gruppe von seltsam wirkenden Leuten das Gebäude betritt. In dieser Nacht hat er einen furchtbaren Alptraum. Eine aus der Gruppe, Regine, besucht ihn, will ihn verführen, doch bevor es zu mehr kommen kann, beißt sie ihn. Das jedoch hat Konsequenzen. Er verträgt kein Sonnenlicht mehr, mag kein Knoblauch mehr. Mit Bewegung und Bowling glaubt er das wieder los zu werden. Bald merkt er, daß sich sein Freund Ritchie mit Regine eingelassen hat. Er folgt ihnen und sieht, wie Ritchie ausgesaugt wird. Bei Peter Vincent erhofft er sich Hilfe, doch dieser meint, es sei sehr unwahrscheinlich, daß die gleichen Leute in so kurzer Zeit wieder über Vampire laufen und außerdem seien das doch seine Nachbarn.
Aber bald schon finden sie sich doch dort ein, platzen in eine Party. Wie sich rausstellt, ist Regine die Schwester Jerry's. Peter merkt, daß sie Vampirin ist.
Am nächsten Tag, Charly glaubt ihm nicht, wird Peter gefeuert, man hält ihn für irre und Regine soll ihm nachfolgen. Er versucht sie zu pfählen und landet in der Klappsmühle. Mit einem Trick kann Alex ihn rausholen, nachdem sie selber die Wahrheit kennen gelernt hat. Charly wird gekidnappt. Mit den Requisitien aus Peters Horrorfilmen, sowie Hostien und Weihwasser machen sie sich ans Werk um Regine das vampirische Licht auszublasen.

Sein Vorgänger "Rabenschwarze Nächte", war gut, doch dieser ist sogar noch besser geworden, wenngleich er auf dem ersten Teil aufbaut, so ist er nur bedingt eine "Kopie" des vorherigen.
Der bissig, schwarze Humor zieht sich von Anfang bis zum Ende durch.
Charly ist älter geworden, reifer, aber seine Probleme sind geblieben. Die Therapie ist nichts als "Gehirnwäsche", wie er später rausfindet und Peter Vincent hat sich nicht im Geringsten geändert. Außer, wenn man sieht, daß er eigentlich noch exzentrischer geworden ist. Feige wie zuvor und doch heroisch, geht er, zusammen mit Charly gegen das vor, was ihm schon einmal fast zum Verhängnis geworden ist.
Es ist herrlich erfrischend zu sehen, wie genial die Charaktere ausgespielt werden. In ihnen steckt Lebendigkeit, die Schauspieler sind durchwegs mit Freude bei der Sache. Die eingesetzten Special Effekte passen gut ins Konzept und sind dezent eingesetzt. Die Musik wirkt als Sahnehäubchen, angenehm zum Anhören und fügt sich gut ein.
Normalerweise ist es ja so, daß Nachfolgefilme eher schlechter geraten als die originalen Filme, oder gar einfach nur abkupfern. Das ist hier ganz und gar nicht der Fall. Das ist auch einer der Gründe, warum das Ansehen dieses Werkes wirklich Spaß macht.
 

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Mel Brooks Dracula - Tot aber glücklich  (Dracula - Dead and Loving it)
Parodie USA 1995, Farbe, 90 min
Mel Brooks
Mel Brooks
Hummie Mann
Mel Brooks, Rudy De Luca, Steve Haberman
Leslie Nielsen, Mel Brooks, Peter MacNicol
16
Nach rasanter Kutschfahrt erreicht Renfield spät nachts die Burg von Dracula. Es ist ihm nicht wohl in seiner Haut, denkt er doch an die Warnungen, die man ihm unterwegs ausdrücklich mit auf den Weg gegeben hat. Der Graf ist ein seltsamer Welcher, aber trotzdem ein Vampir. Renfield wird zum Sklaven gewandelt, der allerdings macht Dracula das Leben auch nicht gerade sehr viel einfacher - im Gegenteil.
Mit der Demeter reisen sie gen London. Renfield ist inzwischen nur noch ein sabbernder Insektenvernichter, der in Dr. Sewards Sanatorium untergebracht wird. Zugleich erkrankt Lucy Westenra und stirbt, woraufhin Van Helsing konsultiert wird. Dieser stellt rasch fest, daß es sich um Vampirismus handeln muß. Um den Blutsauger in eine Falle zu locken, wird ein Ball gegeben, Dracula findet sich vor einem großen Spiegel wieder. Er flieht in einen Glockenturm, im Schlepptau die entführte Mina. Schon fühlt er sich als Sieger, doch die Sonne naht in Riesenschritten.

Unvergessen ist Brooks "Frankenstein junior". Hatte er vielleicht gedacht mit diesem Machwerk an den genialen Film aus den 70ern heranzukommen?
"Dracula - tot aber glücklich" lebt eigentlich nur von peinlichen Gags, unglaubwürdige Szenen und einem Draculadarsteller, der besser bei seinem eigenen Genre geblieben wäre. Nielsen ist wohl der peinlichste und lächerlichste Dracula der Filmgeschichte und das ist wirklich ein Kunststück. Sicher, er spielt nicht schlecht, aber die Gestalt Draculas ist eine erhabene Figur, der man ohnehin schon genug mitgespielt hat. (Daß genrefremde Schauspieler Dracula gut zu spielen vermögen, das hat ja schon zB Jack Palance gut bewiesen.) Anstatt, daß der Adel und die Eleganz gezeigt werden, die diese Figur eigentlich bietet, fehlt das hier nicht nur, sondern es türmen sich auch noch Peinlichkeit auf Peinlichkeit.
Auch, wenn die anderen Schauspieler versuchen ihre Rolle gut zu spielen, so ist es doch eher zum Lachen - aber vor Peinlichkeit. Ein Griff zum Ausschaltknopf des Fernsehers wäre hier an mehr als nur einer Filmszene angebracht.
Wenigstens sind Kulissen und Filmbauten gut gewählt, so ganz in Tradition der Hammer-Filme. Auch die Kostüme und das Make-up sind OK, wenngleich hier aber wieder mal kräftig geklaut wurde (und das nicht mal gut).
Selbst die Musik ist akzeptabel, aber das alleine macht noch keinen guten Film, dient allenfalls zur Unterstützung eines filmischen Werkes.
Leider ist der Streifen nur mit Bauchweh zu verfolgen, es sei denn, man hat den dafür entsprechenden Sinn für Humor. Hat man den nicht, so ist die Zeit, die dafür aufgewendet werden muß, einfach nur vergeudet.
 

Titel:
Genre:
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Musik:
Drehbuch:
Darsteller:
ab:
Bewertung:
Montrak - Meister der Vampire
Action  Deutschland, 100 min.
-
Stefan Schwenk
-
-
-
18
Montrak will die Menschheit vernichten, darum kehrt er wieder zurück. Er ist der Meister der Vampire. Doch bereits vor seiner Rückkehr verbreiten seine Leute Angst und Schrecken. Nur eine Handvoll von Leuten findet sich zusammen, um dem Vampir den Garaus zu machen.

Ein selten schmerzhafter Film. Man merkt zwar, daß die Darsteller eine Menge Spaß beim Dreh hatten, aber leider kann nicht gesagt werden, daß dies auch für den Zuseher zutrifft. 
Schlechtes Make-up, unglaubwürdige Betonungen, wenn sie den Mund aufmachen und in der Handlung uneins, bevor man sich dran macht einen Film zu drehen, sollte man sich ein logisches Drehbuch überlegen, das nicht nach den ersten paar Sätzen unlogisch wird. (zB gibt es eine Szene, in der sich zwei Personen im Mittelalter begegnen, wo die Ansprache innerhalb zweier Sätze von Euch auf Du und wieder auf Euch schwenkt.) Wenigstens auf diese Dinge hätten sie Rücksicht nehmen können.
Die Kameraführung ist bisweilen ziemlich unangenehm (blendendes Sonnenlicht, leicht angewackelte Szenen und ähnliches), die Musik dafür ist wieder halbwegs OK, macht einiges wieder manches gut. Verschiedenen Effekten sieht man sehr deutlich an, daß keine Profis am Werk waren.
Die ersten Szenen wirken wie aus einem Liverollenspiel, übertrieben betont und gesprochen. Bei einem Live verzeihlich, sollte so etwas in einem Film "Montrak" sehr distanziert, dafür aber action- und temporeich gestaltet.
Möglicherweise steht ihnen noch eine große Zukunft bevor, aber dafür müssen noch einige Jahre ins Land gehen und sie selber wesentlich besser werden.
Zugute halten muß man aber, daß es Fans sind, die etwas auf die Beine stellen wollten und tatsächlich die Ausdauer aufbrachten das zu Ende zu bringen, was sie begonnen hatten. Einfach war das ganz sicher nicht. Aber auch, wenn es ein Fanfilm ist, so reicht Spaß beim Dreh alleine nicht aus, um einen guten Film in Szene zu setzen.
 

  Titel:
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Drehbuch:
Darsteller:
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Bewertung:
Moon Child
Action/Thriller Japan, 2003, 120 min
Takahisa Zeze
Takahshi Hirano
Yasukawa Goro
-
Hyde Gackt, Leehom Wang, Zeny Kwok
18
1999 - kurz vor Mitternacht:
Zwei Männer sind auf der Flucht vor der Polizei...
2014 - zwei kleine Jungen, Diebe, finden einen Mann am Boden liegen, dessen Hand zu rauchen beginnt, als die Sonne drauf scheint.
Wieder ein paar Jahre später.
Kei, der Fremde, hat in den Kindern von damals Freunde gefunden, sie haben Fun und Spaß zusammen, doch die Ernsthaftigkeit von Gewalt und Brutalität, die sich im neuen Zeitalter eingefunden haben, lassen ihnen nicht genug Möglichkeiten um auch in Frieden zu leben. Bald schon verlieren sie im Kugelhagel einen von ihnen. Von da ab wird alles anders.
Und wieder eine Weile später
Inzwischen sind die jungen Leute erwachsen, haben Verantwortung, die sie eine ganze Stadt quasi regieren lassen, doch das schafft auch Probleme. Kei ist im Gefängnis gelandet, weil man ihn erwischt hat, wie er sich nährte. Er trank Blut und tötete damit. Doch er will sterben, hat genug vom Leben, allerdings läßt man ihn nicht.

In knapp zwei Stunden werden immer wieder Sequenzen dargestellt, Sequenzen voller Freude aber auch Leid von fünf Freunden und einer davon - Kei - ist ein Vampir. (Allerdings im Stil der europäischen Vampire.)
Die Welt, die dargestellt wird, steckt voller Gewalt und Brutalität. Waffen sind allgegenwärtig und es kommt nicht nur einmal zu einem Schußwechsel, wo Menschen sterben. Eigentlich sollte es in einer solchen Welt ja gar nicht mehr auffallen, wenn ein Vampir sich um seine Nahrung kümmert, dennoch tut es dies und so wird er einkassiert.
Hat er erst Freude am Leben und seinen Freunden, so wird er des Lebens schließlich überdrüssig. (Kommt einem ziemlich bekannt vor, oder?)
Es ist ein eigenartiger Film. Auch, wenn die Darsteller versuchen ihre Charaktere lebendig zu gestalten, so wirken die Figuren doch fremd, es kommt keine Harmonie und Verbindung zu ihnen zustande. Alles das, wird durch die Kameraführung noch unterstützt.
Die Musik wirkt bisweilen eher einschläfernd und markiert damit die Längen, die man hätte kürzen können.
Sicher gibt es einzelne Szenen, die wirklich schön gestaltet sind. (zB, wie der Sire von Kei in den Freitod geht), die Bilder wirken, trotz der kühlen Distanz, dennoch ästhetisch und bisweilen sehr schön anzusehen.
 wirklich fesseln kann er einen nicht.
 

Titel:
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Drehbuch:
Darsteller:
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Nacht der Vampire (La Noche de Walpurgis) 
Abenteuer BRD/ Spanien 1971, 83 min
Leon Klimovsky
Jose A. Perez Giner
Anton Garcia Abril
Jacinto Molina, Hans Munkel
Paul Naschy, Gaby Fuchs, Genevieve Bennett
16
Barbara und Elvira, suchen das Grab der  Hexe Gräfin Wandessa Nadasdy. Sie sind vom Okkulten und auch von ihr fasziniert.
Doch sie verfahren sich, bald ist das Benzin alle. Sie treffen auf einen jungen Mann, Waldemar Daninsky, der ebenfalls als Forscher in Sachen Übersinnlichem unterwegs ist.
Er wohnt als Einsiedler in der Gegend, in einem alten Landhaus. Zwar fehlen Strom und Telephon, doch ist das kein großes Problem und einmal wöchentlich kommt ein Mann vorbei, der Lebensmittel liefert, der könne sie ins nächste Dorf mitnehmen.
In der Nacht taucht eine seltsame Frau auf und empfiehlt ihnen die Flucht, denn ein Vampir würde sie sonst holen.
Doch sie lassen sich nicht beirren, sondern machen sich auf die Suche nach dem Grab. Tatsächlich finden sie es, Waldemar entfernt das darauf liegende Kreuz, Barbara verletzt sich beim Öffnen und benetzt mit ihrem Blut den mumifizierten Körper.
Elvira wird von einem lebenden Toten angegriffen, den Waldemar erledigt. Durch das Blut zurückgeholt taucht die Gräfin, wieder verjüngt, auf. Doch sie will noch mehr.

Paul Naschy wieder mal in einer seiner Paraderollen als Werwolf Waldemar Daninsky. Vielleicht ist er weniger bekannt als Christopher Lee mit seiner Paraderolle, doch Naschy ist nicht mehr als DER Parade-Werwolf inzwischen. Er hat dieses Wesen in verschiedenen Filmen immer wieder dargestellt.
Allzu logisch ist die Handlung ja nicht gerade, aber das ist nicht der erste Film, wo das so ist. Stimmung und Atmosphäre ähneln sehr anderen Naschy-Filmen, aber auch an Filme  wie zB "die reitenden Leichen".
Viel Geld für Effekte haben die Produzenten ja nicht gerade springen lassen, es handelt sich hierbei eher um eines der sogenannten Dutzendprodukte ganz im Stil der gleichen Linie wie viele zuvor oder danach.
Naschy ist seiner Paraderolle durchwegs treu geblieben, irgendwie kam es dann bald schon so weit, daß man ihm nicht mehr viel Handlungsspielraum ließ. Auch die anderen Schauspieler könnten mehr und besser spielen, nur ließ ihnen wohl das Skript nicht sehr viele Möglichkeiten.
Sein Make-up ähnelt sich sehr stark in vielen Filmen und auch hier entspricht es dem durchaus gewohnten Bild. Dafür läßt selbiges bei den anderen Schauspielern leider etwas zu wünschen übrig.
Die verwendeten Schauplätze bieten einen schönen Anblick, fast unberührte Natur, schöne Wälder und Einsamkeit, ideal für einen Urlaub.
Man hätte sicher mehr machen können aus dem Skript, so jedoch liegt der Film im guten Durchschnitt.
 

Titel:
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Nachtschatten  (Night of the vampire hunter) 
Thriller    D, 2000, Farbe, 95 min
Ulli Bujard
Nicole Müller
Guido Meyer de Voltaire
Nickel Keller
Nicole Müler, Stefan "Cheesy" Keseberg, Alex Kaese
-
"Nachtschatten"
Diese neue Romanheftserie ist der Renner. Der Autor schreibt gut, hat den Vampirmythos entstaubt und damit großen Erfolg -  was aber auch kein Wunder ist, lebt er doch mit einer echten Vampirin, mit Selin, zusammen. Allerdings betont er in Interviews immer wieder, daß er nicht an Vampire glaubt. 
Selin selber ist mit ihrer Existenz gar nicht einverstanden, betätigt sich sogar als Vampirjägerin, in der Hoffnung irgendwann ihren eigenen "Meister" zu erwischen. Allerdings haben die Leichen keine vampirischen Merkmale mehr an sich, den Mörder nennen die Medien "Nachtschwärmer".
Jen ahnt nichts vom Doppelleben seiner Freundin, denkt, sie würde in einem Nachtjob im Photolabor arbeiten. Eines Abends wird sie verletzt und gerät an den seltsamen Arnold. Der pflegt sie, kümmert sich um sie, möchte dafür aber zum Vampir gewandelt werden, was sie kategorisch ablehnt.
Er heftet sich an ihre Fersen und merkt bald schon, daß sie eigentlich die Mörderin ist. So schwört er Rache und verrät sie an den Obervampir. Zur Belohnung erwartet er sich die Wandlung. Selin bekommt nun wirklich Schwierigkeiten.

Eine totale Überraschung. Das Cover ist durchaus viel versprechend, aber wirkt trotzdem eher durchschnittlich. Aber das, was man dann filmisch vorfindet ist besser, als man eigentlich erwartet.
Viel Geld stand sicher nicht zur Verfügung, das merkt man zwar schon, aber es ist so geschickt "umgangen" worden, daß es nicht stört.
Die ganze Story ist durchdacht und macht Sinn!
Bujard nutzt die Zeit aus, die er hat, weiß die Szenen gut auszuspielen.  Die Sequenzen sind gut ausgeleuchtet, die Kameraführung kann sich durchaus sehen lassen.
Die Schauspieler sind mit Freude und Liebe (vielleicht aber nicht unbedingt mit tollem schauspielerischem Können)  bei der Sache. Und auch, wenn die Dialoge nicht immer die besten sind, so wirken sie durchwegs logisch - was bei vielen Filmen mit mehr Budget nicht unbedingt der Fall ist.
Wirklich gelungen sind die Splatterszenen, bisweilen detailiert, aber nicht übertrieben.
Der Film selber ist "günstig" gemacht, ein "Hobbyfilm", aber durch die Liebe und das Herz, das darin steckt, besser als so mancher Blockbuster, der mit Unsummen gemacht wurde.
 

Titel:
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Nachtschicht (Graveyard Shift)
Thriller    Canada, 1986, Farbe, 90 min
Gerard Ciccoritti
Lightshow Communications/Cinema Ventures Inc.
Nicholas Pike
Gerard Ciccoritti
Silvio Oliviero, Helen Papas, Cliff Stoker
18
Der Vampir Stephen Tsepes arbeitet als Taxifahrer, denn irgendwie muß man sich ja auch die Miete verdienen. Er nimmt nur dem Tode nahe Opfer und schenkt ihnen die Unsterblichkeit. Doch dadurch werden sie auch zu Vampiren. Stephen ist der Chef in der Stadt und versucht die Balance zwischen Vampiren und Menschen zu erhalten. Er sorgt dafür, daß keiner seiner "Zöglinge" ein Opfer im Blutrausch ermordet.
Eines Nachts trifft er auf Michelle, beide fühlen sich angezogen voneinander.
Er lädt sie ein zu einer Halloween Party, wo sie sich verlieben. Michelle hat Krebs und wird sterben, aber wenn er sie zum Vampir macht, wird die Leidenschaft zueinander vergehen. Er hat einfach keine Ahnung, wie es weitergehen soll, zumal es auch genug Faktoren gibt, die gegen sie beide arbeiten.

Optisch gesehen ist der Film recht gut gelungen. Ansonsten ist er aber leider ziemlich vorhersehbar, man kann sich kaum auf eine Überraschung einlassen, denn diese gibt es nicht.
Die Dialoge sind, ebenso wie die Darsteller nicht gerade das Gelbe vom Ei. Hier hätte man sich einiges besseres einfallen lassen können. Und auch die Geschichte hat so viel mehr an Potential, als man hier sieht. Es wurde sehr vieles verschenkt, vor allem dann, wenn man sich auf einen Handlungsstrang geeinigt hätte, anstatt an verschiedenen herumzubasteln und dann erst recht nichts zuwege zu bringen. Vieles wird begonnen, aber kaum was geht zu Ende.
Und auch, wenn es Filme gibt, bei denen dieses Konzept durchaus funktioniert, dieser hier gehört auf keinen Fall dazu.
Den Schauspielern hätte man durchaus auch mehr Möglichkeiten geben können, denn sie wirken doch irgendwie eingesperrt in den Rollen, die sie spielen.
Mit den Effekten wird zum Glück gespart,  die wenigen, die man einsetzt reichen aus, aber auch hier hätte man wesentlich mehr draus machen können.
Leider hält der Film bei weitem nicht das, was er verspricht.
 

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Nachts wenn Dracula erwacht (ElConde Dracula)   
Thriller  BRD, Spanien, Italien, GB, 1969, Farbe, 93 min
Jess Franco 
-
Bruno Nikolai
Erich Kröhnke, Jess Franco, Augusto Finocchi
Christopher Lee, Herbert Lom, Klaus Kinski
18
Eine weitere Adaption von "Dracula". Auch hier wurden wieder Namen der Charaktere vertauscht und in andere Position gesetzt.

Die einschlägigen Filme, die Franco immer wieder gedreht hat, so sticht dieser Film sicherlich aus seinen "normalem" Werken heraus. Hier hat er sich wesentlich mehr Mühe gegeben, als es sonst der Fall war - und es ist mit Abstand einer seiner besten. Es ist bei weitem nicht so viel nackte Haut zu sehen, dafür ist aber mehr Logik und Liebe eingebracht. 
Natürlich sind auch Christopher Lee und Klaus Kinski wichtige Faktoren, die dem Film ein gewisses Niveau geben.
Während Lee durchaus einen breiten Spielraum bekommen hat, so fällt schon auf, daß Kinski recht wenig Zeit zugestanden wird.
Abzüglich der Honorare für diese beiden Schauspieler blieb wohl nicht mehr sonderlich viel Geld fürs restliche Budget über. Möglicherweise wollte man auch nur mit diesen Beiden zugkräftige Publikumsmagneten haben.
Die Dialoge wirken nicht schlecht, sie machen durchwegs Sinn. Make-up und Effekte sind durchwegs angemessen eingesetzt, nicht übertrieben, aber man hätte sie dennoch zum Teil besser machen können..
Doch an den Kulissen merkt man schon, daß kaum noch Geld übrig war. Sie erinnern sehr stark an Pappmache. Aber mehr als guter Durchschnitt ist dieser Streifen dennoch nicht.
 

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Nadja 
Thriller  USA, 1994, s/w, 93 min
Michael Almereyda
Amy Hobby & Mary Sweeney
Simon Fisher Turner
Michael Almereyda
Elina Lowensohn, Peter Fonda, Galaxy Craze
18
90er, Lucy trifft auf Nadja, eine seltsame Person, Rumänin. Sie ist hier um ihren Zwillingsbruder Edgar zu treffen, dieser ist besonders besorgt um sie, denn zusammen wollen sie den Tod ihres Vaters verarbeiten. Bei diesem handelt es sich um Graf Dracula.
Sie verführt Lucy, deren Mann der Neffe Van Helsings ist und dieser hatte Dracula gepfählt. Jim findet am nächsten Morgen seine Frau totenbleich und völlig apathisch auf. Sie meint, sie hätte ihre Periode, doch das wie ist sehr seltsam.
Gemeinsam mit seinem Onkel verfolgt Jim Lucy, die sich in einer Bar einfindet, was Lucy gar nicht recht ist. Leicht schleudert sie ihren Mann über den Thresen. Van Helsing sieht klar.
Inzwischen hat Nadja ihren  Bruder gefunden. Dieser will sein Erbe loswerden und es "aushungern". Nadja und ihr Diener Renfield schaffen ihn zu sich nach Hause. Auch Lucy findet sich ein, gefolgt von den Vampirjägern. Im folgenden Kampf kann Nadja entkommen. Edgar will Van Helsing im Kampf unterstützen. Sie verfolgen sie nach Transsylvanien, zu ihrem Familiensitz. Nadja wird gepfählt und geköpft, Lucys Bann gebrochen, doch kurz vor ihrem Tod kann Nadja noch ihr Blut transferieren und somit in einem neuen Körper weiterleben.

Das erste, das auffällt ist, daß er in Schwarz-Weiß gedreht wurde.  Aber man gewöhnt sich relativ rasch daran.
Gerade diese Farbgebung wirkt auf Stimmung und Atmosphäre.
Die Schauspieler sind recht gut gewählt. Elina Lowensohn ist war eine gute Wahl für die Hauptdarstellerin. Sie spielt die Rolle wirklich gut. Auch die anderen Charaktere sind durchwegs gut besetzt, bis hin zu einem schmierig wirkenden Van Helsing, dem man seinen Hausschlüssel nicht unbedingt anvertrauen würde.
Dialoge und Texte wirken durchwegs sinnvoll, aber ein wenig mehr Mühe hätte man sich damit doch machen können. Das wurde leider hier verabsäumt.
Die Schauplätze hätten durchwegs vielleicht etwas besser ausgesucht werden können, aber im Grunde sind sie für diesen Film ganz OK. Wenn man heutzutage einen Film in Schwarz-Weiß dreht kann das zwei Gründe haben, entweder um Geld zu sparen oder um eine ganz besondere Stimmung zu erzeugen. Wenn es hier um die Atmosphäre ging, so hätte man zumindest Plätze aussuchen können, die in Schwarz-Weiß Stimmung besser rübergekommen wären. Außerdem hätte es dem Film gut getan, wenn man mit Kerzen und ähnlichem gearbeitet hätte, was einst klappte, das sollte man nicht unbedingt immer völlig vergessen. Ansonsten ist es jedoch ein guter Cocktail, fein gemischt und abgestimmt, fast schon eines Mario Bava's würdig.
 

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Near Dark - Die Nacht hat Ihren Preis   
Action    USA 1987, Farbe, 89 min
Kathryn Bigelow
Steven-Charles Jaffe
-
Eric Red, Katryn Bigelow
Adrian Pasdar, Jenny Wright, Lance Henriksen
18
Der junge Farmerssohn Caleb, trifft auf die hübsche, mysteriöse Mae. Sie fasziniert ihn ungemein. Kurz vor Sonnenaufgang fleht sie Caleb an, sie so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Der erpreßt einen Kuß von ihr. Sie schlägt die Zähne in seinen Hals, tötet ihn aber nicht. Caleb fühlt die Metamorphose. Sein Auto springt nicht mehr an, er beeilt sich heimzukommen, bricht kurz vor der Farm zusammen. Ein Wohnmobil mit abgedunkelten Scheiben entführt ihn.
Das erste was er sieht ist Mae und dann seine zukünftige Familie. Sie sind nicht sonderlich begeistert davon. Binnen einer Woche soll er lernen zu töten, was er aber nicht kann.
Erst, als er die Gruppe im letzten Augenblick vor der Sonne rettet, wird er halbwegs akzeptiert, dennoch möchte er wieder heim zu seiner menschlichen Familie.
Er flüchtet und wird mittels einer Bluttransfusion wieder zum normalen Menschen, doch die Vampire können - und wollen das nicht hinnehmen.

Near Dark ist einer der "Entstauber" des Vampirfilmgenres, hat sich inzwischen Kultstatus erobert. Was nicht zuletzt daran liegt, daß er so ganz anders ist, als die Vampirfilme des Zeitraumes, wo er gedreht wurde.
Die heiße Sonne, die ständige Flucht und das ewige Verstecken bekommt man als Zuseher recht gut mit. Die Charaktere wirken lebendig und wirklich leidend. Die Vampire sind modern, ziehen mit einem Wohnmobil durch die Gegend, quasi mobil, nicht so wie die Vampire in den alten Filmen, die ständig nur auf ihrer Burg oder ihrem Schloß hocken.
Dennoch, warum sollte man als Vampir immer Gewissensbisse haben? Man ist doch ein Raubtier, stärker, als der Mensch.  Man lebt vielleicht ewig, aber doch im Hier und Jetzt. Und das ist etwas, was der Film versucht zu erzählen.
Es ist vielleicht nicht immer ein Geschenk, Vampir zu werden, aber wenn man es ist, sollte man doch versuchen damit halbwegs klar zu kommen oder man hat das Glück eine Familie zu haben, wie Caleb.
Action- und Temporeich gestaltet vergeht die Zeit ziemlich rasch. 
Die Atmosphäre und Stimmung wirkt angespannt, aber nicht auf ungute Art und Weise, sondern fast um den Adrenalinlevel des Zusehers zu heben. Die Musik wirkt modern und unterstützt den Adrenalinschub, den man beim Sehen bekommt.
 

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The Nightflier
Action/Thriller  USA 1997, Farbe, 89 min
Mark Pavia
Mitchell Galin , Richard P. Rubinstein
Brian Keane
Jack O'Donnell & Mark Pavia
Miguel Ferrer, Julie Entwisle, Dan Monahan
16
Richard Dees ist ein alter Hase im Journalismus, zynisch und bei weitem nicht mehr so erfolgreich wie noch vor einigen Jahren. Dennoch ist er der beste Reporter der Zeitung "The Inside View", das Themen wie Serienmörder, Aliens, Kornfelder und ähnliches bietet.
Er wird auf einen "modernen Dracula" angesetzt, den "Night Flier", wie man den mysteriösen Serienkiller nennt, der seine Opfer mit tiefen Bißwunden am Hals zurückläßt. Mit seinem eigenen Flugzeug folgt er ihm und wird immer besessener von der Idee die Identität des Mörders aufzudecken. Bald schon glaubt man, daß er die Morde begeht und verfolgt ihn....

Kurzgeschichten zu verfilmen hat Vor- und Nachteile, man kann ja praktisch gesehen viel da rausholen oder ganz viel vermasseln, je nach Drehbuchautor. Ein wenig "altmodische" Effekte für die Spannung, ein gut gespielter Reporter, zynisch bis zum Geht-nicht-mehr und eine nette Story. Dennoch fehlt so viel, was man da noch hätte einbauen können und andererseits sind Sequenzen dabei, die man lieber hätte lassen sollen.
Die Rollen wirken etwas unausgegoren. Der Vampir ist dort, wo man ihn bald schon vermutet, quasi führt eines ins andere, Überraschungen gibt es eigentlich keine, dafür ist alles ziemlich vorhersehbar. Das hätte man durchaus spannender gestalten können.
Dafür stimmt die Atmosphäre, die düster und dunkel gehalten ist, wenigstens, wenn es um die Szenen mit dem Flieger geht.
Es ist ein netter Film für Zwischendurch, leichte Schonkost. Dennoch ist es eher eine TV-Produktion, denn ein Kinofilm. Ist ja im Grunde nichts dagegen zu sagen, dennoch mag das auch einer der Gründe sein, warum man das Gefühl hat, daß irgendwie noch etwas fehlt.
 

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Nightlove (Nightlive)   
Romanze/Thriller USA, 1989, Farbe, 93 min
Daniel Taplitz
Robert T. Skodis
Dana Kaproff
Daniel Taplitz, Anne Beatts
Ben Cross, Maryam d'Abo, Keith Szarabajka
16
Angelique hat die letzten 100 Jahre verschlafen. Archäologen haben die Schöne geweckt, ganz unbeabsichtigt.
Sie kennt sich natürlich in dieser neuen Welt ganz und gar nicht aus, ein Schwächeanfall streckt sie nieder.
In einem Krankenhaus erwacht sie wieder, der junge Hämatologe Dr. Zuckermann, kümmert sich um, denkt er doch, sie hätte eine sehr seltene Blutkrankheit. Beide fühlen sich einander zugetan.
Angelique hat sich inzwischen eingefunden in diese Welt. Hat ein Apartment und eine Haushälterin. Doch womit sie nicht gerechnet hat ist, daß ihr Ex, der skrupellose Vlad, sie zurück möchte. Sie jedoch kann ihn nicht ausstehen, weidet er sich doch an der Qual seiner Opfer, während sie es eher "softlike" möchte.
Der Arzt steht knapp vor einem Durchbruch, daß sie niemanden mehr zur Ader lassen muß.

Eine witzige Idee jagt die andere, einige nette Gags sind eingeflochten und der Kurzweil kommt nicht zu knapp.
Allerdings merkt man sehr gut, daß nur sehr wenig Geld zur Verfügung gestanden ist, hätte man mehr gehabt, hätte man sicher noch mehr aus dem Film machen können.
Dennoch hat man sich beim Drehen bemüht.
Die Geschichte selber ist recht originell, die leicht beschwingte Musik tut ein übriges dazu.
Selbst die Charaktere wirken nicht sonderlich flach, sondern lebendig, wenngleich das aber nicht für alle gilt. Ein paar der Charaktere könnten mehr Tiefgang vertragen.
Der Film selber ist nette Unterhaltungskost für zwischendurch, leicht verdaulich und mit Sinn für Humor versehen. Über allem steht die Liebe, ohne die weder der Hämatologe noch Vlad etwas tun würden und zwischen den beiden steht die hübsche Angelique, die aber genau weiß, was sie will.
 

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Nightmare Sisters 
Teeniehorror   USA, 1987, Farbe, 91 min
David DeCoteau
Dave DeCoteau
Del Casher
Kenneth J. Hall
Linnea Quigley, Brinke Stevens, Michelle McClellan
16
Studentenverbindungsschwestern sind bisweilen nicht immer intelligent, das zeigen auch diese drei, die hier drei angesehene männliche Gegenparts einladen zu einer Freitagabendparty. Doch den dreien wird untersagt hinzugehen, von ihren älteren "Brüdern", die sie eh immer ärgern und gehen sie doch hin, werden sie rausgeschmissen. Doch irgendwie ist das egal, sie gehen trotzdem hin. Sie beschließen eine Seance abzuhalten. Aus der verwendeten Kristallkugel zucken Blitze und ein Geist erscheint. Die Mädchen verwandeln sich und mutieren zu Nymphomaninnen. Die Jungs sind verwirrt, die älteren Verbindungsbrüder tauchen auf und sperren sie ein, da sie sich selber den Mädchen widmen wollen. Doch diese bluten sie aus, übrig bleibt von den Jungs nur Staub, denn sie zerfallen. Die drei Eingesperrten können sich befreien und flüchten, rufen einen Exorzisten, welcher feststellt, daß es sich um Succubi handelt. Die Mädchen werden überwältigt und der Exorzismus beginnt.

Und ein weiterer Teenie-Film, der nicht viel Tiefgang besitzt.
Weder die Musik noch die gewählten Schauplätze sind sonderlich originell.
Auch die Darsteller lassen durchwegs zu wünschen übrig. Allerdings scheint es fast so, als wäre das das Höchste der Gefühle, was die Schauspieler zustandebringen.
Die Idee mit den Succubi ist durchaus nett, aber man hätte mehr draus machen können. Viele Möglichkeiten wurden einfach verschenkt. Doch dafür hätte man auch von einem anderen Punkt ausgehen müssen, ein anderer Ansatzpunkt wäre eine Möglichkeit gewesen, um etwas mehr Sinn in die Geschichte zu bringen.
Charme ist kaum vorhanden und die Scream-Queens sind zwar nett zum Ansehen, aber sie spielen genau das, was sie darstellen sollen - College-Mädchen, aber keine, die vorzugsweise nur das Lernen im Kopf hätte, sondern solche, denen Partys wichtiger sind. Also das "normale" Studentenleben, wie es in Amerika vielleicht sein kann, und in so vielen Filmen immer wieder gezeigt wird, findet sich auch hier ein.
Um einen guten Film aus diesem Streifen  zu machen, müßte praktisch alles umgekrempelt werden. Ansonsten bleibt er was er ist - unterer Durchschnitt.
 

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Nocturna
Parodie      USA 1979, Farbe, 78min
Harry Tampa
-
Reid Whitelaw/Norman Bergen
Harry Tampa
Nai Bonet, John Carradine, Yvonne de Carlo
16
1983 haben es Vampire auch nicht mehr gerade einfach.  Da Blutkonserven auch nicht ewig das Wahre sind, wird der Familienwohnsitz zum Hotel gemacht. Nocturna ist der letzte Sproß derer von Dracula und quasi Managerin des Hotels. Eigentlich soll sie ja einen Werwolf heiraten, aber sie verliebt sich in einen jungen Musiker, nach einer Liebesnacht hat sie sogar ein Spiegelbild.  Schande! Sie will mit ihm gehen, sterblich werden. Doch ihrer Familie paßt das alles gar nicht.
Hat die Familie bisher schon Schwierigkeiten gehabt, so ändert das eine Menge. Wie so viele andere, deren Eltern nicht einverstanden sind, will auch sie sterben, allerdings wählt sie dafür den Sonnenaufgang auf der Manhattan-Brücke.

Dracula ist nach so langer Zeit auch langsam ins "Rentenalter" gekommen, hat künstliche Zähne erhalten und das Konservenblut...
Das ist ein zwar bisweilen amüsant, aber eigentlich ein sehr trauriger Anblick. Die Effekte hätten sie besser machen können. Viel Geld scheint für die Produktion nicht gerade aufgewendet worden zu sein, was man leider ziemlich gut merkt.
Sowohl Carradine als auch Yvonne de Carlo (ehemaligst ja bekannt als Lily Munster) hätten sich bessere Rollen verdient als das, was man ihnen hier aufgetischt hat. Beide sind zwar bemüht um ihren Rollen gerecht zu werden, jedoch hat man ihnen einfach nicht genug Möglichkeiten gegeben um diese auch wirklich passend auszuspielen.
Auch die Dialoge sind eher eine Zumutung, wenngleich sie immer noch besser sind, als manche andere Parodien und deren Texte.
Um einen wirklich guten Film aus diesem Streifen zu machen hätte noch viel mehr Arbeit reingesteckt gehört und das wurde verabsäumt.
 

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Nosferatu in Venedig (Nosferatu a venezia)
Drama  Italien, 1986, Farbe, 89 min
Augusto Caminito
Scena Film/Reteitalia S.P.A
Luigi Ceccarelli
Augusto Caminito
Klaus Kinski, Christopher Plummer, Donald Pleasance
16
Professor Catalano ist ein Experte in Sachen okkulter Dinge. Zur Karnevalszeit lädt ihn die adelige Familie Canins ein. Bald schon erfährt er, daß die schöne Gräfin Helietta glaubt, ihre Familie sei verflucht, denn eine Ahnin hatte einst etwas mit dem Vampir. Dieser liegt in einem Sarkophag in ihrem Keller. Man hält eine Seance ab, um Nosferatus Geist zu beschwören. Doch der befindet sich ganz wo anders. 200 Jahre lang reiste er mit einem Zigeunervolk herum, wurde zu deren Herrn. Eine alte Zigeunerin offenbart ihm Gräfin Heliettas Antlitz, was Nosferatu dazu bewegt, umgehend nach Venedig aufzubrechen, sieht sie doch seiner einstigen Geliebten ähnlich wie ein Zwilling. In ihr erhofft er die Liebe, die ihn zu erlösen vermag.
Auch, wenn man ihn mit allen Mitteln zu vertreiben sucht, findet er doch Heliettas Herz, willig folgt sie ihm. Jedoch hat sie einen Makel, sie ist keine Jungfrau mehr und als solches nutzlos für seine Erlösung. Diese erhofft er sich bald darauf von Heliettas Schwester Maria, die sich ihm auch tatsächlich hingeben will. Das Ambiente Venedigs kommt in diesem Film recht gut rüber, alt und atmosphärisch, voller Geschichte, so bietet sich die Lagunenstadt. Alles unterstrichen von passender, bisweilen morbide wirkender Musik.
Vor einem solchen Hintergrund sucht der Vampir nach etwas, das kaum zu finden sein mag, verquickt mit einer Frau, die sehr viel Wert auf einen Teil der Familiengeschichte legt, die schließlich Wahrheit wird. Auch so können sich bisweilen Träume erfüllen.
Der Vampir wirkt müde, seine Augen sprechen von Alter und zuviel Erlebtem, doch er gestattet sich nicht zu gehen, nicht, bevor er nicht das Herz seiner Liebe bekommt. Und schließlich hat er es in seiner Hand. Doch die verlorene Unschuld gibt ihm einen kräftigen Rückstoß.
Und so wie er einer Manie hinterherjagt, so tut dies auch Helietta. Denn sie lebt nur für ihn...
Bisweilen tauchen zwar Logikfehler auf, aber das stört kaum. Die Stimmung ist düster, dunkel gehoben und morbide.  Dieses und die dazugehörige seltsame Atmosphäre bilden einen leicht degenerierten Hintergrund, der die ganze Zeit über anhält. Und über allem steht der Tod, der drohend die Leben an sich nimmt.
 

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Nosferatu  -  Phantom der Nacht  
Horror/Drama   BRD/Frankreich, 1978, Farbe, 108 min
Werner Herzog
-
Popul Vuh (Florian Fricke)/Richard Wagner/Charles Gounod/Vok Ansambl Gordela
Werner Herzog
Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz
16
Ein Remake des Stummfilmklassikers von Murnau. Die paar Änderungen, die eingebaut wurden, geben dem Ganzen aber etwas ganz Eigenes, quasi eine komplett neue Version. So zB heißt der Vampir hier nicht mehr Orlok, sondern Dracula, aber wer beide Filme kennt, der wird sicher noch genug Eigenständiges entdecken.

Ausnahmsweise mal ein Remake, das mit dem Original zwar nicht gleichziehen, aber doch mithalten kann. Es gibt ein paar wirklich nette Szenen, wie zB die Ratten und Draculas Einladung. Der Tod hält Einzug in der Stadt, was diese netten kleinen Tierchen so richtig schön verkörpern.
Ähnlich dem Original herrscht auch hier eine drückende, schwerfällige Stimmung vor, untermalt von passender Musik.
Die Darsteller wirken lebendig, gehen beinahe in den Rollen auf. Doch sie alle werden von Kinski locker an die Wand gespielt.
Action gibt es kaum, alles scheint auf Atmosphäre ausgelegt und alles dient dieser.
Nicht zu übersehen sind auch die Schauplätze, an denen gedreht wurde und die zusätzlich stimmungsvolle Bilder abgeben.
Kleinigkeiten hätten zwar besser gemacht werden können, jedoch sind die eher in der Minderheit und damit fallen sie kaum ins Gewicht.
 

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Nosferatu - eine Symphonie des Grauens 
Horror/Drama   Deutschland 1922 SW, 64 min
Friedrich Wilhelm Murnau
-
Hans Erdmann
Henrik Galeen
Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder
-
1838 leben das Ehepaar Hutter in Bremen, sie sind glücklich. Hutter wird von seinem Chef nach Transsylvanien geschickt, soll dort Graf Orlok ein Haus in Bremen verkaufen. Gutgemeinte Warnungen nimmt er nicht ernst, aber wirklich wohl fühlt er sich dennoch nicht, je weiter er kommt, desto seltsamer ist sein Gefühl.
Eine rasende Kutschfahrt durch die Berge bringt ihn schließlich zu Orloks Schloß. Er ist ein seltsamer Welcher, sieht furchteinfllößend aus. Als Hutter sich beim Essen schneidet, saugt Nosferatu seine Wunde aus.
Rasch kommt der Vertrag zustande. Orlok möchte rasch zu Ellen Hutter, nachdem er ihr Bild erblickt hatte. Thomas Hutter bleibt zurück, eingesperrt, mit zwei kleinen Wundmalen am Hals.
Bald kommt Orlok in Bremen an, ihm folgt die Pest. Hutter, der an Bord der Demeter ihm nachreist, doch das Schiff ist bald menschenleer. Ellen bekommt das Buch, das sich im Gepäck ihres Mannes findet und erkennt, was Sache ist. Sie opfert sich selber, um die Menschen zu retten.

Murnaus bekanntester Streifen heutzutage. Hatte er schon mit einer Adaption von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" Erfolg, so glaubte er das auch hier zu erreichen, doch da machte ihm Florence Stoker einen Strich durch die Rechnung. Sie klagte, nachdem er erst die von ihr geforderte Summe fürs Filmrecht nicht zahlen wollte, auf  Verletzung des Urheberrechts. 1925 bekam sie in allen Instanzen Recht. Einige ins Ausland verkaufte Kopien konnten den Film erhalten, alle anderen wurden vernichtet. 1987 kam es zu einer Rekonstruktion von Erno Palatas, dem Leiter des Münchner Filmmuseums.
Gedreht an Originalschauplätzen, so weit möglich, setzte "Nosferatu" Inspiration für Regisseure wie zB Browning - vom Geisterspuk bis hin zum Wahn.
Die Art der Kameraführung ist zwar typisch für die damalige Zeit, aber dennoch ungewohnt, weil - im Gegensatz zu den meisten anderen damals gedrehten Filmen, dieser in vielen Szenen draußen gedreht wurde.
Max Schreck ist bis heute unvergessen, seine Darstellung eines Vampirs ist etwas ganz Besonderes. Er wirkt tatsächlich wie ein lebender Toter und damit ziemlich erschreckend, zugleich aber auch kann er - ob seiner Traurigkeit - weibliche Herzen dennoch erobern, Häßlichkeit ist kein Faktor in diesem Fall. Ausdrucksstark wirken die Gesichter, das würde man auf diese Weise heute wohl nicht mehr schaffen.
 
 

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Der Omega Mann   
Thriller    USA, 1971, Farbe, 95 min
Boris Sagal
Walter Seltzer
Ron Grainer
John William Corrington und Joyce H. Corrington
Charlton Heston, Anthony Zerbe, Rosalind Cash
-
Nach einem  russisch chinesischer Grenzkrieg ist, dank der eingesetzten bakteriologischen Waffen kein Mensch mehr am Leben. Auch Amerika wurde nicht verschont.
Der einzige Mensch, der scheinbar noch lebt ist Robert Neville. Ihm gelang kurz vor dem Zusammenbruch die Herstellung eines Antidots, das er sich noch rechtzeitig injizieren konnte. Seit drei Jahren lebt er praktisch allein, zieht durch die einsamen Straßen in der Hoffnung auf einen anderen Menschen zu treffen.
Ein paar Überlebende gibt es schon noch, doch das sind Mutanten, lichtscheue Albinos. Sie hassen, was einst ihre Gesellschaft ausmachte, das, was den Untergang herbeiführte.
So wenig wie dafür Platz ist, so wenige ist für Neville Platz. Dieser macht auf die Albinos Jagd. Eines Tages entdeckt er Lise. Sie befreit ihn auch, als er in die Hände der Albinos fällt und bringt ihn in ihr Versteck. Doch auch hier hält die Seuche Einzug. Neville kann zwar einen der Jungen retten, doch um die Tinktur in Mengen herzustellen, muß er zurück in seine Wohnung, wo allerdings die Albinos schon auf ihn warten.

"Ich, der letzte Mensch", auf dieser Geschichte beruht dieser Film. Bereits einmal kam es zu einer Verfilmung mit Vincent Price in der Hauptrolle. Leider wird in diesem Film vieles übergangen. Aber man hat trotzdem versucht sich ans Original zu halten.
Das vampirische Make-up wirkt billig gemacht, da hätte man sich schon besseres einfallen lassen können. Auch die Trickeffekte hätten besser gemacht werden können.
Wenn man schon wenig Geld zur Verfügung hat, so ist das doch kein Grund gewisse Faktoren so versanden zu lassen.
Dafür sind die Schauspieler durchwegs recht gerne bei der Sache. Ungewohnt der Hauptdarsteller, Charlton Heston, den man vielleicht eher in anderen Filmen erwartet hätte. Aber er macht seine Sache trotzdem gut...
Die Idee, die Charaktere in einer postnuklearen Zeit anzusiedeln wird immer wieder gerne aufgegriffen. Es ist nicht sonderlich einfach ein Leben lang sich an Regeln und Bestimmungen zu halten. Eine menschenleere Welt wirkt verlockend und doch - es würde einem schon was fehlen, angefangen vom Gesprächspartner bis hin zu Freunden, mit denen man mal einen trinken geht oder ganz anderer Dinge macht. Alles das wäre dann vorüber - und das wäre dann doch ein ziemlich einsames Leben.
Interessant ist eher der Gedanke, wie die Welt danach für die Überlebenden aussehen würde. Die Idee mit den Vampiren ist originell - und auch, wie sie dann zurecht kommen. Ein Vampir braucht menschliches Blut, was macht er, wenn die Menschen ausgestorben sind?
 

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Pale Blood - Im Bann der Vampire 
Thriller/Krimi  USA, 1992, Farbe, 94 min
V. Dachin Hsu, Michael W. Leighton
Michael W. Leighton, Omar Kaczmarczyk
Jan A.P. Kaczmarek
Takashi Matsuokoa, V. Dachin Hsu
George Chakiris,  Wings Hauser , Pamela Ludwig
18
In Los Angeles geht ein Mörder um, den die Presse als "Vampirkiller" bezeichnet. Die drei bisherigen Opfer wurden blutleer und mit seltsamen Wunden am Hals aufgefunden. Der mysteriöse Europäer Michael Fury reist an, um die Morde zu klären. Er engangiert die Privatdetektivin Lori und unterstützt den seltsamen Mr. Fury. Lori interessiert sich privat sehr für Vampire und Mr. Fury schläft in einem faltbaren Klappsarg, denn er ist ein echter Vampir.
Schließlich begegnet ihnen der Fotograf Van Vandermere, der ein Geheimnis hat, wie sich bald schon herausstellt.

Der Film ist durchwegs von Originalität und netten Ideen gezeichnet. Klar wurde schon vieles von den Gags in anderen Filmen verwendet, aber als Gesamtkonzept steht der Film ziemlich einzigartig da.
Leider hatten die beiden Regisseure nicht sonderlich viel Geld zur Verfügung, doch aus dem, was man ihnen zur Verfügung stellte, haben sie versucht etwas zu machen und es ist ihnen auch gelungen. Der Vampir selber wirkte leider etwas zu distanziert, vielleicht hätte da ein anderer Schauspieler besser gepaßt. Der Journalist wirkt so richtig wahnsinnig in seinem Bestreben und Lori, auch ihr ist ein gewisser Wahn nicht abzusprechen, aber irgendwie ist das doch verständlich, wenn man weiß, daß jeder Mensch etwas hat, was ihn als Wahnsinnigen kennzeichnet.
Das, was aber am Prägendsten bleibt, sind die Visionen, die Lori immer wieder sieht und die Schlußzene, die in der Gesamtheit durchaus besticht und einen schadenfroh zurückbleiben läßt.
Sicher hätte manches besser gemacht werden können, in einigen Szenen die Charaktere mehr Leben vertragen, doch alles in allem ist dieser Film ein eigenes Werk, das seinesgleichen durchaus zu suchen vermag.
 

Titel:
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Die rabenschwarze Nacht (Fright Night)
Parodie   USA, 1985, Farbe, 102 min
Tom Holland
Herb Jaffe
Brad Fiedel
Tom Holland
William Ragsdale, Amanda Bearse, Chris Sarandon
16
Charley Brewster ist ein ganz normaler Junge, bis zu dem Tag, als er wieder Nachbar war. Diese aber sind seltsam, wer läßt sich schon nachts einen Sarg liefern?
Und warum ist die Blondine, die nachts zuvor noch lebend ins Haus gegangen ist, jetzt tot aufgefunden worden? Charley ist sicher, der Nachbar ist ein Vampir. Doch keiner glaubt ihm. Bis auf den Nachbarn selber und der ist gar nicht so glücklich, daß Charley Bescheid weiß. Dieser bittet Peter Vincent, Moderator von Horrorfilmen, um Hilfe, erst glaubt auch er ihm nicht, doch schließlich ist er überzeugt. Aber da ist es fast schon zu spät. Dandridge hat bereits Charleys Freund Edward gebissen und sich Amy's angenommen, Charley's Freundin. Zufällig kann Vincent Edgar pfählen. Mit Kreuzen und Pfählen machen sie sich auf ins Nachbarhaus.

Eine rabenscharze Komödie, die jedem nur ans Herz gelegt werden kann.
Interessante, ungewöhnliche Effekte, Spannung und temporeiches Vorgehen sorgen dafür, daß der Film alles andere als langweilig ist.
Der junger Horrorfan, ein alternder Horrormoderator und der vampirische Nachbar, mal ein wenig andere Gegenspieler, die
Gute Schauspieler und vor interessante Charakter, passende Besetzung (vor allem die des charismaischen, charmanten Vampirs) und sehr viel Sinn für bösen Humor haben den Film nicht umsonst in den Kultstatus gehoben.
 

Titel:
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Razor Blade Smile 
Action   GB, 2001, Farbe, 101 min
Jake West
Jake West & Robert Mercer
Richard Wells
Jake West
Eileen Daly, Christopher Adamson, Jonathon Coote
18
Vor 150 Jahren starb sie bei einem Pistolen Duell als unschuldiges Opfer, doch das, was danach folgte, war ein Leben im Blut - sie wurde zur Vampirin.
Nun ist sie Auftragskillerin. Nach und nach ermordet sie Mitglieder einer organisierten Gruppierung. Nicht nur der Chef dieser Organisation sondern auch die Polizei sind ihr bereits auf den Fersen, sie ist auch als "Der Todesengel" bekannt, wenigstens  sprechen die Medien vom Mörder in diesem Tonfall.

Handelt es sich bei dieser Figur ursprünglich um eine Comic-Gestalt so ist die filmische Adaption durchaus gut gelungen.
Die Art der Synchronisation ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür ist der Rest durchaus sehenswert. Handelt es sich vorwiegend um einen Actionstreifen, so ist dieser hier wesentlich besser, als so viele andere Vampir-Action-Filme. Nicht nur der bitterböse Sinn für Humor, der immer wieder auftaucht, hat dieser Film auch eine überraschende Lösung am Ende, mit der man absolut nicht rechnet.
Ein Vorspann, der einen ein wenig an die "James Bond" Filme erinnert, jede Menge Leder, ein Gothic-Lokal mit den passenden Gästen, ein wenig Verschwörungstheorie und viel Blut. Nicht zu vergessen der Sex, der dezent und harmonisch den ganzen Streifen untermalt, sorgen dafür, daß der Film durchaus dem Comic gerecht wird.
Das einzige, das ein wenig stört ist die Art der Synchronisation, die Art, wie die Sprecher ihren Text sprechen, aber gewöhnt man sich erst mal daran, so stört einen auch das nicht mehr.
Die Locations, die für den Dreh gewählt wurden, sind zumeist ziemlich stimmig. Es fließt viel Blut. (Vampire sollten doch beim Essen eigentlich nicht kleckern, oder?)
Sicher hätten manche Schauspieler mehr Engangement zeigen können, aber alles in allem ist dieser Streifen ein wirklich guter, überraschender Film.
 

Titel:
Genre:
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Darsteller:
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Reign in Darkness
Action  Australien, 2001, 90 Min.
Kel Dolen / David W. Allen
-
John Clifford White
Kel Dolen / David W. Allen
Kel Dolen, John Barresi, Tamara Donnellan
16
Michael Dorn, Molekularbiologe arbeitet an einem Virus namens K 17. Er glaubt damit Aids ausrotten zu können. Seine Auftraggeber haben damit aber etwas ganz anderes im Sinne.
Er infiziert einem Obdachlosen das Virus, wenngleich dieser aber nicht ganz freiwillig mitspielt. Dieser mutiert, Michael ebenfalls, der wird zu einem Vampir. Doch damit nicht genug, bald schon sind der psychopathische Jäger Hunter Lance und der Halbuntote Gage hinter ihm her.
Nun wird ihm langsam auch einiges klar, ahnt, warum seine junge Frau sterben mußte und so sagt er seinem Auftraggeber, der Regierung, den Krieg an.
Von zu Hause holt er seine Pistole und sein Schwert, doch sein Heim ist bereits von seinen Jägern bewacht, allerdings läßt Michael sich nichts mehr gefallen. Bald schon hat er erkannt, wer denn eigentlich die Drahtzieher sind und mit denWaffen rüstet er sich zum finalen Krieg.

Auf mehreren Festivals hat dieser Film Lob und Begeisterung geerntet.
Doch man merkt dem Film durchaus an, daß er kaum Budget zur Verfügung hatte. Er wurde aus mehren Filmen scheinbar willkürlich  zusammengestückt, Elemente von Blade finden sich hier genauso wie von Highlander oder von Tarantino. Die Idee mit dem Virus allerdings ist wirklich nett, wenngleich man mehr hätte daraus machen können. Im Grunde handelt es sich um eine Art Pseudowissenschaftlichen-Actionstreifen, wo mehr Blut und rasante Action versprüht wurde, als sinnvolle Logik.
Was hingegen gut gefällt sind Stimmung und gewählte Kulissen.
Die Charaktere hingegen hatten zwar jede Menge Kampf- und Actionszenen, aber dennoch wirken sie bisweilen richtig "blutleer".
Wäre das vampirische Element nicht vorhanden, so wäre es ein x-beliebiger Actionstreifen, der wie all die anderen, am Tage gedreht wurde, denn von der Nacht ist hier kaum was zu merken. Das Vampirische hätte auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient. Als Grundkonzept ist der Gedanke sicher nicht schlecht, aber die Ausführung hat man dann einfach zugunsten der Action fallen gelassen. Schade drum.
 

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Revenant (Modern Vampires) 
Action    USA 1998, Farbe, 95 min
Richard Elfman
Chris Hanley & Brad Wyman
Michael Wandmacher
Matthew Bright
Casper Van Dien,  Natasha Gregson Wagner, Rod Steiger
18
Der „City-Slasher“ hat wieder zugeschlagen. Bei diesem Slasher, der Menschen leer saugt, handelt es sich um eine Vampirin, deren Aktivität allerdings die High Society der Vampire beunruhigt. Also holt man sie kurzerhand herbei und führt sie in diese Gesellschaft ein. Unter diesen Vampiren findet sich auch Vincent, dessen Vater, Dr. Van Helsing, sich als Vampirjäger betätigt. Er hat endlich die Spur gefunden, nach der er so lange gesucht hat. Mit Hilfe einiger Straßenjungen, die er zu Assistenten ausbildet, macht er sich auf die Suche und die Jagd nach den Blutsaugern, doch das, was er findet, läßt ihm die Haare zu Berge stehen.

Einige witzige Ideen sind ebenso eingestreut wie fieser Sinn für Humor. Angefangen von einer Blutbank der besonderen Art, bis hin zum Vampirjäger aus Österreich und der degenerierten Vampirgesellschaft. Überboten wird das nur noch von den Assistenten des Vampirjägers, die auf ganz unkonventionelle Art und Weise zu Vampiren gewandelt werden.
Ideen, die eher selten Eingang finden in die Filme machen diesen Streifen auf jeden Fall zu etwas Besonderem, dennoch hätte er einiges an Verbesserungen vertragen. Manche Szenen sind etwas unausgegoren und verkorkst, aber alles in allem werden diese wieder von den witzigen Ideen wettgemacht.
Dennoch hätte man einiges besser machen können.
Die Musik ist passend, Stimmung und Atmosphäre wirken bisweilen etwas gekünstelt. Als Zuseher fühlt man sich bisweilen etwas auf Distanz gesetzt.
Hier sieht man ganz gut, wohin Degeneration führen kann.
 

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Shadow of the Vampire
Thriller/Drama USA/GB 2000, Farbe, 92 min
E. Elias Merhige
-
-
Steven Katz
John Malkovich, Willem Dafoe, Udo Kier
18
1922, "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens" ist gerade am Entstehen. Man sieht Max Schreck immer nur in Kostüm - um die Rolle wirklich auszufüllen. Was keiner weiß ist, daß es sich bei ihm um einen echten Vampir handelt. Der Regisseur hat einen Deal mit ihm abgeschlossen. Nach den Dreharbeiten soll ihm Greta Schröder zum Nachtmahl dienen. Doch Schreck findet es gar nicht gut, sich so an die Regeln halten zu müssen und so beginnt sich das Team zu reduzieren. Die letzten Überlebenden sind schließlich der Willkür des Vampirs ausgesetzt.
Doch da hat Murnau eine Idee, wie die letzten Überlebenden gerettet werden können - das Endergebnis ist auch heute noch eine Legende.

Einer der Überraschungserfolge der letzten Jahre.
Über Max Schreck ist kaum etwas bekannt, über den Hintergrund des Drehs gibt es kaum Informationen und das, was mit dem Streifen dann geschah, das wenigstens ist bekannt.
Und das, bietet natürlich jede Menge Möglichkeit für Spekulationen und Phantasie.
Wüße man nicht, daß er nach dem Film doch noch in einigen Theaterstücken mitgespielt hat, könnte man ja fast auf den Gedanken kommen...
Im Gegensatz zu vielen anderen Streifen hält dieser Film das, was er verspricht und er verspricht eine ganze Menge....
Die Schauspieler sind genial gewählt, Dafoe findet sich in einer absoluten Glanzrolle wieder. Würde der echte Max Schreck Dafoe in Rolle sehen, er wäre wohl sehr überrascht. Doch auch die anderen Darsteller können sich durchwegs sehen lassen.
Mit Liebe zum Detail und ziemlich viel Recherchen versehen wurde  gedreht. Die Schauplätze sind gut gewählt und stimmig mit dem Originalfilm. Auch, was die Kostüme betrifft hat man versucht sich ans Original zu halten.
Mit "Shadow of the vampire" ist ein ganz besonderes Remake gelungen, das den Ruhm um "Nosferatu" nur noch mehren kann. 
 

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Son of Darkness
Drama/Thriller 92 min.
David F. Price
-
-
-
Steve Bond, Jay Underwood, Amanda Wyss
92
Der kleine Tyler ist krank, nimmt nur wenig Nahrung zu sich und nähert sich immer mehr dem Tode. Seine Adoptiv-Mutter Nina bringt ihn in die Klinik, wo der Arzt Max Schreck sich um das Kind kümmert, er kann ihm helfen, er weiß, was ihm fehlt: Blut. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einer Liebesnacht fühlt sich Nina immer mehr zu ihm hingezogen, ohne zu wissen, daß sie seinen Sohn aufzieht.
Zugleich spürt Martin Planting Max nach, erzählt Nina, daß es sich bei Max eigentlich um „den“ Vampir, um Vlad handelt. Und auch Max’s Bruder Tom und dessen Begleiterin sind hinter Max her. In seinem Schloß kommt es zu einem brutalen und grausamen Familientreffen.

Die Charaktere sind austauschbar, die Geschichte immer wieder erzählt. Ein moderner Vampir, der versucht gegen seine Natur zu handeln und sogar als Arzt arbeitet gegen seine "Blutsgeschwister", die sich als Jäger sehen.
Originell ist vielleicht der Name des Arztes: Max Schreck. Der Darsteller von Schreck ist vielleicht ein Schönling, kann aber dennoch gut spielen, wenngleich man ihm seine Rolle aber nur bedingt abnimmt.
Seine Gegenspieler, gefährlich und brutal wirkend, kommen durchaus brutal und gemein rüber.
Nachfolger zu „To die for“, wobei man aber den Film nicht kennen muß, da „Son of Darkness“ im Grunde genommen auch für sich alleine stehen kann.  Sicher, es wird einige Male auf den Vorgänger angespielt, man bringt sogar den historischen Dracula kurz ein, wenngleich man da mehr hätte draus machen können. Man hat verschiedene Anspielungen gemacht auf Historisches und andere Filme, diese aber nicht weiter geführt, selbst wenn man auf einige davon eingegangen wäre, würde der Film sicher besser sein.
Einige Schauspieler ausgetauscht, etwas andere Musik und ein verbessertes Skript hätten dem Film wirklich gut getan. Leider hat man diese Chance vergeben.
 

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Sundown - Rückzug der Vampire (Sundown - The Vampire In Retreat)
Parodie  USA, 1989, Farbe,104 min
Anthony Hickox
Richard Stone
Vestron Pictures
John Burgess/Anthony Hickox
David Carradine, Maxwell Caulfield, Morgan Brittany
16
Purgatory ist ein heißer Ort, liegt praktisch in der Nähe des "Death Valley" und die Einwohner sind nur Vampire. Graf Mardulak, einst der Gewalt und des Mordens überdrüssig, schuf hier ein friedliches Paradies für die Seinen.
Sie ernähren sich von Kunstblut, Menschen sind tabu, doch das behagt nicht allen. Da es Probleme mit der Fabrik gibt, in der das Blut erzeugt wird, holt man den Konstrukteur, David Harrison herbei. Mit seiner Frau Sarah und Töchtern wird er beim Grafen einquartiert. Sie werden freundlich empfangen. Nur Juliet ahnt, daß diese Menschen alles andere als gewöhnlich sind. In der Fabrik begegnet David einem ehemaligen Lover von Sarah, Shane. Dieser ist bereits Vampir und nicht gerade der angenehmste Zeitgenosse. Mit Helfern plant er den Aufstand gegen die altgediente Riege.
Robert Van Helsing, nicht gerade eine Leuchte im Job des Vampirjägers, ist ebenfalls in Purgatory eingetroffen. Auch er möchte gegen Mardulak vorgehen, verliebt sich aber in die Dinerkellnerin Sandy. Auch sie findet Gefallen an ihm. Sie treffen sich außerhalb der Stadt und sehen dort, wie Shane den Sheriff erschießt und diese Projektile sind aus gehärtetem Holz, für Vampire absolut tödlich. 
Van Helsing erreicht, daß Sandy ihn zu Mardulak bringt, immerhin will er ihn ja "warnen". Bald schon kommt es zu einem Kampf der Vampire. Im schönsten Gefecht erscheint David auf der Villa und entzündet einen letzten Trick.

Ein Gag jagt den anderen. Die verrückten Ideen, Albernheiten und schrägen Gedanken, die man hier eingebaut hat, geben ein wirklich selten komisches Bild von einer Vampirgesellschaft. Und im Gegensatz zu vielen anderen Parodien sind diese hier sogar witzig. Was allerdings auch auf  manche Dialoge zutrifft, die schon so seltsam sind, daß man beinahe wieder darüber lachen muß.
Die meisten Schauspieler spielen ihre Rollen gut und David Carradine als Mardulak, Sohn von John Carradine, ist eine gute Wahl für den Grafen, doch er ist nicht der einzige "Promie", den man sich geangelt hatte.
Was bei anderen Western/Vampir-Mischungen in die Hose gehen mag, gelingt hier.
Die Musik ist für beide Genre durchwegs passend. Stimmung und Atmosphäre ist nicht gerade ernsthaft, doch es paßt zum Gesamtkonzept, den dieser Film vermitteln möchte.
 

  Titel:
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Diener des Bösen(Subspecies - The Night has Fangs)
Thriller  USA 1991, Farbe, 90 min
Ted Nicolaou 
Ion Ionescu
Aman & Portis/Kosinski
Jackson Barr
Hove
-
Langsam kehrt auch nach Transsilvanien die Demokratie ein, das Land wird modern. Die alten Mythen und Sagen scheinen beinahe vergessen, dennoch existieren sie weiter.
Vladislas, alter Vampirkönig, steht nahe vor dem Ende. Der Blutstein, den er besitzt, wird bald zum Spielball der Mächte, ist er doch eine uralte Reliquie, die Heiligenblut enthalten soll und dem Besitzer unglaubliche Macht zu verleihen in der Lage ist.
Radu, der Erstgeborene, möchte dieses nun einfordern. Doch Vladislas weiß um den bösen Charakter seines Sohnes. Somit will er den Stein an Stefan weiterreichen, seinen jüngeren Sohn, dessen Mutter eine Sterbliche war. Natürlich folgt darauf Brüderzwist. Radu kann seinen Vater töten und mit Hilfe kleiner Dämonen den Stein an sich zu bringen.
Michelle und Lilian, amerikanische Studentinnen, treffen in Bukarest ein, besuchen ihre Freundin Mara. Gemeinsam wollen sie sich den alten Legenden widmen. In einer alten Burg finden sie Unterkunft. Michelle verliebt sich in Stefan, als sie ihm begegnet, was Radu als Möglichkeit nutzt um seinem Bruder zu schaden. Radu kann Mara und Lilian zu seinen vampirischen Bräuten machen. Auch Michelle fällt in seine Hände.
Doch gerade noch, bevor er sie beißen kann, erscheint Stefan mit dem alten Karl, dem Verwalter der Burg. Im folgenden Kampf sterben die Bräute, Radu wird gepfählt, sein Kopf abgeschlagen. Schon wähnen sich die Verliebten in Sicherheit, bis sie merken, daß Radu nun doch nicht so ganz tot ist, wie es den Anschein hatte und nicht zu vergessen natürlich die kleinen Dämonen...

Gleich vorweg, es gibt noch drei Fortsetzungen zu diesem Werk.
Nicolaou hatte damals nicht viel Budget zur Verfügung gehabt, doch das, was er mit dem wenigen schuf, das kann sich wirklich sehen lassen.
Entstanden nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes, die erste amerikanisch-rumänische Koproduktion, entstanden an Originalschauplätzen, hatten die Amerikaner dort kein leichtes Leben. Es war einfach eine ziemliche Umstellung mit all den damals vorhandenen Widrigkeiten klarzukommen.
Die Folge waren gröbere Improvisationen. Was in vielen Fällen zu mieser Qualität führen mochte, war hier ganz und gar nicht der Fall.
Abgesehen von ein paar Holprigkeiten und ein, zwei Darstellern, die man durch bessere hätte austauschen können, gibt es nichts zu klagen. Ganz im Gegenteil. Prächtige Szenen und Kulissen, Bilder, die beeindruckend auf den Zuseher wirken und ein herrlicher Soundtrack, machen aus einem vielleicht geplanten B-Movie etwas wirklich Schönes.
Hove als Radu war eine gute Wahl, er spielt den Vampir auf richtig fiese und bösartige Weise, sein Make-up ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber dafür dann umso prägnanter, leicht angelehnt an Murnaus Nosferatu ist der Vampir vom Aussehen her etwas wirklich Besonderes. Und er sei jedem Vampirfreund ans Herz gelegt.
 

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Die Stunde wenn Dracula kommt  (La Maschera del demonio)
Horror  Italien, 1960, Schwarz-Weiss, 87 min
Mario Bava
-
Roberto Nicolosi (US-Version: Les Baxter)
Mario Bava, Ennio De Concini
Barbara Steele, John Richardson, Andrea Checchi
-
Moldawien 1630, von Hexenjagd ist diese Zeit geprägt. Ein Verdacht ist sehr oft der Tod. Auch die Hexe Asa und ihr Geliebter, der Vampir Javutic fallen den Schergen der Inquisition in die Hände. Der Vampir ist bereits erledigt, eine Teufelsmaske auf dem Gesicht, die aufs Gesicht des Delinquenten genagelt wurde, die Hexe sieht noch ihrem Tod ins Auge.
Doch vor der Vollendung belegt sie ihren Mörder mit einem Fluch und gelobt wieder zu kommen.
Das reinigende Feuer wird von einem plötzlichen Regenguß gelöscht. Schließlich setzt man sie in der Familiengruft bei, Javutic wird verscharrt in ungeweihter Erde.
200 Jahre danach landen Professor Kruvajan und sein junger Assistent Andrej in der Gegend. Sie erkunden die alte Krypta und finden Asa. Der Professor entfernt die Totenmaske von ihrem Gesicht, verletzt sich dabei an der Hand. Auf ihr Gesicht fallen ein paar Blutstropfen. Die Maske nimmt er als Souvenir mit. Vor der Weiterfahrt trifft eine junge Frau ein, Prinzessin Katja, Andrej verliebt sich sofort in sie. Sie gehört zu den Nachfahren der Hexe. Die beiden verbringen im Dorf in der Nähe die Nacht, während die Hexe wieder erwacht. Mit Javutiv nimmt sie telephatisch Kontakt auf, was auch ihn wieder zurück holt.
Der alte Fürst Vajlda erleidet einen Herzanfall. Dessen Kinder holen den Professor. Javutiv ermordet den Kutscher, übernimmt dessen Job und bringt den Professor zur Hexe. Sie infiziert ihn, er wiederum macht den Fürsten zum Untoten. Am nächsten Morgen stehen Katja und Konstantin vor dem Totenbett des Fürsten, fassungslos. Andrej trifft ein, sie erbitten Hilfe, der Pfarrer wird geholt. Die Helfer der Vampire werden rasch dezimiert doch noch bleiben Asa und Jatuvic über. Katja wird entführt, Asa nimmt ihre Stelle ein. Mit der Dorfbevölkerung geht der Priester daran die Hexe zu verbrennen.
 

Ein genialer Film Bavas, einer seiner besten. Auch heutzutage ist der Film noch sehr beeindruckend. Nicht nur die düstere Musik legt die Stimmung auf ein hohes Niveau, brutale Szenen, die einerseits kaum wo anders gefunden werden - wenn man den Zeitraum des Drehens betrachtet, andererseits das Spiel mit Licht und Schatten und nicht zuletzt die herrlich düster gehaltenen Kulissen geben das Ambiente.
Basierend auf "Der Wij" von Nikolai Gogol schuf Mario Bava ein düsteres Gemälde von Kultstatus und ungewohnt hart von der Art.
Die Charaktere sind gut gespielt, sie wirken durchwegs lebendig und unheilgebietend. Wenngleich man das von den Guten nicht so unbedingt sagen kann, denn diese wirken zum Teil schon ziemlich flach, so richtig brav und bieder.
Unterschwellig bleibt den ganzen Film über die Stimmung von Furcht und Beklemmung erhalten.
Auch, wenn die Vorlage hier nur noch zum Teil besteht und bisweilen die Logik fehlt, so kann man sich diesen Streifen immer wieder ansehen und bekommt auch nach dem x-Mal noch die Spannung mit, die in diesem Werk steckt. 
 

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Tanz der Vampire  (The Fearless Vampire Killers)
Parodie/Komödie  GB, USA 1966, Farbe, 107 min
Roman Polanski
-
Krysztof Komeda
Gerard Brach, Roman Polanski
Jack McGowran, Roman Polanski, Sharon Tate
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Professor Abronsius ist von einem Gedanken besessen, wird wegen seiner Thesen zum Vampirischen nur alter Spinner bezeichnet. Um diese Thesen zu erhärten und Beweise zu liefern, reist er mit seinem Assistenten Alfred nach Transsylvanien. Bei der Familie Shagal kommen sie unter. Sarah, die Tochter des Hauses wird direkt aus der Badewanne vom bösen Vampir Graf von Krolock entführt.
Ihr Vater macht sich mit Knoblauch auf den Weg, wird aber am nächsten Morgen steifgefroren aufgefunden.
Abronsius sieht seine Theorie bestätigt, will Shagal pfählen und enthaupten, was die nunmehrige Witwe jedoch zu verhindern sucht. Shagal kann fliehen, Abronsius und sein Gehilfe hinterher.
Der Graf ist ein charmanter Gastgeber, belesen und klug. Er nimmt sie in seinem Schloß auf. Dessen Sohn Herbert zeigt eine offene Schwäche für Alfred.
Tagsüber versuchen der Professor und Alfred die Vampire zu erledigen, schlafen sie doch nun. Aber was auch immer sie tun, es geht schief und so bleibt ihnen nur den Abend zu erwarten und damit den Ball. Sarah, fein gekleidet, für diesen hergerichtet soll das Hauptgericht der Vampire am Abend sein, Alfred und der Professor die Zulage. Kaum gelingt ihnen die Flucht, als sie, auf einem Schlitten fahrend, der bitteren Wahrheit ins Auge sehen müssen.

Der Film hätte kaum besser gemacht werden können, Stimmung, Humor, Phantasie und Story sind einfach nur genial. Die passende Musik und die Schauspieler runden das gekonnt ab. Es ist einfach eine Freude sich das Werk anzusehen.
Auch, wenn man ihn bisweilen immer wieder zu kopieren suchte, Szenen klaute, so konnte doch bisher kein Vampirfilm an diesen heran.
Fein ist, daß zB die Vampirjäger alles andere als zielstrebig sind, ihre Tolpatschigkeit wirkt einerseits naiv, andererseits einfach nur komisch, obwohl sie wirklich bemüht sind. Die eingestreuten Gags sind zum Teil wirklich zum Brüllen komisch.
Polanski hat mit diesem Film einen Meilenstein geschaffen, der auch von seinem weiteren Schaffen kaum mehr erreicht wurde, obwohl da durchaus auch Klassiker zu finden sind. Er schaffte es tatsächlich klassische Szenarien so gekonnt durch den Kakao zu ziehen, den gotischen Horror an einer ganz neuen Wurzel zu packen, daß man ihm gar nicht böse sein kann. Hat der Film damals in den Kinos stark gefloppt, so hat er nun wirklich Kultstatus erreicht.

Jahre später hat der Film ja auch die Bühnen der Welt erobert in Gestalt eines Musicals. Fein überarbeitet ist aus einem wirklich guten Werk etwas noch Besseres geworden, hat Tiefgang bekommen.
Die Geschichte auf der Bühne wirkt vielleicht nicht mehr so witzig, dafür aber hat er eine etwas andere Aussage bekommen.
 

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The twins effect (Ghin gei bin)
Parodie/Action/Martial Art    Hong Kong 2003, 107 min. 
Dante Lam, Donnie Yen
Carl Chang
Chan Kwong Wing
-
Charlene Choi, Gillian Chung, Ekin Cheng, Edison Chen, Anthony Wong, Jackie Chan
-
Reeve, Vampirjäger, hat seine Partnerin bei einer Jagd verloren, nimmt sich nun eines "Lehrlings" an. Diese will unbedingt Vampirjägerin werden, schwärmt sie doch für Reeve und hat so nebenbei ihre Eltern durch Vampire verloren. Doch Gypsy und Reeves Schwester Helen können sich absolut nicht riechen.
Helen, gerade hat sie ihren Freund verloren, wird durch den Vampirprinzen Kazaf aus dem Selbstmitleid geholt, der Blut aus Weinflaschen trinkt, bis die Lieferung von Daddy ausbleibt, und in einem Sarg der feinsten Güte schläft, wo nicht einmal eine Stereoanlage drinnen fehlt. (Was man aus einer alten Kirche nicht alles machen kann...)
Gypsy darf Bügeln und Kochen, aber nicht mit auf die Jagd, mischt sich aber bald ein, was verhängnisvolle Folgen hat.
Wäre das nicht schon genug Chaos, so tritt bald schon Duke, ein europäischer Vampir auf, der die Vampirbibel "Day for Night" jagt, welche sich allerdings in Kazafs Besitz findet. Und so nebenbei möchte dieser auch noch an das Blut des Vampirprinzen. Sicher, vieles ist vorhersehbar, aber was soll's...
So viel Spaß und Fun und eine wirklich gelungene Parodie auf das Vampirgenre ist zuletzt Roman Polanski gelungen.
Nicht nur, daß die Computereffekte, wenn sie eingesetzt werden, einfach passen, auch die Actionszenen, sind gelungen gesetzt.
Und Jackie Chan, ohnehin allseits bekannt, bleibt seinem Markenzeichen treu: komödienhafter Kung-Fu Spaß (man möge den Ausdruck bitte verzeihen).
Die Zeit vergeht wie im Flug, Stimmung und Atomsphäre sind stimmig, ebenso wie die Musik. Selbst ein paar Fantasyszenen fehlen nicht.
Wäre in vielen Filmen diese Mixtur unmöglich zu ertragen, so ist es hier vorzüglich kombiniert, vom schrillen Outfit der Damen bis hin  zu den gelungenen Kampfszenen. Ein durchaus würdiger Nachfolger zu "Tanz der Vampire".
 

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Der Totmacher 
Drama/Historien   D 1995, Farbe, 114 min
Romuald Karmakar
Thomas Schühly

Romuald Karmakar, Michael Farin
Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh
12
Drei Männer sitzen in einem Raum:
Protokollführer, Psychologe Dr. Ernst Schultze und Fritz Haarmann. Schultzes Aufgabe ist es ein Gutachten über den Kaufmann zu erstellen und dafür muß er ihn erst mal befragen. Immerhin soll er doch 24 junge Männer ermordet, deren Blut getrunken und das Fleisch gegessen haben.

Die Art, wie der Film gedreht wurde, könnte auch für die Bühne problemlos adaptiert werden. Obwohl die Männer eigentlich nur reden, tun sie das so gekonnt, daß man die Spannung geradezu spüren kann. Selbst als Zuseher auf der Couch bekommt man eine Gänsehaut und das nicht nur, weil der Film auf einem realen Fall beruht. Vorlage waren nicht umsonst die Protokollakten des Jahres 1924. Haarmann, der berüchtigte "Vampir von Hannover", ist bis heute unvergessen. Und genau hier setzt der Film an.
Doch das, was einen wirklich erschreckt ist die Darstellung von George, der diesen Charakter praktisch wieder zum Leben erweckt.
Wie man sieht werden Action und Effekte nicht gebraucht um einen stimmungsvollen Film zu schaffen. Kann es sein, daß der deutsche Film doch allmählich wieder mehr Tiefgang bekommt? Was noch auffällt ist die praktisch fehlende Musik, dafür die Stille, die zwischen den einzelnen Textpassagen noch mehr nervenzerfetzend agiert.
Wenn man seine Rolle auf einen einzigen Raum und auf drei Personen begrenzt spielt, so gehört schon einiges dazu, um spannende Arbeit abzuliefern.
Aber - Kompliment, das ist den Herren hier wirklich gelungen.
 

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Underworld 
Action USA, GB, D, HU, 2003,  121min
Len Wiseman
Robert Bernacchi, Gary Lucchesi , Tom Rosenberg, Richard S. Wright
-
Danny McBride (II) , Kevin Grevioux , Danny McBride
Kate Beckinsale, Scott Speedman, Michael Sheen
16
Vampire und Werwölfe kämpfen seit Jahrhunderten gegeneinander, jede Seite möchte die Vorherrschaft haben und der Krieg ist gnadenlos. Allerdings sind die Waffen moderner geworden, mit Silbernitrat gefüllte Projektile kann man den anderen ja so richtig schön in Stücke reißen. Die Vampirin Selene, soll Lycane finden und eliminieren. Bald entdeckt sie, daß die Werwölfe Jagd nach dem Assistenzart Michael Corvin machen, natürlich spornt das die Neugierde an. Sie kann zwar einmal kurz verhindern, daß die Werwölfe den Arzt in die Finger kriegen, aber durch den Biß, den er bekommen hat, beginnt er selber langsm zum Werwolf zu mutieren. Dummerweise hat sich Selene in ihn verliebt.
Lucian hat vor Michael zum Schaffen einer mächtigen Kreatur zu nutzen und bald schon merkt sie, daß der Vampiranführer, Kraven, mit Lucian unter einer Decke steckt und so erweckt sie Clanlord Victor zu neuem Leben, er soll sie in ihrem Kampf unterstützen.

So ein großes Gewese wurde um den Film gemacht, doch das, was dabei rauskam ist nicht sonderlich begeisternd. Gut, die Idee ist ja recht nett, aber dennoch hätte man sehr viel mehr machen können. Wären die Werwölfe von der Tricktechnik so genial gelöst, wie es in Van Helsing der Fall war, dann hätte Underworld schon sehr viel mehr gewonnen. Verwendet wurden eine Menge an Tricktechniken und es wurde viel mit dem Computer gearbeitet, aber dafür ist das Endergebnis ziemlich lahm. Nicht jeder ist ein Fan von solch modernen Mitteln und so viel Action. Und alles zusammen ist es einfach zu viel, um den Film wirklich gut zu machen.
Die Stimmung hingegen ist recht gut geworden, düster und dunkel.
Allerdings liegt das wohl auch am Drehort, ein abgefucktes Budapest. Und auch der österr. Charakter, den ein Österreicher spielte, spricht doch auch dafür, wofür die Amis den Durchschnittsösterreicher wohl immer noch halten mögen.
Die Vampire sind zwar modern gestylt, unterstützt von viel Leder, was in letzter Zeit wohl immer lieber eingesetzt wird, jedoch verleiht es dem Film eher steriles Aussehen und Distanz, aber das Leben, das ein guter Film rüberbringen soll, das schafft dieser hier nicht.
Weniger Tricktechnik und mehr Liebe zur Geschichte und der Film wäre definitiv besser geworden.  
 

Titel:
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Regie:
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Bewertung:
Die unheimliche Macht (The Keep)
Thriller   USA, 1983, Farbe, 92 min
Michael Mann
-
Tangerine Dream
Michael Mann
Scott Glenn, Alberta Watson, Jürgen Prochnow
16
2. Weltkrieg, Eine Wehrmachtseinheit setzt sich in einer alten Festung fest, in den rumänischen Bergen. Es soll als Hauptquartier dienen. Woermann hofft auf eine ruhigere Zeit, doch Nacht für Nacht verschwinden Männer. Wer ist der Mörder? Und was haben die seltsamen Schriftzeichen an der Wand zu bedeuten?
Die SS wird herangezogen, doch auch die wissen fürs erste keinen Rat. Der alte Priester Fonescu verweist auf den jüdischen Historiker Cuza. Die Schriftzeichen sagen "Ich werde frei sein", sagt Cuza den Soldaten.
Dessen Tochter Eva wird versucht zu vergewaltigen, diese zwei sterben umgehend. Das Wesen, das sich schließlich zeigt ist ein Dämon, eine Art Golem, der als Energievampir die Lebensenergie nimmt.
Cuza hofft mit seiner Hilfe Hitler loszuwerden und hilft ihm aus der Festung zu fliehen, doch bald schon bereut er seinen Entschluß. Den ganzen Film durchzieht eine unheimliche Atmosphäre, angespannt, nervenzehrend und bisweilen enervierend. Damit zeigt sich eine Zeit und Welt, die noch gar nicht so lange her ist.
Die untermalende Musik spiegelt die Stimmung des Filmes recht gut wieder. Man wähnt sich in einem Sumpf aus Depression und ständigem Überlebenskampf, wie sie auch in einigen Kriegsfilmen zu finden ist.
Lebendig gestaltete Charaktere, die genauso wenig wissen, wie der Zuseher, um was es eigentlich geht. Man hat keine Ahnung, was die Männer ermordet - bis sich das Puzzle langsam zusammen setzt.
Umso größer ist das Erstaunen oder auch Entsetzen, als man sich dem gegenübersieht, was da so fröhlich vor sich hin agiert und die Kompanie immer mehr dezimiert.
Zwar hat der Film es nicht ganz geschafft den Roman und die Stimmung desselben einzufangen, aber man hat sich bemüht und es kam ein ganz eigenes Werk heraus, das den Alptraum der Handelnden doch recht gut darstellt.
 

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Vamp
Thriller   USA, 1987, Farbe, 90 min
Richard Wenk
-
Jonathan Elias
Richard Wenk
Chris Make Peace, Rober Russler, Grace Jones
16
A.J. und Keith haben ein ganz wichtiges Ziel, unbedingt in eine Studentenverbindung aufgenommen zu werden. Immerhin würde das helfen um eine bessere Wohnmöglichkeit zu bekommen. Doch wie es bei solchen Verbindungen üblich ist gibt es ein Aufnahmeritual, das völlig schief läuft. So verspricht A.J., er könne alles besorgen um eine prima Semesterparty zu veranstalten. Endergebnis ist, daß sie gemeinsam mit dem Trottel vom Dienst, Duncan, unterwegs sind um eine Stripperin zu organisieren. Im "After Dark" Nachtclub finden sie die exotische Katarina. A.J. ist hinter der Bühne verschwunden, Duncan betrinkt sich und Keith macht sich schließlich auf der Suche nach A.J., was aber nicht so ganz einfach ist. Was er dann entdeckt ist die Leiche seines Freundes - im Müllcontainer. Doch er entdeckt noch mehr - der Nachtclub ist voller Vampire und Katarina ihr Boß, der einzige passende Schluß ist, daß er den ganzen Club niederbrennen möchte. . Dieser Film genießt Kultstatus und das nicht zu Unrecht.
Bunt und schrill, gelungene Splatterszenen und verrückte, unerwartete Wendungen vermischen sich zu einem ganz besonderen Coctail. Grace Jones in Hochform spielt die anderen Darsteller locker an die Wand, wenngleich man sie nicht unbedingt sofort erkennt unter Make-up und Perücke. Aber sie bleibt ihrem Stil treu, spielt mit vollem Einsatz und bleibt Fans dadurch völlig unvergessen. Ihre Performance ist unvergessen. Sie gibt einen "Vamp" der ganz besonderen Art ab.
Die Atmosphäre ist dicht - allerdings vorzugsweise in Szenen, wo Grace mitspielt, alles andere flacht ab, wird "normal" und verliert dadurch kräftig an Charme.
Eigentlich ist sie der Hauptcharakter, alles am Film scheint um sie herum aufgebaut zu sein, von ihrer Präsenz lebt der Streifen. Aber dennoch ist es so, daß sie sich dennoch "dezent" zurück hält, versucht auch anderen Raum zu geben, was allerdings in die Binsen geht.
Wären nicht ihre Auftritte, so würde man diesen Streifen wohl bald vergessen und ihn irgendwo in seinem Regal verstauben lassen. 
 

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Vampira 
Komödie GB, 1974, Farbe, 89 Minuten
Clive Donner
Jack H. Wiener
Tony Whittaker/Anthony Newley
-
David Niven, Teresa Graves, Peter Bayliss
16
Draculas geliebte Braut Vampira ist seit 50 Jahren tot, doch er gibt die Hoffnung nicht auf, die seltene Blutgruppe aufzutreiben, die sie braucht.
Immer wieder bittet er Gäste in sein Haus. Dieses Mal handelt es sich um Models. Tatsächlich hat eines der Mädchen die richtige Blutgruppe. Kurzerhand mischt er das Blut zusammen, da ihm die einzelnen Proben durcheinander geraten sind.
Tatsächlich gelingt die Transfusion, Vampira erwacht, allerdings gänzlich schwarz gefärbt, was wohl am Blut der Afro-Amerikanerin liegen dürfte. Die Prozedur muß wiederholt werden, doch dafür muß Dracula den Mädchen nachreisen, die sind schon wieder in England. Vampira ist an der neuen Welt durchaus interessiert, hat sich die Welt doch rasant verändert in den letzten paar Jahrzehnten, was Dracula wieder gar nicht so sehr freut.

Vermutlich als Parodie gedacht, sind die Lacher doch zu suchen. Niven selber gibt einen zwar amüsanten, aber doch noch akzeptablen Dracula ab. Was ein wenig irritiert, ist, daß auf den rassischen Unterschieden doch ein wenig herumgeritten wird, das hätte man sich sparen können (nur wäre dann wohl ein gewichtiger Faktor des Films verloren gegangen.).
Und wieder einmal fehlt die Logik, die man hier bisweilen vergeblich sucht. Außerdem fehlt auch die Tiefe, der Film ist einfach viel zu seicht gehalten, schade, man hätte viel mehr draus machen können.
Die Charaktere wirken bisweilen einfach nur überzogen und etwas überdreht. Die Stimmung erinnert einen bisweilen an "The Munsters" nur sind dort viele Dinge besser gespielt und überzeugender.
Action ist nur wenig zu finden, dafür aber eben umso mehr der überzogene Humor, den man sich an etlichen Stellen hätte sparen können.
Manche Ideeen hätte man vielleicht etwas ausbauen können, aber das hätte dem Film wohl auch nicht sonderlich geholfen. "Vampira" ist nicht viel mehr als seichte Kost für einen entspannenden Fernsehabend, aber nicht viel mehr.
 

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Vampire Clan - vom Blut berauscht
Krimi/Tatsachenverfilmung USA, 2002, Farbe, 87min
John Webb
Elie Cohn, Keith Walley
Guy Harrington
Aaron Pope
Drew Fuller, Alex Breckenridge, Timothy Lee Depriest
16
Jeni Wendorf entdeckt die grausam zugerichteten Leichen ihrer Eltern. Der Mörder jedoch ist längst weg. Die gerufene Polizei beginnt mit der Untersuchung dieses Falles. Dabei fällt auch auf, daß die kleine Schwester, Heather weg ist. Wirkt das Ganze erst wie eine Entführung, so stellt sich bald schon heraus, daß diese mit Rod Ferrel und seiner Clique abgehauen ist. Es dauert nicht lange, bis die gesamte Gruppe in einem Hotel verhaftet wird.
In Rückblenden wird nun das Geschehene gezeigt.
Heather ist fasziniert vom wilden Leben Rods und dessen Leute. Schließlich soll sie sich der Clique anschließen. Während sie bei Dana und Charity wartet, dringen Rod und Scott ins Haus ihrer Eltern ein, weil sie den Wagenschlüssel zum Familienauto suchen. Schließlich kommt Rod auf den Gedanken Heather's Eltern zu ermorden.
Stunden später sind sie unterwegs, Heather bekommt allmählich mit, was geschehen ist. Nun bleibt nur noch Verachtung für den Jungen, der sie einst so sehr fasziniert hatte.

1996 schockierten die sogenannten "Wendorf-Morde" die Öffentlichkeit.  Was diese Morde allerdings von den anderen "normalen" Morden unterscheidet ist, daß es sich bei den Tätern um Vampire handelt.
Es gibt immer wieder Vorfälle, in denen menschliche Vampire verstrickt sind, ob sie tatsächlich Vampire sind oder nur Personen, die sich das einbilden, das sei einmal dahingestellt.
John Webb scheint durchaus Recherchen betrieben zu haben, hat versucht seriös den Vorfall darzustellen.
Die Charaktere wirken durchwegs lebendig. Selbst die Manien, die einige von ihnen haben, werden aufgezeigt. Und auch, wie beeinflußbar - nicht nur junge Leute - sind. Man will dazu gehören, läßt sich gerne ein auf eine charismatische Persönlichkeit, die Rod Ferrel unbestritten ist, wenn man Leuten glauben darf, die tatsächlich mit ihm zu tun hatten.
Gezeigt wird eine biedere Vorstadtwelt, in der kaum etwas passiert und hier ist alles noch viel einfacher für jemanden, der ein junges Mädchen auf seine Seite ziehen möchte. Kaum ist sie in seinem Bann, entschwindet die Verführungstaktik und er zeigt ihr ein anderes Ich.
Actionszenen sind kaum zu finden, einige - wirklich - blutige Szenen untermalen das Grauen, das die Welt daraufhin erschüttert hat und die Hoffnungslosigkeit, in die man rasch geraten kann, wenn man nicht vorsichtig genug ist.
 

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Vampire gegen Herakles (Ercole Al Centro della Terra)
Historien/Action Italien, 1961, 80 min
Mario Bava
Achille Piazzi
Armando Trovajoli
Mario Bava, Sandro Continenza, Franco Prosperi, Duccio Tessari
Christopher Lee, Reg Park, Leonora Ruffo
16
Herkules und Theseus kehren endlich heim nach Icalia, denn ersterer möchte Deianira heiraten. Doch ihr Geist ist verwirrt. Von einem Orakel erfährt er, daß  sie unter einem Bann steht und nur im Hades kann er den besonderen Stein finden, der sie zu retten vermag.
Zusammen begeben sich die beiden Freunde ins Reich der Toten, nachdem sie aus dem Hesperiden-Garten einen goldenen Apfel als Sicherheit besorgt hatten. Natürlich werden die beiden in diverse Kämpfe mit Dämonen verstrickt, schließlich jedoch finden sie den Stein. Deianira ist geheilt.
Doch Lykus, der Onkel der Geretteten, ist nicht sehr erfreut darüber, hatte er eigentlich erwartet selber den Thron besteigen zu können. Also führt er sich ihr Blut zu Gemüte, was Herkules natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann.

Wer kennt nicht die Sandalenfilme, die einige Jahre sehr gerne gedreht wurden...?
Auch bei diesem Film handelt es sich im Grunde um einen solchen. Vom Niveau her weder viel besser noch viel schlechter als ähnliche Produktionen. Dennoch kommt der Film bei weitem nicht an einige andere Werke von Mario Bava heran.
Wäre der Vampir nicht da, er würde eigentlich kaum fehlen, dann gäbe es statt seiner eben eine Monsterschlange oder etwas anderes....
Viel nackte, muskelbepackte Haut, ein Herkules, der besser wirken möchte, als er tatsächlich ist (oder sind wir nur alle Sorbo geschädigt?) und allmächtige Götter - dieses Spiel ist bekannt und wird sicher immer wieder aufgewärmt, so auch hier.
Und die Unterwelt wirkt so richtig wie aus einem Schreckenskabinett der billigen Sorte. Die Wände wirken wie aus Pappmache, die bleckenden Flammen spielen zwar nett mit den Schatten, aber das war es auch schon. Wenn so die Welt der Toten aussieht, hat man ja nicht allzu viel zu befürchten, oder?
Die Special Effekte von einst bestanden meist aus Monsterköpfen, die man Schauspielern auf die Schultern setzte und leider merkt man, daß diese Dinge wieder eingesetzt wurden und auch die Schminke wirkt leider alles andere als überzeugend.
Vampire im alten Griechenland  - das hätte auch besser funktioniert.
 

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Vampire in Brooklyn 
Romanze/Thriller USA 1995, Farbe, 100 min
Wes Craven
Eddie Murphy, Mark Lipsky
J. Peter Robinson
Charles Murphy, Michael Lucker, Chris Parker
Eddy Murphy, Angela Bassett, Allen Payne
16
Maximilian ist er letzte Vampir. Im Bermudadreieck wurde es ihm zu langweilig und so zieht er nach NY. Hier lebt Rita, eine Halbvampirin, die allerdings davon keine Ahnung hat und als Polizeidetektivin arbeitet. Doch bisweilen hat sie Ahnungen, Visionen und hält sich für einfach für einen Nachtmenschen.
Bald schon hat er Rita ausfindig gemacht. Doch da sie sich ihm freiwillig hingeben muß, kann die komplette Verwandlung nicht so ohne weiteres vonstatten gehen. Da Max jedoch Charme, Stil und Eleganz besitzt und ihre erstbeste schwache Stunde nutzt, um einen weiteren Keil zwischen sie und ihren Partner Justice zu bringen. Dummerweise liebt sie ihn nämlich.
Nach einem schönen Tanz kann er schließlich ihr Blut kosten. Als ihr dann aber klar wird, auf was sie sich da eigentlich eingelassen hat, ist schon ihr Kollege da in Begleitung eines Vampirologen.

Während Max sich wirklich um Rita bemüht (und sowieso hat doch jeder Hintergedanken beim Flirten), wirkt die Chemie zwischen Rita und ihrem Kollegen, ihrem Freund, doch alles andere als innig.
Eddie Murphy gibt einen wirklich guten, charmanten Vampir ab, überraschend gut. War er vielleicht gedacht als Komödie, so geht das doch in die Binsen. Während man einigen anderen Charakteren ihre Rolle nicht so recht abnehmen mag, zu flach und einfach gestrickt wirkt deren Darstellung, ist das bei Murphy anders. Er zeigt Charakterzüge, die in vielen seiner anderen Filme nicht zu finden sind, versucht mal was Neues und landet damit durchaus einen Erfolg. Wer ihn in seinen Komödien kennt, der traut ihm so ein Verhalten wohl eigentlich gar nicht zu.
Dafür bleiben einem weder Hintergrund noch Kulissen lange im Kopf. Auch die Musik ist bald vergessen, überzeugt nicht wirklich. Und die Kostüme sind auch nicht mehr als Durchschnitt.
Der einzige, der ein wenig hervorsticht ist tatsächlich der Hauptcharakter.
 

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Vampire Journals
Action/Thriller   USA /Rumänien, 1997, Farbe, 92 min
Ted Nicolaou
Vlad und Oana Paunescu
-
Ted Nicolaou
Jonathon Morris, Kirsten Cerre, David Gunn
18
Seit mehr als 100 Jahren wandert Zachery durch die Welt und tötet Vampire. Einst verlor er durch sie seine Geliebte Rebecce, die ebenfalls zum Vampir gewandelt worden war. Derzeit hält er sich in Bukarest auf, welches von Ash beherrscht wird. Bei einem Konzert der jungen Sofia sieht er diesen. Doch statt ihn zu töten, will er erst mal Sofia retten. Beide Vampire sind an ihr interessiert. 
Sofia wird von einer Fremden angesprochen, die ihr einen gut bezahlten Konzertabend verspricht. Sie wird neugierig, willigt ein. Von Ash wird sie vampirisiert. Ein letztes Mal darf Zachary sie sehen und dann aus Bukarest verschwinden, er willigt ein. Als er merkt, daß es für sie zu spät ist, attackiert er ohne Gnade den Vampirchef.

Nicolaou hat eine ganz eigene Vampirwelt geschaffen. Nicht nur, was das Aussehen der Blutsauger betrifft, sondern auch was die Geschichten angeht, die er erzählt. Bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren Parallelen zu anderen Vampirfilmen zu ziehen. Gut, ist nicht so ungewöhnlich, aber irgendwie fühlt man sich doch erinnert an "Interview mit einem Vampir". Kulisse und Drehorte geben ein ganz eigenes Flair ab, erinnert leicht an "Daughter of Darkness". Die Schauspieler stellen ihre Rollen wirklich gut dar, was man von manchen Darstellerinnen nicht gerade sagen kann. Diese wirken oft mehr durch das Aussehen, als ihr Können.
Das Make-up ist typisch für Nicolaou, erinnert einen bisweilen leicht an Nosferatu, ist aber doch was ganz und gar eigenes. Es wirkt leicht geisterhaft und doch ......
Die Musik wirkt unterschwellig mit im altertümlichen Stil wurde gedreht und so kommt der Film als was ganz Eigenes rüber. Leider ist der Film nicht so gut wie seine Serie "Subspecies", jedoch steht er als was Eigenständiges auch nicht schlecht da.
 

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Vampirella
Action  USA, 1996, 90 min.
Jim Wynorski
Roger Corman
-
-
Talisa Soto, Roger Daltrey, Richard J. Paul
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Draculon: Auf diesem Planeten gelingt es dem gewalttätigen und brutalen Vampir Vlad aus dem Gefängnis zu entkommen. Zusammen mit seinen Leuten macht er sich auf den Weg in Richtung Erde, wo er auf reiche Beute hofft. Mit Hilfe seines neuen Namens, Jamie Blood, richtet er in LA regelrechte Blutbäder an. Noch weiß er nicht, daß Vampirella ihm dicht auf den Fersen ist. Mit Hilfe von Adam van Helsing ist ihm die Schöne auf der Spur.

In den 60er/70er Jahren schaffte es die Comic-Serie Vampirella den Markt zu erobern. Heute ist sie wieder da, plakativer und mit mehr Zeigefreudigkeit, aber weniger Charme als früher.
Wie so viele Comic-Verfilmungen ging leider auch diese schief. Der Charme der Serie fehlt einfach. Auch, wenn man bemüht ist, einen guten Film zu präsentieren, gelingt es einfach nicht.
Für einmal ansehen ist der Streifen ganz OK, aber wer die Serie kennt, der sollte lieber die Finger davon lassen, die Enttäuschung wäre nur groß. Klar ist bei einem 90minütigen Film nicht immer viel Tiefgang zu erwarten, aber etwas mehr Liebe zur Geschichte hätte nicht schaden können.
Die Charaktere wirken flach, es geht - wie so oft - um das Ende der Menschheit, für die was anderes vorgesehen ist und um einen einzigen Charakter, der alles retten soll. Talisa wirkt wie ein braves Schulmädchen, das man in ein Kampfoutfit gesteckt hat, aber die Zeit war wohl einfach noch nicht reif genug für starke Frauen. Da wäre es besser gewesen, noch ein paar Jahre zu warten und dann den Film zu drehen - und dann wäre wohl nur ein Action-Streifen rausgekommen, wie die letzten paar Comic-Adaptionen doch so schön bewiesen haben.
Atmosphärisch kann "Vampirella" kaum bezeichnet werden, es fehlen aber auch die Action-Szenen, die wenigstens einem Teil des Publikums sonst zusagen. Irgendwie ist dieser Film  nicht viel mehr als einer der "Superman"-Filme auf weiblichen Held getrimmt, aber da hätte ja auch Supergirl gereicht, oder?
 

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John Carpenter's Vampires: Los Muertos 
Action   USA 2002 Farbe, 90 min
Tommy Lee Wallace
-
Brian Tyler
Tommy Lee Wallace
Jon Bon Jovi, Christian de la Fuente, Aryl Jover
16
In einer einsamen, verlassenen Festung Mexikos leben die Vampire mit ihrer unbesiegbaren Herrin Una. Sie kennen keine Skrupel und terrorisieren die Umgebung, das letzte, das sie ausgelöscht hatten, war ein Kloster in ihrer Nähe.
Der junge Derek Bliss bekommt den Auftrag Una zu vernichten. Allerdings soll er mit einem Team erfahrener Vampirjäger zusammenarbeiten, so stehen die Chancen besser, doch das Team gestaltet sich etwas anders. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Una und bald schon kommt es zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Die erste Überraschung ist, daß man Bon Jovi eigentlich gar nicht zutraut so gut zu spielen. Die Darsteller sind bemüht ihren Rollen gerecht zu agieren.
Dieser Film ist eine der wenigen Ausnahmen, wo der Nachfolger besser denn das Original ist, wenngleich sich die Handlungsstränge doch ähnlich sind.
Klar sind auch hier Action-Szenen zu finden, aber dennoch schwelgt dieser Film bei weitem nicht so darin wie sein Vorgänger. Den Vampiren wird ein gewisses Maß an Verstand zugebilligt. Special-Effekte werden genau so eingesetzt, wenngleich man doch versucht sie nicht überhand nehmen zu lassen.
Die Stimmung ist angenehmer und wirkt bei weitem nicht so feindselig wie der Vorgänger. Eigentlich könnte man "John Carpenters Vampire" überspringen und gleich zu diesem gehen.
 

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Vampyros Lesbos
Softerotik  BRD/SPANIEN 1970, Farbe, 89 min
Jess Franco
-
Manfred Hübler/Siegfried Schwab
Jess Franco
Soledad Miranda, Ewa Stromberg, Dennis Price
18
Linda Westinghouse hat seltsam erotische Träume. Jedes Mal kommt darin die selbe dunkelhaarige, furchteinflößende Schönheit vor. In einem Striplokal erkennt sie die Frau wieder, die gerade auf der Bühne eine lesbische Nummer abzieht. Doch so wirklich zum Nachdenken darüber kommt sie nicht, erhält sie doch den Auftrag den Nachlaß der Gräfin Nadine Carody zu klären. Entgegen gutgemeinter Ratschläge bricht sie dorthin auf.
Doch die Warnungen scheinen ernst zu sein, sie ergreift panisch die Flucht und wird bewußtlos. Als sie erwacht findet sie sich in einem Sanatorium wieder, unter der Obhut von Dr. Seward. Dieser meint, es handle sich um eine vampirische Angelegenheit, nicht die erste in seiner Karriere. Er möchte hinter das Geheimnis des Vampirismus kommen. Lindas Freund Omar hat sich zwischenzeitlich mit Dr. Steiner zusammengetan. Gemeinsam wollen sie nicht nur Linda befreien, sondern auch die Gräfin vernichten.

Bei Franco handelt es sich ja wahrlich um einen Massenfilmdreher, (so ca. 180 Filme sprechen da ja durchaus eine beachtliche Sprache), was vielleicht aber auch nicht gerade für besondere Qualität sprechen mag.
Die Musik selber ist recht gelungen, die Charaktere hingegen wirken flach und farblos. Keiner der Darsteller vermag wirklich zu überzeugen. Es sind kaum Action-Szenen zu sehen, dafür kommt es zu einem "kleinen" psychologischen Spielchen, ausgehend vom Doktor, der natürlich wesentlich mehr möchte, als nur zu helfen. Diese Chance ergreift er natürlich.
Für Fans von viel nackter Haut - vor allem von der junger Frauen - mag dieser Film aber durchaus genügen.
Allen anderen sei empfohlen diesen Film beiseitezulassen und sich was Netteres reinzuziehen.
 

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Van Helsing 
Action   USA, 2004, Farbe, 131 min
Stephen Sommers 
Bob Ducsay/Stephen Sommers
Alan Silvestri
Stephen Sommers
Hugh Jackman, Kate Beckinsale, Richard Roxburgh
12
1887, Transsylvanien
Dr. Frankenstein hat es beinahe geschafft, seine Kreatur lebt. Doch noch bevor das Geschöpf richtig zu leben beginnen kann, kommt es in einem Flammenmeer um, das vom Mob entzündet wurde. (Angelehnt an den Frankenstein mit Karloff)
Dracula hat kurz vor der Vollendung des Monsters den Dr. ermordet, war er doch der Meinung, daß er ihn nicht mehr brauchen würde, worin er sich gewaltig geirrt hat.
Ein Jahr sptäter wird Van Helsing, Spezialagent des vatikanischen Geheimdienstes, mit einem Auftrag betraut. Dieser führt ihn nach Transsylvanien, wo er Dracula vernichten soll.
Mit dem Mönch Carlo, seines Zeichens Waffenschmied, landet er gerade rechtzeitig dort um gleich eine Vampirattacke abzuwehren. Da er die Zigeunerfürstin Anna rettet, wird er zuerst mal akzeptiert. Ist diese doch die erbittertste Gegnerin des Grafen. Sie beschließen gemeinsam gegen den Vampir vorzugehen, was sie schließlich nicht nur in dessen Arme sondern auch in sein  Heim bringt. Hier findet Van Helsing auch seine Vergangenheit, die er, neben seinen Jobs immer gesucht hatte.

Die großen Erwartungen, die dieser Film nach der ganzen Werbecampagne ausgelöst hat, kann er ganz und gar nicht halten, was einerseits an der Altersfreigabe liegen mag (ab 12) andererseits aber auch an den absolut übertriebenen Specialeffekten und einer grauenhaften Kameraführung.
Sicher, die Werwölfe waren genial dargestellt, die Charaktere wirken durchaus lebendig und auch Dracula, leicht homoerotisch angehaucht, hatte mehr als nur einen zynisch-boshaften Kommentar auf Lager, der einen richtig zum Lachen brachte. Jedoch stört die Kameraführung gewaltig. Anstatt sich mit einem Zehntel der Actionszenen und einem Bruchteil des rasanten Hin-und-Hers der Kamera zu begnügen hat man hier einfach schamlos übertrieben. Special-Effekte sollen einen Film unterstreichen und nicht den ganzen Film ausmachen.)
Die Zigeunerin hätte eigentlich nach der ersten Verfolgung des Werwolfs schon draufgehen müssen, zwischendurch hätten die Charaktere sich mehr als nur eine Rippe gebrochen gehabt und dann stirbt Anna praktisch an einem Nichts.
Hätten sie hier aufgehört, dann hätte der Film wenigstens einen netten Abschluß gehabt, aber selbst den haben sie vermasselt.
 

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Die Weisheit der Krokodile (The wisdom of crocodiles)
Drama/Krimi GB 1998, 98 Min.
Po-chih Leong
David Lascelles, Carolyn Choa
John Lunn, Orlando Gough
Paul Hoffman
Jude Law, Elina Löwensohn, Timothy Spall
16
Steve hat vieles, was man sich von einem Mann wünschen kann. Er sieht gut aus, ist intelligent und besitzt Charme, außerdem  ist er ein ausgezeichneter Gesprächspartner. Er arbeitet als Forscher in der Medizin. Daß er Vampir ist, das weiß allerdings keiner. Er lebt von Gefühlen und Regungen, die er sich aus dem menschlichen Blut holt. Doch bald schon gerät er ins Visier der Polizei, seine letzte Freundin wurde tot gefunden.
Doch zugleich lernt er auch die Ingenieurin  Anne kennen. Diesmal scheint alles anders zu sein. Hat er die wahre Liebe gefunden? Steven verfällt zusehends und der Kampf ums Überleben beginnt, denn nur reine, ehrliche Liebe kann ihn erretten. Jedoch kostet das ihr Leben, denn sie muß sterben, damit er leben kann.

Ein Ausspruch von Francis Bacon lautete, daß Krokodile um ihre Opfer weinen, bevor sie sie verschlingen und das ist eigentlich eine sehr gute Grundaussage für diesen Film.
Dadurch, daß ihm der gothische Touch fehlt, wirkt er eher modern gehalten, was wohl ja auch bezweckt war. Gewisse Parallelen zu "Begierde" sind schon zu sehen, aber dennoch ist das Werk etwas gänzlich Eigenständiges.
Sicher gibt es manche Längen, einige Dialoge hätten einfacher und klarer auch das ihre getan und ein paar  Kleinigkeiten hätten noch überarbeitet gehört. Das jedoch fällt kaum ins Gewicht.
Action ist kaum vorhanden, mehr Wert gelegt wird auf das Ambiente, auf Stimmung und Atmosphäre.
Die wenigen Szenen, in denen Blut zu sehen ist, wirken durchwegs steril. Außerdem sind sie dezent gehalten.
Vor allem aber ist es ein moderner, faszinierender Vampirfilm mit kleinen Fehlern, die aber nicht wirklich auffallen. Ohne Klischees und mit tollen Darstellern versehen, ist er vor allem eines - schön anzusehen. Er bleibt einem noch längere Zeit im Kopf hängen.
 

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Wie schmeckt das Blut von Dracula? (Taste the Blood of Dracula)
Action/Drama  GB, 1969, Farbe, 95 min
Peter Sasdy 
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James Bernard, Philiph Martell
John Elder
Christopher Lee, Geoffrey Keen, Petter Sellis
-
Drei alte Herren, bieder und ehrbar, haben in ihrer freien Zeit nichts Besseres zu tun, als Seancen und ähnliches abzuhalten. Mit Hilfe verschiedener Utensilien, die einst Dracula gehörten und seinem Blut beschließen sie, ihn wieder ins Leben zurück zu holen, führen ein ganz bestimmtes Ritual durch. Dann doch vor der eigenen Courage zurückschreckend töten sie den jungen Lord Courtley, der angeblich mit dem Teufel im Bunde sei, aber es ist zu spät. Das Ritual hat bereits funktioniert. Dracula schwört Rache, war Courtley doch ein treuer Diener gewesen. Das bringt einen Stein ins Rollen, der kaum noch zu halten ist.

Seancen und Geisterbeschwörungen waren ja einige Zeit ziemlich in Mode. Darauf aufbauend zeichnet sich ein Bild von einer Gesellschaft, die zwar brav und bieder wirkt, aber alles andere als harmlos ist. Dennoch scheinen die drei Herren eine Regel vergessen zu haben: Man soll nur dann jemanden beschwören, wenn man das Beschworene unter Kontrolle halten kann. Diese Lektion haben die Herren wohl nicht gelernt.
Von der Stimmung her ist es ein typischer Hammer-Film, leider aber nicht unbedingt unter den besten zu finden.
Kameraführung und Musik sind wie gehabt, beides zieht sich, ebenso wie die Art der Kulissen und der Hintergründe durch die meisten Hammerfilme durch.
Die Charaktere wirken leider nicht durchgehend passend besetzt, einige scheinen sich überfordert zu fühlen, doch die, auf die es ankommt, die wirken lebendig, zum Teil von ihrem eigenen Mut überrascht.
Lee jedoch fehlt der entsprechende Gegenpart in Verkörperung von Cushing.
Es ging alles schon mal viel besser, aber auch viel schlechter, was aus dem Hause Hammer stammt.
 

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Die Zärtlichkeit der Wölfe(The Tenderness of the Wolves) 
Thriller  BRD, 1973, 95 Min.
Ulli Lommel
Kurt Raab
Peer Raben
Guy Endore/Bernard Schubert
Kurt Raab, Jeff Roden, Margit Carstensen
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In Deutschland herrscht Not und Armut, Hunger überall wohin man sieht, eine schreckliche Zeit.
Und immer wieder verschwinden Menschen. Fritz Haarmann, Kleinkrimineller, wird von der Polizei erpreßt, ihnen entweder Spitzeldienste zu leisten oder in den Knast zu gehen, immerhin ist Homosexualität damals alles andere als gerne gesehen.
Haarmann gibt sich bisweilen als Kriminalbeamter aus, lockt junge Männer in seine Wohnung um sie zu mißbrauchen und dann zu verspeisen. Mit den Fleisch- und Wurstwaren, die er aus ihnen macht, kommt er zu einem nicht unwichtigen Einkommen.
Unter seinen Freunden als sanft und sensibel angesehen, der bisweilen auch ganz gerne mal den Wohltäter spielt, ahnt niemand von ihnen, wie es in seinem Inneren wirklich aussieht.
Erst, nachdem mehr als 40 junge Männer starben, kommt man seinem Treiben auf die Spur.

Hielt sich "der Totmacher" vor allem an die Protokolle der Gerichte, so ist dieser Film relativ frei gedreht.
Auch, wenn es sich hierbei um keinen "klassischen" Vampirfilm handelt, so ist er doch in der Geschichte als "Vampir von Hannover" bekannt.
Hier wurden nur wenige Fakten tatsächlich berücksichtigt, doch mehr ist auch nicht notwendig, um einen Film zu schaffen, der einen schon mit einer Gänsehaut zurück läßt.
Leider bieten nur wenige Filme eine solche Intensität. Die düsteren Bilder wirken beeindruckend und alles andere als heimelig. Auch die Darstellung der einzelnen Charaktere wirkt durchaus interessant. Hat schon der Regisseur eigenwillig interpretiert, so hat er seinen Schauspielern auch ein gewisses Maß an Eigenständigkeit zugestanden. Zusammen wirkt vor allem Haarmann verstörend und man fängt sich an zu fragen, wie er so lange mit seiner Masche durchkommen konnte - aber gut, vielleicht liegt es ja auch an den anderen Zeiten.
Jeder von uns hat dunkle Seiten in sich, aber selbst, wenn man Hunger hat, wer würde tatsächlich so weit gehen?
Das, was hier vor allem erschreckt ist, daß man niemanden wirklich kennen kann. Der netteste, liebevollste Mensch könnte ein Masssenmörder sein, wie man hier versucht hat darzustellen und oft genug kam das ja auch tatsächlich vor, gerade die, denen man solche Dinge kaum zugetraut hat.
Einiges am Film hätte man sicher kürzer halten können, ein paar Längen schneiden können, aber im Großen und Ganzen wirkt es passend, schildert auch einen Teil der Tristesse, die damals an der Tagesordnung war. Das zeigen auch die Kulissen und Locations, die man dafür gewonnen hatte und in denen gedreht wurde.
Kleines Kuriosum am Rande:
Das ist einer der wenigen Filme, vor allem auch im Vampirgenre, wo zwar nackte Haut zu sehen ist, aber "männliche". (Gut, oftmals werden gerade die "Vampiropfer" nackt dargestellt, aber dieses ist doch ein wenig unwöhnlich.)
 

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Das Zeichen des Vampirs(Mark of the Vampire) 
Krimi   USA 1935, SW, 85 min
Tod Browning
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Guy Endore/Bernard Schubert
Lionel Barrymore, Elizabeth Allan, Lionell Atwill
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Baron Karel ist gestorben und vermutlich durch den Kuß eines Vampirs. Sein Diener entdeckt die blutleere Leiche, zwei Bißwunden am Hals sprechen eine deutliche Sprache.
Inspektor Neumann, aus Prag angereist, und Prof. Zelen machen sich an die Lösung des Falles, wollen sie doch an die Blutsauger nicht glauben. Dennoch scheint sich alles zu bewahrheiten. Des Barons Tochter, Irena, wird immer wieder von einer seltsamen Frau besucht, ein nicht weniger seltsamer, diabolischer Mann findet sich immer wieder in der Nähe des Schlosses ein, alles das scheint den Vampirverdacht nur zu verhärten. Doch schließlich entlarvt man Karel, einen Freund der Familie als Mörder und wie er den Mord getarnt hatte ist wirklich genial.

Ein recht gut gelungenes Remake des Stummfilms "London after Midnight".
Manches ist vielleicht nicht so ganz logisch, aber alles in allem eine gelungene Neuadaption. Die Atmosphäre wirkt düster, unheimlich und typisch für Browning. Perfekt beleuchtete Szenen und die dazu stimmige Musik fügen sich harmonisch ein zu einem schaurigen Meisterwerk.
Die Lösung des Mordes ist vielleicht ungewöhnlich, reiht den Film doch eher in den Bereich der Krimis ein, aber das tut dem Vergnügen keinen Abbruch.
Leider hat man den Film ziemlich stark gekürzt von 80 auf 60 min, worin leider die Hintergrundgeschichte von Mora und Lunar untergeht. Laut Geschichte ja Vater und Tochter, brachte er sich schließlich um, nur um zum Vampir zu werden.
 

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Zirkus der Vampire (Vampire Circus)
Historien/Action   GB, 1971, Farbe, 84 min
Robert Young
Wilbur Stark
David Whittaker
Judson Kinberg
Adrienne Corri, Laurence Payne, Thorley Walters
18
1810, die Herrschaft des blutsaugenden Grafen Mitterhaus wird beendet, da der Mob sein Schloß und ihn vernichtet, seine Geliebte verjagt. Man hat endgültig genug von seinem Terrorregime.
15 Jahre danach wütet eine unbekannte Seuche, das Dorf steht unter Quarantäne. Man munkelt, es sei der Fluch des Vampirgrafen. Der Wanderzirkus, der den Ort besucht, ist eine willkommene Abwechslung, die Vorstellungen sind ausverkauft. Die Toten werden immer mehr, schließlich schaffen sie es, Mitterhaus wieder ins Leben zurückzuholen, der seine Rache endlich gekommen sieht.

Ein Zirkus steht immer für Exotik, Fremdes und Mystik und was kann einer Dorfgemeinschaft, die unter Quarantäne steht, besseres passieren, als Abwechslung in Form eines solchen. Was aber etwas fraglich ist, wie kommt der Zirkus an den Sperren vorbei? Aber das geht irgendwie unter.
Interessanterweise stirbt normalerweise der Vampir am Ende des Streifens, hier nicht, hier geht er gleich am Anfang und bleibt quasi im Tode liegen.
Einige langatmige Szenen sind zwar dabei, aber im Großen und Ganzen halten sich diese in Grenzen.
Gute Effekte und Make-up bilden eine solide Basis. Action ist kaum zu finden, dafür wird hier ein Flair geboten, das man so in manchen historischen Filmen findet, vor allem, wenn es um die Zeit des 16. oder 17. Jahrhunderts geht. 
Man hat sich in Skript und Ausführung bemüht, die Rollen sind gut besetzt und die Charaktere wirken durchwegs lebendig. Auch die Musik ist passend gewählt, ohne zu aufdringlich zu sein, prägt sie sich einem durchaus ein.
Leider schwankte das Publikumsinteresse zur Entstehungszeit dieses Filmes bereits auf andere Themengebiete ab und so erfuhr der Streifen bei weitem nicht die Beachtung, die er eigentlich verdient hätte. Konsequenz davon war, daß er lange Zeit eigentlich als Geheimtipp gehandhabt wurde und nur ab und an in verschiedenen Abendprogrammen zu sehen war. Mit einem Zirkus, auch, wenn das eigentlich eine interessante Abwechslung darstellt, lockte niemanden mehr in die Kinos, man hatte hier nämlich weder Dämonen noch Teufel eingebaut, wie es das Publikum vielleicht gerne gehabt hätte.
 

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Zoltan, Draculas Bluthund (Dracula's Dog)
Thriller/Action    USA, 1977, Farbe, 85 min
Albert Band
-
Andrew Belling
Frank Ray Perilli
Michael Pataki, Reggie Nalder, Jose Ferrer
18
Osteuropa: Die Armee sprengt und erwischt die Familiengruft Draculas. Eine Wache bleibt zurück, während die anderen nachfragen gehen, was denn nun zu tun sei. Durch ein Erdbeben werden zwei Grabkammern frei. Die Wache ist natürlich neugierig, öffnet einen der Särge und zieht den Pflock aus dem toten Körper, den er findet. Der, nun wieder erwachte Hund, fällt die Wache an und tut sich an seinem Blute gütlich. Danach öffnet er den zweiten Sarg und befreit den alten Diener, Veidt Schmidt. Der doch tote Igor Dracula gibt Befehle. Sie müssen einen Nachfahren Draculas finden, doch dieses sind in den USA. Zusammen machen sie sich auf die Suche.
Branco, Vampirjäger im Dienste der rumänischen Regierung, reist ihnen nach, tatsächlich schafft er es, Drake zu warnen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Jagd nach dem Vampirhund.

Logik scheint bei diesem Film ein Fremdwort zu sein.
Angefangen von dem Gedanken, wie jemand, der lange Zeit den Schlaf der Toten schlief nun aus dem kommunistischen Rumänien rauskommt, bis hin zu der Logik, warum sie Dracula weiter schlafen lassen, stimmt hier so gut wie kaum etwas.
Stimmung und Atmosphäre sind kaum zu finden, Action ist zwar vorhanden, aber im Grunde handelt es sich eher um einen Tierhorror-Film, denn um einen Vampir-Streifen.
Enttäuschend ist das Endergebnis, nicht viel mehr als eine träge Schlaftablette, bei der so gut wie nichts zusammenpaßt.
Der einzige, der halbwegs überzeugend rüber kommt ist der Hund, was dafür spricht, daß der wenigstens gut dressiert ist.
Die Idee selber ist nicht gerade genial zu nennen - Draculas Kuscheltier.... Na sicher....
Logischer wäre vielleicht, wenn sich später herausstellen würde, daß der Hund Dracula wäre, aber selbst dem ist nicht so. Heir wurde eine ziemlich miese Idee noch schlechter ausgeführt, als eigentlich angenommen werden dürfte und das ist eigentlich schon wieder eine Kunst.